Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Ihr Browser unterstützt aktuelle Webstandards nicht. Aufgrund dessen kann es zu Fehldarstellungen und unerwartetem Verhalten auf dieser Website kommen. Für die beeinträchtigungsfreie Benutzung dieser Website, empfehlen wir Ihnen, ihren Browser zu aktualisieren.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser.

Ihr Browser unterstützt aktuelle Webstandards nicht. Aufgrund dessen kann es zu Fehldarstellungen und unerwartetem Verhalten auf dieser Website kommen. Für die beeinträchtigungsfreie Benutzung dieser Website, empfehlen wir Ihnen, ihren Browser zu aktualisieren.

Gestaltwahrnehmung

Erkennen von Raum- und Lichtmustern

Bevor einem Gegenstand eine Eigenschaft zugewiesen werden kann, muss er zunächst erkannt, also von seiner Umgebung unterschieden werden. Aus dem Deutungsvorgang lassen sich Gesetze formulieren, nach denen bestimmte Anordnungen zu Figuren, zu Objekten der Wahrnehmung zusammengefasst werden.Die Gestaltgesetze sind auch für den Lichtplaner von praktischem Interesse. Jede Beleuchtungsanlage besteht aus einer Anordnung von Leuchten, sei es an der Decke, an den Wänden oder im Raum. Diese Anordnung wird jedoch nicht unmittelbar wahrgenommen, sondern nach den Regeln der Gestaltwahrnehmung zu Figuren organisiert. Die umgebende Architektur und die Lichtwirkungen der Leuchten ergeben weitere Muster, die in die Wahrnehmung einbezogen werden.

Geschlossene Form

Geschlossene Form

Ein wesentliches Prinzip der Gestaltwahrnehmung ist die Tendenz, geschlossene Formen als Figur zu interpretieren.

Nähe

Nähe

Leuchten werden zu Paaren zusammengeschlossen.

Nähe

Vier Punkte werden zu einem Quadrat zusammengeschlossen,

Nähe

Ab acht Punkten bildet sich ein Kreis.

Nahe beieinander angeordnete Elemente werden nach dem Gesetz der Nähe zusammengefasst und bilden eine einzige Figur. So wird im nebenstehenden Beispiel zunächst ein Kreis und erst danach eine ringförmige Anordnung von Punkten gesehen. Die Organisation der Punkte ist dabei so stark, dass die gedachten Verbindungslinien zwischen den einzelnen Punkten nicht geradlinig, sondern auf der Kreislinie verlaufen; es entsteht kein Vieleck, sondern ein perfekter Kreis.

Innenseite

Innenseite

Bei offenen Kurven entsteht eine Figur auf der Innenseite der Linie.

Unvollständig umschlossene Gebilde können auch als Figur wahrgenommen werden. Eine geschlossene Form findet sich stets auf der Innenseite der sie begrenzenden Linie - die formbildende Wirkung der Linie wirkt also nur in einer Richtung. Meist ist diese Innenseite mit der konkaven, umschließenden Seite einer Begrenzung identisch. Dies führt dazu, dass auch bei offenen Kurven oder Winkeln eine Formwirkung auftritt, die eine Figur auf der Innenseite der Linie, also im teilweise umschlossenen Bereich, sichtbar macht. Ergibt sich auf diese Weise eine plausible Deutung des Ausgangsmusters, so kann die Wirkung der Innenseite sehr stark sein.

Symmetrie

Symmetrie

Durch das Hinzufügen zweier quadratischer Leuchten zu den runden Downlights wird die Anordnung nach dem Gestaltgesetz der Symmetrie zu zwei Fünfergruppen umorganisiert.

Bei der Symmetrie wird der einfache, logische Aufbau zum Kriterium, eine Form als Figur wahrzunehmen, während komplexere Strukturen desselben Musters für die Wahrnehmung im scheinbar durchgehenden Untergrund verschwinden.

Ebenbreiten Formen

Ebenbreiten Formen

Auch ohne eine strenge Symmetrie lässt sich eine klare Figur erkennen.

Eine ähnliche Wirkung geht von parallelen, ebenbreiten Formen aus. Hier liegt zwar keine strenge Symmetrie vor, es ist jedoch ein ebenso klares Organisationsprinzip erkennbar, das zu einer bevorzugten Wahrnehmung als Figur führt. Zwei parallele Linien zeigen dabei ein gleichartiges Verhalten.

Durchgehende Linie

Durchgehende Linie

Gestaltgesetz der durchgehenden Linien. Die Anordnung wird als Kreuzung zweier Linien interpretiert.

Ein grundlegendes Gestaltgesetz ist, Linien bevorzugt als gleichmäßige, durchgehende Kurven oder Geraden wahrzunehmen, Knicke und Verzweigungen also zu vermeiden. Die Tendenz, durchgehende Linien wahrzunehmen, ist so stark, dass sie die gesamte Deutung eines Bildes beeinflussen kann.

Gute Gestalt

Gute Gestalt

Die Downlightanordnung wird nach dem Gesetz der guten Gestalt zu zwei Linien zusammengeschlossen.

Gute Gestalt

Die Anordnung wird als Überlagerung zweier Rechtecke interpretiert.

Im Bereich der flächigen Formen entspricht dem Gesetz der durchgehenden Linie das Gesetz der guten Gestalt. Hier werden Formen so organisiert, dass sich möglichst einfache, geordnete Figuren ergeben.

Gleichartigkeit

Gleichartigkeit

Gleichartige Leuchten werden zu Gruppen zusammengefasst.

Neben der räumlichen Anordnung ist für den Zusammenschluss zu Gruppen auch der Aufbau der Formen selbst verantwortlich. So werden die Formen im nebenstehenden Beispiel nicht nach ihrer Nähe oder einer möglichen Achsensymmetrie organisiert, sondern in Gruppen gleicher Formen zusammengefasst. Dies Prinzip der Gleichartigkeit wird auch dann wirksam, wenn die Formen einer Gruppe nicht identisch, sondern nur ähnlich sind.