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Mit Lichtfarben gestalten

Gestaltung mit weißen Lichtfarben und farbigem Licht

Farbe ist ein bedeutsamer Bestandteil der visuellen Wahrnehmung. Sie ist ohne Tageslicht oder künstliche Beleuchtung nicht wahrzunehmen. Die Kombination von Leuchtmittel und Filter lässt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten zu, um mit farbigem Licht Räume und Objekte in ihrer Lichtwirkung zu betonen oder zu verändern. Der Begriff Lichtfarbe umfasst das weiße und farbige Licht. Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß leiten sich aus der weißen Lichtfarbe ab. Das farbige Licht umfasst das ganze sichtbare Spektrum.

Farbe

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe bezeichnet eine Farbe, die von einer Lichtquelle abgestrahlt wird. Sie ergibt sich aus der Summe des abgestrahlten Lichtspektrums. Die Art der Lichtfarbe wird definiert über Farbton, Sättigung und Helligkeit. Der Einsatz von Farbfiltern erzeugt farbiges Licht. Dieses ermöglicht es, Räume in der Farbigkeit zu modifizieren, ohne sie physisch zu verändern. Als additive Farbmischung wird das Mischen mehrerer Lichtfarben bezeichnet.

Farbe

Körperfarbe

Die Körperfarbe entsteht aus dem auffallenden Licht und den spezifischen Absorptionseigenschaften des Körpers. Der Farbwert einer Körperfarbe kann daher nur in Verbindung mit der Lichtart bestimmt werden, mit der sie beleuchtet wird. Die Körperfarbe eines Objektes wird neben Farbton, Helligkeit und Sättigung auch durch den Reflexionsgrad definiert. Bei der Beleuchtung von farbigen Wänden oder Objekten mit farbigem Licht steht die Wechselwirkung von Licht- und Körperfarben im Vordergrund. Diesem Zusammenspiel liegt die substraktive Farbmischung zu Grunde. Die Farbwirkungen können verstärkt oder verändert werden.

Farbig akzentuieren

Farbiges Akzentlicht und farbige Hintergrundbeleuchtung ändern die Wirkung eines Objektes im Raum. Die Farbsättigung des Objektes nimmt im Vordergrund zu, wenn die Hintergrundhelligkeit abnimmt. Die blauen Farben scheinen in den Hintergrund zu treten, während Magenta von der Farbwirkung nach vorne tritt.

Beleuchtungswirkungen können durch farbiges Licht verstärkt werden. Starke Farbkontraste erhöhen die Helligkeitskontraste. Hohe Helligkeitskontraste steigern wiederum die Farbkontraste. Natürliche Gesamtwirkungen entstehen durch warme Lichtfarben und Filterfarben wie Skintone, Magenta und Amber oder kalte Lichtfarben wie sky-blue und night-blue.

Farbige Lichtakzente werden eingesetzt für
- Ausstellungen
- Messestände
- Verkaufsräume

Farbsysteme

CIE-System

Beim Normvalenzsystem der CIE werden Körper- und Lichtfarben in einem kontinuierlichen, zweidimensionalen Diagramm dargestellt. Die spektrale Zusammensetzung ergibt sich bei Lichtfarben aus der Lichtart bzw. bei Körperfarben aus Lichtart und spektralem Reflexions- bzw. Transmissionsgrad. Außer Acht gelassen wird hierbei die Dimension der Helligkeit, so dass im Diagramm nur Farbton und Sättigung aller Farben bestimmt werden können. Die Farbfläche wird von einem Kurvenzug umschlossen, auf dem die Farborte der vollständig gesättigten Spektralfarben liegen. Im Inneren der Fläche befindet sich der Punkt geringster Sättigung, der als Weiß- oder Unbuntpunkt bezeichnet wird. Alle Sättigungsstufen einer Farbe können nun auf der Geraden zwischen dem Unbuntpunkt und dem jeweiligen Farbort aufgefunden werden; alle Mischungen zweier Farben liegen ebenfalls auf einer Geraden zwischen den jeweiligen Farborten. Komplementärfarben stehen im CIE-Modell gegenüber und ergänzen sich zu Weiß.

Munsell-System

Beim Munsell-System werden Körperfarben nach den Kriterien Helligkeit, Farbton und Sättigung angeordnet, so dass sich ein vollständiger Farbatlas in Form einer dreidimensionalen Matrix ergibt. Als Helligkeit wird hierbei der Reflexionsgrad einer Körperfarbe bezeichnet; der Farbton bezeichnet die eigentliche Farbe, während der Begriff der Sättigung den Grad der Buntheit, von der reinen Farbe bis hin zur unbunten Grauskala, erfasst. Während für Lichtfarben ein zweidimensionales Diagramm zur Beschreibung ausreicht, ist auf Grund des Reflexionsgrades bei Körperfarben ein dreidimensionales System notwendig.

Lichtfarbe

Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe

Der höhere Rotanteil im warmweißen Licht lässt den Raum wärmer erscheinen als mit neutralweißem Licht. Der höhere Blauanteil im tageslichtweißen Licht erzeugt eine kühlere Raumatmosphäre.
Warme Lichtfarben werden vor allem bei geringeren Beleuchtungsstärken und bei gerichtetem Licht bevorzugt, während kalte Lichtfarben bei hohen Beleuchtungsstärken und diffuser Beleuchtung akzeptiert werden. Weißes Licht wird über die Angabe von Farbtemperatur, Farbwiedergabe, Farbort und Spektrum beschrieben. Die weiße Farbtemperatur wird eingeteilt in die drei Hauptgruppen Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß. Eine gute Farbwiedergabe erzeugt bei der Beleuchtung nur eine geringe Farbabweichung. Der Farbort kennzeichnet die Farbe innerhalb des CIE-Diagramms.

Lichtfarbe

Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe Lichtfarbe

Im Vergleich zu den Grundfarben Gelb, Blau und Rot wirken die Farben Amber und Magenta in ihrem Ausdruck schwächer. Gelbe und rote Lichtfarben erzeugen eine warme Raumatmosphäre. Blaue Lichtfarben lassen einen kühleren Raumeindruck entstehen.
In der Architekturbeleuchtung werden Farben aus dem Tageslichtspektrum als natürlich empfunden: Magenta (Lichtsituation bei Sonnenuntergang), Amber (Lichtstimmung bei Sonnenaufgang), Nightblue (klarer Nachthimmel) und Skyblue (Himmelslicht bei Tag). Für farbiges Licht sind die Angaben zu Farbort und Spektrum von Bedeutung. Der Farbort wird durch Koordinaten im CIE-Diagramm angegeben. Eine Lichtfarbe kann dabei durch unterschiedliche Farbspektren gebildet werden.

Weißes Licht

Bei der Präsentationsbeleuchtung können durch den gezielten Einsatz von Lichtfarben leuchtendere Farben der beleuchteten Objekte erreicht werden. Zur Unterstützung des Tageslichtes in Büroräumen findet häufig tageslichtweißes Licht Verwendung.

Farbiges Licht

Farbiges Licht wird eingesetzt bei
- Ausstellungen
- Messeständen
- Verkaufsräumen
- Eventbeleuchtung

Farbmischung

Farbmischung Farbmischung Farbmischung Farbmischung

Lichtfarben
Die Überlagerung von Lichtfarben ist ein additiver Mischvorgang. Das Mischen zweier der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ergibt Magenta, Cyan oder Gelb. Aus dem gleichmäßigen Mischen der drei Grundfarben lässt sich weißes Licht erzeugen.

Licht- und Körperfarbe

Subtraktive Farbmischung entsteht beim Beleuchten farbiger Flächen mit farbigem Licht. Das Mischen zweier der drei subtraktiven Grundfarben Magenta, Cyan und Gelb führt zu den additiven Grundfarben Rot, Grün oder Blau. Warme Körperfarben werden durch warmweiße Lichtfarbe betont. Kalte Körperfarben erscheinen bei kalten neutralweißen, insbesondere tageslichtweißen Lichtfarben heller und gesättigter.

Das Aussehen einer Körperfarbe kann gesättigter und heller wirken, wenn ihre farbige Beleuchtung ähnlich ist. Körperfarben erscheinen weniger gesättigt, bzw. wirken dunkler, wenn die farbige Beleuchtung nicht ähnlich ist. Das tatsächliche Aussehen des Ergebnisses einer subtraktiven Farbmischung hängt von der spektralen Zusammensetzung der Mischkomponenten ab.

Farbmischung Farbmischung Farbmischung Farbmischung

Lichtfarben

Die Überlagerung von Lichtfarben ist ein additiver Mischvorgang. Das Mischen zweier der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ergibt Magenta, Cyan oder Gelb. Aus dem gleichmäßigen Mischen der drei Grundfarben lässt sich weißes Licht erzeugen.

In der Praxis empfiehlt sich bei der Beleuchtung farbiger Flächen die Durchführung von Probebeleuchtungen oder Berechnungen. Gleiches gilt für den Einsatz von Farbfiltern.

Farbwiedergabe

Die Qualität der Wiedergabe von Farben wird als Farbwiedergabe bezeichnet. Lineare Spektren besitzen eine sehr gute Farbwiedergabe. Linienspektren lassen nur eine einzelne Farbe gut wahrnehmen. Mehrlinienspektren geben mehrere Farben des jeweiligen Spektrums gut wieder, in den Zwischenbereichen ist die Farbwiedergabe schwächer. Blaue und grüne Farben erscheinen unter warmweißem Glühlampenlicht trotz hervorragender Farbwiedergabe vergleichsweise grau und stumpf. Diese Farbtöne wirken aber unter tageslichtweißem Leuchtstofflampenlicht - trotz schlechterer Farbwiedergabe - klar und leuchtend. Bei der Wiedergabe gelber und roter Farbtöne kehrt sich dies Phänomen der Abschwächung bzw. Verstärkung der Farbwirkung um.

Da das Auge sich an Licht unterschiedlichster Farbtemperaturen anpassen kann, muss die Farbwiedergabe abhängig von der Farbtemperatur bestimmt werden. Halogenglühlampen verfügen über eine sehr gute Farbwiedergabe. Die Wiedergabequalität der Leuchtstofflampen und Halogenmetalldampflampen ist gut bis mäßig. Der Grad der Farbverfälschung gegenüber einer Referenzlichtquelle wird durch den Farbwiedergabeindex Ra beziehungsweise die Farbwiedergabestufe angegeben. Der Farbwiedergabeindex findet nur Verwendung bei weißen Lichtfarben.

Farbwiedergabe

Linienspektrum

Farbwiedergabe

Kontinuierliches Spektrum

Farbwiedergabe

Mehrlinienspektrum

Gleiche Lichtfarben können aufgrund unterschiedlicher spektraler Zusammensetzung zu unterschiedlicher Wiedergabe einer Körperfarbe führen. Kontinuierliche Spektren führen zu einer gleichmäßigen Farbwiedergabe. Linienspektren geben nur einen sehr kleinen Farbbereich korrekt wieder. Mehrlinienspektren setzen sich aus verschiedenen Linienspektren zusammen und verbessern so die Farbwiedergabe. Je mehr Spektren sich zu einem kontinuierlichen Verlauf verbinden lassen, desto besser ist die Farbwiedergabe. Glühlampen verfügen über ein lineares Spektrum, Entladungslampen über ein Mehrlinienspektrum.

Farbwiedergabe

Sehr gute Farbwiedergabe ist von Bedeutung bei
- Ausstellungen
- Messeständen
- Verkaufsräumen
- Büros
- Arbeitsplätzen

Farbwirkung

Farbwirkung


- Rot ist die Farbe des Feuers und Ausdruck für Kraft, Wärme und Energie. Die Farbe wirkt dominant. Bei Hellrot tritt die Wärme zugunsten von Leichtigkeit zurück.
- Gelb ist die hellste Farbe im Farbkreis, tritt in den Vordergrund, besitzt aber nicht die Energie wie Rot.
- Blau ist die Farbe des Himmels und gehört zu den kalten Farben, die Tiefe bewirkt. Blauschwarz wirkt eher melancholisch, während Blaugrün Ruhe ausstrahlt.
- Grün ist die Farbe der Vitalität. Ihre Nuancen reichen von beruhigend bis erfrischend.
- Weiß gehört zu den Nichtfarben und bildet den Gegenpol zu Schwarz. Weiß steht für Reinheit.
- Schwarz steht für Dunkelheit, wirkt finster und negativ.
- Grau zählt zu den Nichtfarben und erscheint indifferent.

Farbwirkung

Die Wirkung von Farben erklärt sich aus dem physiologischen Blickwinkel des Farbensehens und den psychologischen Aspekten der sinnlichen Wahrnehmung. Der Reiz von Farben bewirkt Assoziationen und wird im Kontext des sozialen und kulturellen Umfeldes interpretiert. Die zu einer Farbe gehörenden verschiedenen Farbtöne können wiederum andere Wirkungen haben. Einzelne Farben können durch einen Farbkontrast in ihrer Wirkung gesteigert werden.

Farbwirkungen sind besonders von Bedeutung für
- Ausstellungen
- Messestände
- Verkaufsräume
- Restaurants

Farbkontraste

Farbe an sich

Den sieben Farbkontrasten liegt die Farbenlehre von Johannes Itten zugrunde. Dieser Ansatz basiert nicht auf physikalischen und chemischen Eigenschaften der Farbe, sondern auf deren subjektive Wirkungen.

Die Primärfarben Gelb, Rot und Blau ergeben den stärksten Kontrast. Der Farbkontrast wird bei Sekundär- oder Tertiärfarben oder bei abnehmender Sättigung schwächer.

Hell-Dunkel

Die 'Nichtfarben' Schwarz und Weiß bilden den stärksten Kontrast. Auch bei den bunten Farben wird die Wirkung deutlich. Helle Farbe neben einer dunklen Farbe wirkt stärker als neben einer gleich hellen oder helleren Farbe. Die Wirkung von Farbtönen kann durch starke Helligkeitsunterschiede verstärkt werden.

Kalt-Warm

Im Farbenkreis stehen die warmen Farben mit Rot- und Gelbanteilen den kalten, blauen Farbtönen gegenüber. Grün und Magenta bilden die neutralen Übergänge. Die Wirkung einer überwiegenden Farbe kann bei Kombination mit einem Akzent aus der Gegenfarbe gesteigert werden.

Simultan

Die Wirkung des Simultankontrastes hat ihre Ursache in der Wahrnehmungsverarbeitung des Auges. Das Auge bildet, nachdem es lange eine Farbe betrachtet und dann ein neutrales Grau sieht, einen Simultankontrast. Rot führt zu einem grünstichigen Grauton. Grün lässt eine graue Fläche rotstichig erscheinen. Farben verändern ihre Wirkung durch den Einfluss ihrer Umgebungsfarben.

Komplementär

Die im Farbkreis gegenüberliegenden Farbenpaare bilden den Komplementärkontrast aus einer Grundfarbe und der Mischfarbe aus den anderen beiden Grundfarben. Gelb - Violett weisen den größten Hell-Dunkel Kontrast auf, Orange - Blau den größten Kalt-Warm Kontrast. Rot - Grün sind in der Lichtstärke gleich. Der Komplementärkontrast bewirkt eine Steigerung der Farben in ihrer Leuchtkraft.

Qualität

Der Qualitätskontrast bzw. Intensitätskontrast beschreibt den Gegensatz von reinen Farben zu trüben Farben. Die Mischung von reinen Farben mit Grautönen lässt diese trübe und stumpf werden und die Qualität der Reinheit geht verloren. Reine Farben dominieren in ihrer Wirkung über trübe Farben.

Quantität

Der Quantitätskontrast bezieht sich auf das Größenverhältnis von Farbflächen zueinander. Eine große Farbfläche mit einer kleinen Fläche einer Kontrastfarbe steigert die Farbwirkung der Hauptfläche.

Raumfarben

Weißes Licht, das von einer farbigen Oberfläche reflektiert wird, nimmt die Farbe der Oberfläche an und wird zur vorherrschenden Lichtfarbe für den gesamten Raum. Bei farbiger Beleuchtung einer farbigen Wand kann die Wirkung verstärkt, verfremdet oder umgekehrt werden.

Die Lichtfarbe in einem Raum wird durch die Farbgebung des Raumes beeinflusst. Direktes Licht verstärkt die Lichtwirkung beim Beleuchten einer farbigen Oberfläche im Vergleich zu diffusem Licht. Die Wirkung einer Körperfarbe kann durch farbiges Licht ähnlicher Farbe verstärkt werden. Starke Farbkontraste erscheinen bei gleicher Beleuchtungsstärke heller als ein schwächerer Farbkontrast. Geringe Farbkontraste sind bei hellerer Beleuchtung besser wahrzunehmen. Innerhalb von geschlossenen Räumen wird der Effekt wegen des Phänomens der Farbkonstanz kaum wahrgenommen.

In der Praxis empfiehlt sich bei der Beleuchtung farbiger Flächen die Durchführung von Probebeleuchtungen oder Berechnungen.

Farbige Lichtakzente werden eingesetzt für
- Ausstellungen
- Messestände
- Verkaufsräume

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