Beurteilung
Ebenso wie Fotos sich nach technischen Qualitätskriterien beurteilen lassen, können Planungsbeteiligte Renderings auf Fehler überprüfen. Entscheidet häufig ein erster Eindruck über das ästhetische Gesamtbild und die Ähnlichkeit der Lichtwirkungen zur natürlichen Umgebung, so stehen verschiedene Kriterien zur kritischen technischen Beurteilung zur Verfügung. Dem Wunsch nach einer möglichst präzisen Abbildung steht der Aufwand für eine detaillierte Modellierung und eine längere Rechenzeit gegenüber. Für die jeweilige Simulation gilt es, den angemessenen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Geschwindigkeit zu finden.
Bildgestaltung
Bei der Beurteilung der Bildgestaltung stehen ästhetische Aspekte im Mittelpunkt. Die Perspektive entscheidet mit einer Isometrie, Zentralperspektive oder Zweipunktperspektive über den geometrischen oder natürlichen Eindruck. Ebenso tragen Gesamthelligkeit, Kontrast und Farbsättigung zu einer realistischen Darstellung bei. Sorgfältig definierte Oberflächen erzeugen eine wirklichkeitsnahe Impression.
Artefakte
Gute Einstellungen in der Bildberechnung lassen sich an Hand der Artefakte von Details überprüfen. Zeigen gebogene Kanten Aliasing-Effekte wie eckige Kanten und harte Übergänge auf, so deutet dies auf eine zu starke Reduzierung der Rechenleistung hin.
Oft lassen sich die Berechnungszeiten um ein Vielfaches verringern, wenn nur wenige Stichprobenpunkte genommen und miteinander geglättet verschmolzen werden. Diese Abkürzung fällt auf glatten Oberflächen nicht auf, jedoch bei kleinen, komplexen Formen wird der Fehler sichtbar. Relevanz erhält dieser Aspekt bei starken Leuchtdichtekontrasten auf Details. Ähnlich verhalten sich die Leuchtdichteverläufe auf Bauteilkanten oder der zu geringe Schatten eines Objektes, wenn die Schattigkeit im Raum zu stark interpoliert wurde.
Ein zu grobes Gitternetzraster sowie eine nicht optimierte Fügung von Bauteilen kann zu falschen Lichtverteilungen führen, bei dem zum Beispiel das Licht durch eine Wand oder Decke strahlt.
Raum mit geringen Stichprobenpunkten
Raum mit ausreichend Stichprobenpunkten
Schatten mit starker Interpolation
Detail Schatten mit starker Interpolation
Schatten mit guter Interpolation
Oberflächen mit geringen Stichprobenpunkten











