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Deutsches Technikmuseum Berlin

„Wir entdecken jetzt Dinge, die wir vorher gar nicht gesehen haben!“
Das Relighting des Deutschen Technikmuseums Berlin

Mit einer Ausstellungsfläche von rund 26.000 Quadratmetern gehört das Deutsche Technikmuseum Berlin zu den größten Häusern seiner Art in Deutschland. Vor kurzem wurde die Beleuchtung auf LED-Technik von ERCO umgestellt. Das Relighting-Projekt verdeutlicht, wie Effizienzsteigerung und Lichtoptimierung Hand in Hand gehen.

Jährlich rund 600.000 Besucher machen das im Bezirk Kreuzberg gelegene Deutsche Technikmuseum Berlin zu einem Publikumsmagneten in der facettenreichen Museumslandschaft der deutschen Hauptstadt. Die Kulturinstitution nutzt ein vielgestaltiges, aus Alt- und Neubauten bestehendes Gebäudeensemble auf dem Areal des ehemaligen Anhalter Güter- und Postbahnhofes. Sie deckt mit ihren Dauer- und Sonderausstellungen ein breites Themenspektrum ab: Neben Luft- und Schifffahrt sowie Schienen- und Straßenverkehr, die zu den Hauptattraktionen des Museums zählen, geht es hier etwa um Textil-, Nachrichten- und Filmtechnik, um Chemie und Pharmazie, um Ingenieurbauten und um das Brauereiwesen.

Deutsches Technikmuseum Berlin

Mit einem spektakulär auf dem Gebäudedach montierten Rosinenbomber erregt das Deutsche Technikmuseum Berlin Aufmerksamkeit im Stadtraum.

Energieeinsparung als Motivation

Das Relighting des Museums hatte, wie Prof. Joseph Hoppe – stellvertretender Direktor des Hauses und Treiber des Projektes – berichtet, einen langen Vorlauf. Angesichts der Klimadebatte habe er schon vor Jahren begonnen, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und dem ökologischen Fußabdruck von Institutionen zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang geriet auch das eigene Museum in den Fokus. Eine Nachhaltigkeitsstudie offenbarte – wenig überraschend –, dass die in die Jahre gekommene Beleuchtung, die wesentlich aus Leuchtstofflampen und Strahlern mit Energiesparlampen bestand, einen erheblichen Anteil am Energieverbrauch des Museums habe und in diesem Bereich ein deutliches Sparpotential vorhanden sei.
Parallel zu dieser Studie arbeitete das Museum in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin an einem Projekt zur LED-Lichttechnik namens „LED Laufsteg“, das 2015, anlässlich des Internationalen Jahr des Lichts, in der historischen Güterbahnhof-Ladestraße, einem Areal im Museum, präsentiert wurde. Das habe ihn, so Hoppe, nicht nur von der energetischen Vorteilen, sondern auch von den qualitativen Möglichkeiten der LED-Technik überzeugt. Dank eines öffentlichen Förderprogramms konnte die Finanzierung des Relightings, die über das normale Budget des Hauses nicht zu stemmen gewesen wäre, gesichert werden. Die Auftragsvergabe an ERCO im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung erfolgte auf der Grundlage einer Verbrauchsanalyse und einer Bemusterung vor Ort. Für die ERCO sprach dabei neben der Energieeffizienz und der Brillanz des Lichtes auch die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte.

Deutsches Technikmuseum Berlin

Das Licht ist punktgenau dort, wo es gebraucht wird, um Kinder für das Thema Schifferknoten zu interessieren.

Qualitativer Quantensprung in der Museumsbeleuchtung

Das Relighting des Museums zog sich über ein Jahr hin. Denn für die Montage der Lichtwerkzeuge und das Einleuchten konnten jeweils nur die Schließtage genutzt werden. Das fachlich vom Lichtplaner Karsten Krause betreute Projekt wurde abteilungsweise und in enger Kooperation mit den jeweilig zuständigen Kuratoren umgesetzt. Anfänglich standen einige Kollegen dem Relighting eher skeptisch gegenüber, bekennt Hoppe. Doch das neue Licht sprach für sich, und dann konnte es den Kuratoren gar nicht schnell genug gehen. Am Ende waren alle hoch zufrieden.
In der Tat sind allein schon die Zahlen eindrücklich: Durch die Umstellung auf LED-Technik kann das Museum jährlich 125.000 Euro an Energiekosten einsparen. Das entspricht einer Reduktion des CO2-Ausstoßes von 395 Tonnen. Hoppe wäre freilich kein Museumsmann, wenn ihm nicht ein anderer Effekt des Relighting mindestens ebenso wichtig erschiene: der qualitative Quantensprung in der Museumsbeleuchtung. „Das neue Licht ermöglicht uns und dem Publikum, Dinge zu entdecken, die wir bisher gar nicht gesehen haben. Besonders deutlich wird das etwa in der Eisenbahnausstellung. An den schwarzen Dampfloks, die extrem schwierig auszuleuchten sind, kann man jetzt auch die konstruktiven Details und die sich darin offenbarende Ästhetik der Maschine erkennen.“ Begeistert äußert sich Hoppe über die ERCO Spherolitlinsen und die damit verbundene Variabilität und Flexibilität der Leuchten: Der leicht zu bewerkstelligende Austausch der Linsen ermöglicht dem Museumsteam auch später noch ein Feilen und Nachjustieren am Licht.

Deutsches Technikmuseum Berlin

In der dicht bestückten Ausstellungshalle unterstreicht das ERCO Licht die thematische Gliederung. Gleichzeitig sind am Schlepper Kurt-Heinz alle wichtigen Elemente der Schiffsarchitektur gut erkennbar.

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Erst durch die Beleuchtung mit ERCO Strahlern wird das im Luftraum schwebende Flugobjekt für die Besucher wahrnehmbar.

Struktur durch Wahrnehmungshierarchien

Deutsches Technikmuseum Berlin

Das Licht unterstützt die gestalterische Idee, den historischen Flugzeugmotor hängend zu präsentierten.

Die lichttechnische Herausforderung

Anders als in den meisten Museen gleicht im Deutschen Technikmuseum praktisch kein Raum dem anderen – weder in Bezug auf die Architektur und die Tageslichtsituation, noch hinsichtlich des Ausstellungsguts und der Ausstellungsgestaltung. Auch bei den Objekten ist die Spannbreite enorm – eklatante Größenunterschiede verbinden sich mit einer seltenen Vielfalt an Materialien und Oberflächen. Manche Objekte stehen oder hängen offen im Raum, andere werden in Vitrinen präsentiert. Trotz der sich daraus ergebenden, äußerst unterschiedlichen Beleuchtungsanforderungen genügen nur drei ERCO Leuchtenfamilien mit Leistungen zwischen 4 und 48 Watt, um die anfallenden Aufgaben zu erfüllen: Optec, Parscan und Pollux. Optec Strahler mit 12 und 24 Watt Leistung und den Lichtverteilungen narrow spot, spot, flood, wide flood und oval flood bilden die leistungsstarke Basis der Museumsbeleuchtung. Insbesondere in hohen Räumen, in denen das Licht über weite Strecken projiziert werden muss, kommen Parscan mit 48 Watt zum Einsatz. Pollux Konturenstrahler schließlich sorgen für präzises Licht auf Bildern, Hinweisschildern und Texttafeln.
Mit dem Relighting setzt das Deutsche Technikmuseum Berlin in seinem Bereich Maßstäbe für eine zeitgemäße Museumsbeleuchtung, die für viele Jahre Bestand haben werden. ERCO untermauert hier einmal mehr seine Kompetenz auf einem lichttechnisch besonders anspruchsvollen Gebiet. Exemplarisch belegt dieses Projekt darüber hinaus die variablen, vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der ERCO Lichtwerkzeuge.

 
Deutsches Technikmuseum Berlin

Über den Autor:

Mathias Remmele arbeitet in Berlin als freischaffender Publizist und Ausstellungskurator zu Themen der Architektur- und Designgeschichte. Als Kritiker beschäftigt er sich auch mit den zeitgenössischen Entwicklungen auf diesen Gebieten. Daneben ist er als Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel tätig.

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