Flughafen München, Terminal 2

In einem Großprojekt wie dem neuen Terminal 2 des Flughafens München werden Service, Beratung und Logistik ebenso wichtig wie die Leistungsfähigkeit und Qualität der Lichtwerkzeuge selbst.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Terminals 2 im Juni 2003 dürften Kapazitätsengpässe für den erst 1992 eröffneten Flughafen vorerst kein Thema mehr sein. Das Gemeinschaftsprojekt der Flughafen München GmbH und der Deutschen Lufthansa AG, das die Passagierkapazität auf einen Schlag verdoppelt, befindet sich östlich des bestehenden Passagierbereiches in direkter Verbindung zum "Munich Airport Center" (MAC). Im Unterschied zum bestehenden Terminal 1 ist das neue Terminal nicht modular aufgebaut, sondern besteht aus einer zentralen Halle und dem rund einen Kilometer langen Pier mit seinen 114 Gates.

Die Inbetriebnahme eines so gigantischen Komplexes verlangte nach generalstabsmäßiger Planung. Dazu gehörten ausführliche Testläufe, bei denen Lufthansa-Mitarbeiter die Fluggäste spielen durften. Bei einem solchen Anlass machte unser Fotograf Frieder Blickle die Aufnahmen dieser Seite. Während rund um die Check-In-Schalter noch eifrig letzte Hand an den Bau gelegt wurde, probte das Bodenpersonal den Ernstfall. Mit Erfolg: Der Regelbetrieb startete störungsfrei.Erstmals planten und bauten Airline und Flughafenbetreiber gemeinsam ein Terminal: Die Lufthansa und ihre Partnerlinien profitieren nun von den optimalen Bedingungen des Neubaus.

Deckeninstallation im Terminal 2: Über 14.000 Lightcast Downlights lieferte ERCO just-in-time auf die Baustelle. Im Projektverlauf kristallisierte sich bei den Beteiligten als Erkenntnis heraus: Nicht allein der Preis, sondern auch Faktoren wie Montagefreundlichkeit, Service- und Logistikqualität bestimmen die Wirtschaftlichkeit eines Lichtwerkzeugs. Insbesondere bei Projekten in der Größenordung und Komplexität des Terminals 2 wird die direkte Kommunikation und der optimierte Informationsfluss zwischen Bauherren, Architekten, Fachplanern und Lieferanten zu einem entscheidenden Faktor.

Über den Check-In-Schaltern verläuft die "Medienschiene" - eine Struktur, die Beleuchtung, Verkabelung und Medientechnik integriert. In der Medienschiene sind ERCO T16-Leuchten für Leuchtstofflampen montiert. Ihre Darklightreflektoren besitzen parabolische Querreflektoren für optimalen Sehkomfort. Der Bereich hinter der Schalterzeile erhält indirektes Licht durch Parscoop Deckenfluter für Halogen-Metalldampflampen HIT-CRI 70 W.

Wo bitte geht’s zur Lounge? Immer den blauen LED-Orientierungsleuchten (Bild rechts) nach! Aber auch in den anderen Bereichen herrscht angenehme Atmosphäre durch gute Beleuchtung: Die dekorativen Großfotos mit Luftfahrt-Motiven etwa scheinen dank der Lightcast Deckeneinbau-Wandfluter beinahe aus sich selbst heraus zu leuchten.

85326 München
www.munich-airport.de
E-Mail info(at)munich-airport.de
Telefon +49 89 975-00
Telefax +49 89 975-5 79 06

Baubeteiligte
Architekt: Koch + Partner, München.
www.kochundpartner.de
Elektro-Ingenieure: Pro-Elektroplan, Ottobrunn
www.pro-elektroplan.de
Installation: ARGE Bauer Elektro GmbH + Co. KG, Buchbach, und Elektro Kreutzpointner GmbH, Burghausen
www.bauer-netz.de
www.kreutzpointner.de

Zahlen und Fakten

Passagierkapazität pro Jahr 25 Mio.
Umsteigezeit 30 min
umbauter Raum ca. 2 100 000 m³

Abmessungen:
Zentrale Halle 230 m lang, 160 m tief, 30 m hoch
Pier 980 m lang, 30 m breit, 18 m hoch

Flächen:
Bruttogeschossfläche 260 000 m²
darin enthaltene Nutzfläche:
Zentrale Halle 15 000 m²
Warteraumfläche 28 500 m²
Gepäckausgabe 11 000 m²
Lounge-Bereich 3 100 m²
Läden 10 000 m²
Gastronomie 8 000 m²

Check-in-Einrichtungen:
Gesamt 124

Gates:
Anzahl 114

Flugzeugabstellpositionen:
Gesamt 75
gebäudenah 28
Positionen mit Fluggastbrücken 24
Positionen für Regionalflugzeuge 4
Positionen auf dem Vorfeld 47

Gepäckausgabebänder:
Anzahl 7
Gesamtlänge 520 m

Sicherheitsschleusen 26
Passkontrollschalter 54
Ticketschalter 24
Transferschalter 40
Aufzüge 70
Fahrsteige 26
Rolltreppen 71
Parkhaus/Garage 6 400 Stellplätze

Kosten in EUR:
incl. Infrastruktureinrichtungen rund 1,5 Mrd.

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