Catedral de la Seo

Sie gehört zu den Hauptsehenswürdigkeiten von Zaragoza, ist teils romanisch, teils gotisch, zeigt starke mudéjarische Prägung und stellte Meister der Renaissance, des Barock und des Klassizismus in ihren Dienst. Die Catedral de la Seo, Titularkirche des Erzbischofs, hat eine lange Baugeschichte: ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1121 zurück.

Nach umfangreicher, äußerst behutsamer Restaurierung (1992-1998) erstrahlt das Innere der Kirche in neuem Glanz. Beschädigte Teile wurden wiederhergestellt, der Staub der Jahrhunderte von den Oberflächen entfernt und die Beleuchtungsanlage komplett erneuert.

Als 'immaterieller Baustoff' hatte das Tageslicht besondere Bedeutung: Fensteröffnungen wurden im Lauf der Geschichte verlegt und verändert, Kuppeln geöffnet oder mit Laternen verschlossen, je nach gewünschtem Lichteffekt und herrschendem Geschmack.

Ursprünglich dreischiffig mit Zwischenchor, besitzt die Kathedrale heute fünf Schiffe, durch Pfeiler voneinander getrennt, drei Apsiden und zahlreiche Seitenkapellen.

Die Kathedrale ist außerordentlich reich an Kunstschätzen - etwa diese Schnitzereien aus dem 14. Jahrhundert im Mudejar-Stil, der christlichen Kunst der Gotik unter maurischem Einfluss. Das gerichtete Licht unterstreicht die Lebendigkeit der biblischen Szenen.

Schon immer diente Licht als architektonische Metapher religiöser Heilsbotschaften. Von den Gestaltungsmöglichkeiten, die heutige Lichtinstrumente für die Beleuchtung sakraler Räume bieten, konnten die Baumeister der Vergangenheit jedoch nur träumen. Der Stilvielfalt in der Catedral de la Seo entspricht eine dramatische Verteilung von Licht und Schattenzonen, von Kunst- und Tageslicht.

In den fünf Hauptschiffen der Kathedrale - mit Ausnahme des Kuppelgewölbes - montierte man dazu an die Kapitelle der Säulen in ungefähr 14 m Höhe Oseris Strahler für Niedervolt- Halogenlampen 12 V / 50 W, die die Gewölbescheitel sanft ausleuchten. Stärkere Strahler der Oseris Familie beleuchten das über 38 m hohe Kuppelgewölbe.

Sowohl die architektonische Beleuchtung der Kathedrale zur Herausarbeitung des Raumes an sich - hauptsächlich durch indirektes Licht - als auch die Akzentbeleuchtung der Kunstwerke mit gerichtetem Licht waren Gegenstand der Planung, ferner eine spezielle Beleuchtung für den Gottesdienst (Konzentration auf die Altare und Bankreihen), für den Alltag und für Reinigung und Wartung (sektorielle Nutzung).

In den Kapellen mit ihren Kuppeln kamen Castor Fluter für 150 W-Halogenlampen zum Einsatz. Die Akzentbeleuchtung montierte man auf die Kapitelle der Säulen. Vor allem die Reliefs an den Kapellen des Zwischenchores, der Innenraum einiger Kapellen mit ihren Bildern und der Hauptaltar im Altarraum werden auf diese Weise optisch hervorgehoben. Hauptsächlich fanden auch hier Oseris Strahler mit 50 W/ 12 V-Niedervolt-Halogenlampen Verwendung, mit Skulpturenlinse, um den Lichtkegel elliptisch aufzuspreizen.
Die gesamte Beleuchtungsanlage wird elektronisch über einen Rechner gesteuert was eine situationsgerechte Ausleuchtung des Raumes erlaubt.

Adresse:
Plaza de la Seo
Zaragoza, Spanien

Telefon +34 97 629 1231

Öffnungszeiten Sommer:
Dienstag bis Freitag 10-14 und 16-19
Samstag 10-13 und 16-19
Sonntag 10-12 und 16-19

Öffnungszeiten Winter:
Dienstag bis Freitag 10-13 und 16-18
Samstag 10-13 und 16-19
Sonntag 10-12 und 16-18

Montags für Besucher geschlossen

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