Kohlenwäsche Zeche Zollverein

Das Industriedenkmal im Rang eines Weltkulturerbes wird zum Schauplatz für Design und Architektur von Morgen: Die Ausstellung "Entry" in der Kohlenwäsche der Zeche Zollverein - mit Licht von ERCO.

Die ehemalige Kohlenwäsche stellt das größte Bauvolumen der Zeche Zollverein in Essen dar, die in den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts als die modernste der Welt galt und heute den Rang eines Weltkulturerbes besitzt. Die nach Entwürfen von Rem Koolhaas umgebaute Industrieanlage soll zukünftig das Ruhrmuseum beherbergen. Zur Eröffnung allerdings findet hier die Ausstellung "Entry 2006" statt - eine Schau über Perspektiven und Visionen im Design (26. August bis 3. Dezember 2006).

In der umgestalteten Kohlenwäsche bilden denkmalgeschützter Bestand und moderne Einbauten reizvolle, manchmal schroffe Kontraste - wie zum Beispiel das intensiv orange gestaltete neue Treppenhaus.

Im Zuge des aufwendigen Umbaus entstanden 7.000 m² Ausstellungsfläche unterschiedlicher Ausprägung - von der luftigen Halle bis zu labyrinthishen Folgen kleiner Kabinette in den ehemaligen Kohlensilos.

Eine gigantische Rolltreppe befördert die Besucher zunächst um 24 Meter in die Höhe auf "Ebene 24". Die Empfangssituation wird künftig auch als Besucherzentrum für die Zechenanlage fungieren. Die Beleuchtung - geplant vom Büro Licht Kunst Licht - folgt einem durchgängigen Konzept, das in einem abgehängten Stahlblechprofil Kabelbrücke, Indirektbeleuchtung der Decke sowie eine 3-Phasen-Stromschiene zur Montage von Strahlern und Flutern vereint.

Dieses Multifunktionsprofil fügt sich mit seiner technischen Anmutung nahtlos in den Bestand ein und ermöglicht gleichzeitig die äußerst flexible Ausleuchtung von Verkehrszonen, Veranstaltungsräumen und Ausstellungsbereichen. Zur Inszenierung der Architekturmodelle werden beispielsweise Optec Strahler für Niedervolt-Halogenlampen eingesetzt.

Einen Höhepunkt der Schau "Entry Paradise" bildet der "Genetic Pavillon" des Architekten Chris Bosse (PTW Architects, Sydney, Bild Mitte rechts). Wachstums- und Optimierungsalgorithmen organischer Strukturen werden hier auf die Architektur übertragen. Eine temporäre Installation von ERCO varychrome Leuchten mit einer Light System DALI Anlage sorgt für einen fantastischen Fluß von Farbstimmungen.

Die farbenprächtige Lichtinszenierung macht den Genetic Pavillon mit seiner zarten textilen Hülle zum Blickfang in der Ausstellung. Nach einem ähnlichen Entwurfsprinzip bauen PTW Architects zur Zeit in Peking den "Watercube", die Schwimmhalle für die Olympischen Spiele 2008.

Entry 2006
Ausstellungsgesellschaft Zollverein mbH
Zeche Zollverein
Schacht XII, Halle 6
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
Telefon: +49(0)201-8543.253
Telefax +49(0)0201-8543-255

www.entry-2006.de
www.zollverein.de

Kohlenwäsche der Zeche Zollverein Schacht XII
Bauzeit: 1928 bis 1932
Architekten: Fritz Schupp und Martin Kremmer
Gesamtlänge: 90 m
Breite: 30 m
Höhe: 37 m (47 m im nördlichen Bauabschnitt)
Material: unten Beton mit massiven Stützen, oben Stahlskelettbau

Umbau
Masterplan Zollverein 2001: Rem Koolhaas, Office for Metropolitan Architecture (O.M.A.)
www.oma.nl

Umbau Kohlenwäsche: Arbeitsgemeinschaft O.M.A und Architektenbüro Böll / Krabel
www.architekt-boell.de/

Sanierung: seit 2003
Fläche: Bruttogrundfläche 16.000 qm, Nutzfläche: 7.500 qm, Besucherzentrum auf der Ebene 24: 1.200 qm.

Lichtplanung:
Licht Kunst Licht Bonn / Berlin
www.lichtkunstlicht.de

Genetic Pavillon
im Rahmen der Entry 2006 - Entry Paradise
Kohlenwäsche Ebene 17
Architekt: Chris Bosse / PTW Architects, Sydney
www.ptw.com.au
www.chrisbosse.de

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