Max-Ernst-Museum

Mit dem Max-Ernst-Museum bekam das Werk des Künstlers in seiner Geburtsstadt Brühl einen repräsentativen Ort. Die moderne Erweiterung eines denkmalgeschützten Altbaus erhielt eine Anerkennung im Rahmen des Licht-Architektur-Preises 2005.

Im November 2002 begann der Umbau des klassizistischen Benediktusheim von 1844 zum Max-Ernst-Museum. Als Träger fungiert eine Stiftung mit den Partnern Stadt Brühl, Kreissparkasse und Landschaftsverband. Kernstück der Museums-Sammlung sind Werke, die die Stadt Brühl seit 1969 sammelte, sowie große Konvolute aus dem Nachlaß von Max Ernst und dem Besitz weiterer Privatsammler, die die Kreissparkasse Köln 1999 erwarb.

Vom umfangreichen Volumen des Anbaus ist zunächst nur der lichte, grazile Pavillon mit Eingang und Kasse zu sehen, der sich in die U-Form des Altbaus fügt. Von hier führt eine Treppe ins Untergeschoss. Der Saal für Wechselausstellungen und ein Auditorium erstrecken sich fast unter dem gesamten neuen Vorplatz. Begehbare Glasflächen stellen den Bezug zur Oberfläche her und lassen Tageslicht in den Ausstellungssaal dringen. Im Eingangsbereich spenden Lightcast Downlights für Niedervolt-Halogenlampen blendfreies, brillantes Licht.

Die Beleuchtungstechnik im Ausstellungssaal ist in Installationskanälen in der Betondecke montiert. Dabei kombinierten die Lichtplaner von "Licht Kunst Licht" diffus abstrahlende Leuchten hinter satinierten Abdeckungen mit kardanischen Richtstrahler-Einsätzen für die Akzentbeleuchtung. ERCO 3-Phasen-Stromschienen bieten zusätzliche Montagemöglichkeiten für Strahler und Fluter. Rollos erlauben es, das durch die Oberlichter strömende Tageslicht zu dosieren. Dadurch eignet sich der Saal auch für mediale Präsentationen.

Im Altbau präsentiert sich die Dauerausstellung mit Gemälden, Grafiken und plastischen Arbeiten aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Dokumente aus dem Leben Max Ernsts runden das Bild ab. Weiße Wände und helle Holzböden schafen eine lichte Atmosphäre. Die meisten Galerieräume sind durch ihre Fenster natürlich beleuchtet. Halbtransparente Rollos dämpfen das Tageslicht auf ein konservatorisch vertretbares Maß.

Diese natürliche Grundbeleuchtung wird durch ein klassisches Galerie-Beleuchtungskonzept ergänzt: An ERCO Stromschienen sind Optec Strahler und Wandfluter montiert, um die Exponate mit Akzentlicht hervorzuheben. Der zentrale ehemalige "Tanzsaal" mit den bekannten Großskulpturen wie dem Figurenensemble "Capricorn" (Bild links) ist darüber hinaus mit Lightcast Niedervolt-Halogen-Downlights zur blendfreien Allgemeinbeleuchtung ausgestattet.

Hochwertige Lichttechnik und kompakte Abmessungen qualifizieren die Optec Strahlerfamilie für den Einsatz in Galerien mit eher intimer Atmosphäre wie im Altbau des Max-Ernst-Museums. Als Wandfluter ermöglichen sie die gleichmäßige und weitgehend reflexfreie Ausleuchtung selbst jener Werke, die aus Sicherheitsgründen hinter einer Plexiglasscheibe hängen. Für die Strahler ist Zubehör wie Schutzfilter oder Skultpurenlinsen erhältlich. Durch das Dimmpotentionmeter am elektronischen Transformator der Niedervoltstrahler können konservatorische Vorgaben zur Beleuchtungsstärke präzise eingehalten werden.

Max-Ernst-Museum
Comesstraße 42
50321 Brühl
Tel.: 0049 (0) 2232-5793110
Fax: 0049 (0) 2232-5793130
E-Mail: info(at)maxernstmuseum.de
www.maxernstmuseum.de

Fertigstellung: September 2004
Bauherr: Stadt Brühl
Dauerausstellung (Altbau): 1000m²
Wechselausstellung (UG Neubau): 500m², 5m lichte Höhe
Veranstaltungssaal: Fassungsvermögen ca. 350 Personen

Architektur:
Architektenarbeitsgemeinschaft Van den Valentyn Architektur, smo Architektur, Köln
Thomas van den Valentyn, Gloria Amling, Seyed Mohammad Oreyzi
www.vandenvalentyn.de

Lichtplanung:
Licht Kunst Licht, Bonn
www.lichtkunstlicht.de

www.licht-architektur-preis.de

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