Moderne Visionen im Licht: das Centre Pompidou Hanwha

Großer Ausstellungsraum mit großem Bild und Skulptur im Fokus.

Das Centre Pompidou Hanwha im ikonischen 63 Building in Seoul hat sich durch eine einzigartige Kooperation zwischen dem Centre Pompidou und Hanwha als herausragende kulturelle Brücke etabliert. Das Museum ist in einem gelungen umgenutzten Anbau des markanten Wolkenkratzers untergebracht. Entworfen vom renommierten Architekturbüro Wilmotte & Associés, verbindet das oft als „Lichtbox" beschriebene Gebäude traditionelle koreanische Gestaltungsmotive mit einer zeitgenössischen, lichtdurchlässigen Glashülle. Damit das Museum höchste visuelle Klarheit und kuratorische Präzision bewahrt, wurden die Ausstellungsräume mit einer dauerhaften, umfassenden Lichtinfrastruktur von ERCO ausgestattet.

Die Herausforderung: ein Wahrzeichen im Wandel

Die Innenraumgestaltung des Museums ist von zwei unterschiedlichen Ausstellungswelten geprägt, die jeweils eigene architektonische Herausforderungen mit sich bringen. Gallery 1, betreut vom Centre Pompidou, ist ein „Black Cube" mit einer eindrucksvollen, 7 m hohen schwarzen Decke. Gallery 2, die Hanwha-Galerie, erstreckt sich über die Ebenen 2 und 3 und bietet ein Split-Level-Konzept mit 3,5 m hohen weißen Decken.

Schwarze Skulptur mit LED Leinwand im Hintergrund.
Ausstellungsraum mit vielen Bildern und zentraler Skulptur.

Eine einheitliches Lichtkonzept über diese so unterschiedlichen architektonischen Volumina hinweg zu entwickeln, verlangte nach einer Lösung, die Kunst von Weltrang in Szene setzt und sich zugleich an die jeweiligen kuratorischen Anforderungen anpasst. Ziel war die Installation eines hochpräzisen, flexiblen und effizienten Systems, das den Kuratoren erlaubt, die Tiefe und die Details unterschiedlichster Kunstwerke über wechselnde, langfristig angelegte Ausstellungszyklen hervorzuheben – ohne die Integrität der Werke zu beeinträchtigen.

Ausstellungsraum mit beige-farbenem Bogen und Bildern an den Wänden.

Die Lösung: dauerhafte Präzision mit ERCO

Ein wesentlicher Erfolg dieses Projekts war die radikale Vereinfachung des Leuchtenbestands. Das Team bündelte sämtliche Lichtanforderungen in einem schlanken, hocheffizienten Portfolio auf Basis zweier zentraler Systeme: Parscan Strahler und Jilly Downlights für Stromschienen.

Ausstellungsraum mit beigen Wänden und Bildern.

Möglich wurde diese Optimierung des Leuchtenbestands durch die überlegene Vielseitigkeit der optischen Systeme von ERCO. Die Parscan Familie bietet dank austauschbarer Linsen eine unübertroffene Flexibilität. Während das System zunächst mit Linsen für spot Lichtverteilung in Betrieb genommen wurde, verschafften ergänzende flood, oval flood und wallwash Linsen dem kuratorischen Team die Beweglichkeit, die Lichtverteilung für jede Ausstellung anzupassen. Ergänzend dazu überzeugt das Jilly Downlight für Stromschienen mit außergewöhnlicher Anpassungsfähigkeit: Es verbindet den Komfort eines Downlights mit der Flexibilität eines schienengeführten Systems.

Um einen einheitlichen visuellen Standard zu erzielen, wurde die Lichtlösung mit durchgängig 4000K-LED-Modulen in allen Ausstellungsbereichen vereinheitlicht. Diese Entscheidung sorgt für eine klare, moderne Ästhetik, welche die visuelle Prägnanz der Sammlung steigert. Durch den Einsatz von High-CRI-Technologie wahrt die Beleuchtung eine strenge Farbtreue, verhindert unerwünschte Farbstiche und stellt sicher, dass die charakteristische Farbpalette der Sammlung mit höchster Genauigkeit wiedergegeben wird.

Darüber hinaus wurde Casambi Bluetooth zur Lichtsteuerung in das Projekt integriert. Diese Wahl verschafft dem Museum eine besonders agile, flexible Steuerung, mit der das Galerieteam Lichtszenen und Helligkeitsstufen mühelos an den dynamischen, sich stetig wandelnden Ausstellungsbetrieb des Museums anpassen kann.

Heller Ausstellungsraum mit chinesischem Schriftzug.

Herausragende Beleuchtung in unterschiedlichen Volumina

Eine zentrale Aufgabe dieses Projekts war der Umgang mit den unterschiedlichen architektonischen Volumina des Museums. Die Beleuchtung von ERCO ist darauf ausgelegt, lichtstarkes und präzise gelenktes Licht zu liefern, das sowohl in den aufragenden 7-m-Volumina des Black Cube als auch in den intimeren, 3,5 m hohen Räumen des White Cube hervorragend zur Geltung kommt.

Raum mit geschwungener Wand, schwarzer und Decke und schwarzem Boden.

Die Jilly Downlights für Stromschienen wurden gezielt wegen ihrer überlegenen Optiken ausgewählt, wobei unterschiedliche Baugrößen auf die jeweiligen Deckenhöhen der einzelnen Galeriezonen abgestimmt sind. Anders als herkömmliche Downlights, die bei extremen Höhen häufig zu Streulicht führen oder unzureichender Reichweite haben, sorgen die Jilly Leuchten dafür, dass das Licht genau dorthin gelenkt wird, wo es gebraucht wird. So wird störende Blendung minimiert und zugleich eine gleichmäßige, bedarfsgerechte Beleuchtungsstärke auf der Zielfläche gewährleistet. Das Ergebnis ist eine nahtlose, unaufdringliche Lichtästhetik, die über das gesamte Gebäude hinweg Einheitlichkeit bewahrt – unabhängig von Deckenhöhe oder -farbe.

Raum mit geschwungener Wand, schwarzer und Decke und grauer Säule in der Mitte.
Ausstellungsräume mit Durchgang, Blick auf Bilder und Skulptur.
Raum mit geschwungener weißer Wand, schwarzer und Decke und schwarzem Boden.
Weißer Ausstellungsraum mit Bildern an den Wänden, schwarzer Decke und schwarzem Boden.

Projektwirkung: ein bleibendes Vermächtnis

Die Installation des ERCO Lichtsystems war entscheidend dafür, das Museum als hochmodernen, dauerhaften Veranstaltungsort zu etablieren. Mit dieser Infrastruktur hat das Museum eine außergewöhnliche Vielseitigkeit erreicht. Das Zusammenspiel Casambi-gesteuerter Lichtszenen und die Möglichkeit, die Linsen der Parscan Strahler flexibel zu wechseln, erlaubt dem Galerieteam, die Beleuchtung für komplexe, vielschichtige Werke augenblicklich anzupassen – so werden Ausstellungen wie „The Cubists" stets mit der nötigen Tiefe und dem nötigen Kontrast präsentiert.

Außenansicht des Centre Pompidou Hanwha.
Schwarze Skulptur unter Tageslichtdecke.

Schließlich unterstützt die Infrastruktur eine tiefgreifende kuratorische Integrität: Die Möglichkeit, Wandflutung für räumliche Geschlossenheit mit präziser Akzentbeleuchtung für eindrucksvolle Schwerpunkte zu kombinieren, erlaubt den Kuratoren, den Blick der Besuchende wirkungsvoll zu lenken. Das Centre Pompidou Hanwha steht heute als Leuchtzeichen in Seoul, wo das Zusammenspiel der Vision von Wilmotte & Associés mit dauerhafter, zukunftsweisender Lichttechnologie ein Umfeld von Weltrang für das Erleben moderner Kunst schafft.