Magie und Präzision


Flexible ERCO Ausstellungsbeleuchtung in der Kunsthalle Z33, Hasselt
Die Kunsthalle Z33 im flämischen Hasselt ist von der italienischen Architektin Francesca Torzo preisgekrönt erweitert worden. Die kunstvolle Ausstellungsarchitektur des neuen „Flügel 19“ wird von ERCO Strahlern beleuchtet, die maximale Präzision und Flexibilität für wechselnde Ausstellungen garantieren.
In schlichter Eleganz hat die italienische Architektin Francesca Torzo in der flämischen Kleinstadt Hasselt eine architektonische Erneuerung geschaffen. Z33, ein „Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst, Design und Architektur“, befindet sich auf einem trapezförmigen ehemaligen Beginenhof innerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns, wo bereits 1958 der schwedische Architekt Gustaaf Daniëls für das zum Teil noch erhaltene Klostergelände eine erste moderne Kunsthalle entwarf.


Die Architektin Torzo ist bei ihrer Erweiterung nachdenklich und behutsam mit dem historischen Areal und der mittelalterlichen Bautradition der Stadt umgegangen. Dabei ging es zum einen um die konzeptionelle Zusammenfügung des bestehenden Bauensembles durch eine eindrucksvoll monumentale, mit circa 35.000 rautenförmigen Ziegelplatten bestückte Außenmauer. Außerdem um die Gestaltung eines Neubaus, der „Flügel 19“. Die als Szenographie angelegte Ausstellungsarchitektur des vierstöckigen „Flügel 19“ bezeichnet die Architektin als „Miniaturstadt“, als ein gebautes „Echo auf die Stadtlandschaft“ in Hasselt.
Die Beleuchtung entwarf in enger Absprache der belgische Lichtdesigner Ben Boving: „Wichtig war ein hohes Maß an Flexibilität bei der Beleuchtung für zeitgenössische Kunst in all ihren Formen.“ Eine Herausforderung stellte die komplex inszenierte Räumlichkeit des neuen Ausstellungshauses dar. Jeder Raum hat seinen eigenen atmosphärischen Charakter, der vom Licht unterstützt wird.


Im verwinkelten Ausstellungsraum „Gasse“ setzte Ben Boving ERCO Light Board Strahler mit enger Lichtverteilung ein, um einen poetischen Lichteffekt zu erzielen. Präzise gelenkt fällt das Licht von der Decke wie ein „Wasserfall“ die Wände hinab. Dedizierte optische Systeme lenken das Licht exakt und ohne Streuverluste auf die Zielfläche. So wird Licht nur dort eingesetzt, wo es benötigt wird – also maximal effektiv. Ein Eckpfeiler nachhaltiger Beleuchtung.


Im sogenannten „Turm“ wird mit natürlichem und künstlichem Licht ein Effekt erzielt, als schiene Tageslicht von oben herab in den 14 Meter hohen Ausstellungsraum. Dafür wurden an der Decke Montagepunktraster für ERCO Opton Fluter installiert und geschickt mit lichtdurchlässigen PTFE-Glasplatten verblendet. Besucherinnen und Besucher sehen nicht die Quelle des Lichts, sondern nehmen es als natürlichen Einfall wahr. Licht wird dort eingesetzt, wo es die menschliche Wahrnehmung erfordert und wo es ergänzend zum Tageslicht das Ausstellungskonzept unterstützt.


Ein besonderes Feature der neuen Z33-Ausstellungsräume sind die von römisch antikem Design inspirierten Kassettendecken. Der Lichtdesigner Boving integrierte in einige der Kassetten Montagepunkte für ERCO Parscan Strahler. Der Leuchtentyp überzeugte auch optisch. „Das runde Gehäuse von Parscan bildet einen schönen Kontrast zu den pyramidenförmigen Kassetten“, sagt Ben Boving. Im gesamten Ausstellungsbereich wurden 270 solcher flexibel nutzbaren Punktauslässe integriert: „Es ermöglicht den Kuratoren, für jede Ausstellung einen eigenen Lichtplan zu erstellen.“



Die durchdachte Beleuchtung ist charakteristisch für die feinsinnig funktional umgesetzte Z33-Erneuerung, die 2022 auf der Shortlist des „Mies van der Rohe Award“ stand.
So ist mit viel Präzision und Gespür für den „Genuis loci“ ein Ausstellungsort von stiller Magie entstanden, dem es gelingt, ohne sich aufzudrängen, wahrhaft spektakuläre Architektur zu sein.
