Bildbeleuchtung: Einzelbilder präzise ausleuchten.
Wählen Sie die Lichtverteilung für jedes Einzelbild bewusst aus.
Prüfen Sie anschließend die Bildgröße, den Abstand zum Bild und die kuratorische Haltung.
Entscheiden Sie anschließend, ob Akzentlicht, Framing, Flutung oder Wandflutung das Werk hervorheben oder es ruhig in den Raum einbinden soll und bestimmen somit die richtige Lichtverteilung.
Lassen Sie die verschiedenen Lichtszenen auf sich wirken
Projektion oder Reflexion – worin liegt der Unterschied?
Lichttechnik präzise einsetzen
Nutzen Sie Strahler, Fluter und Wandfluter als flexible Werkzeuge für die Kunstbeleuchtung. Setzen Sie damit Akzente, beleuchten Sie Flächen gleichmäßig und inszenieren Sie Exponate wirkungsvoll.
Achten Sie dabei auf eine präzise Lichtlenkung. Denn nur, wenn das Licht die Zielfläche erreicht, arbeitet eine Leuchte effizient. Vermeiden Sie Streulicht. Es mindert Präzision, Sehkomfort und Wirtschaftlichkeit.
Planen Sie deshalb mit hochwertiger Linsentechnik. Kollimatoren und austauschbare Spherolitlinsen lenken das Licht gezielt. Es entstehen klare Lichtverteilungen und effiziente Beleuchtungen.
Wandflutung gezielt einsetzen
Wandflutung
Nutzen Sie vertikale Beleuchtung, um Gemälde und Fotografien als ruhige Einheit zu präsentieren. Beleuchten Sie Wände gleichmäßig. So entsteht ein klarer Hintergrund, der die Kunstwerke sichtbar macht und dem Raum Struktur verleiht. Planen Sie effizient. Mit hochwertiger Linsentechnologie erreichen Sie oft bereits mit wenigen Leuchten eine gleichmäßige Wandflutung. Vergleichen Sie Lichttechnik nicht nur anhand von Lux-Werten. Ausschlaggebend sind die Gleichmäßigkeit, die Präzision und die Wirkung auf der vertikalen Fläche.

Flutung differenziert planen
Nutzen Sie Fluter, um großformatige Bilder effizient und präzise auszuleuchten. Wählen Sie die Lichtverteilung passend zum Exponat aus. Linsen lenken das Licht dabei gezielt auf die Fläche.
Setzen Sie ovale Lichtverteilungen für längliche Werke oder Texte ein. So beleuchten Sie die Fläche mit einer passenden Lichtverteilung statt mit mehreren Spots. Das reduziert Aufwand und Kosten. Weniger Leuchten vereinfachen zudem die Planung, Einrichtung und den Anschluss.
Testen Sie den Unterschied
Haben Sie den Unterschied gesehen?
3 Spots oder 1 oval flood Lichtverteilung? Beleuchten Sie längliche Exponate nicht mit mehreren aneinandergereihten Spots, wenn eine ovale Lichtverteilung möglich ist.
Der Planungsaufwand steigt und die Übergänge zwischen den Lichtkegeln können sichtbar werden. Nutzen Sie stattdessen die oval flood Lichtverteilung. So können Sie die Fläche mit nur einer Leuchte präzise, gleichmäßig und effizient beleuchten.
Hierarchien mit Licht schaffen
Setzen Sie Strahler ein, um Exponate gezielt hervorzuheben. Arbeiten Sie mit unterschiedlichen Beleuchtungsniveaus. So lenken Sie den Blick und schaffen klare Wahrnehmungshierarchien im Raum.
Nutzen Sie präzise Linsentechnik. Vermeiden Sie Streulicht. So steigern Sie Effizienz, Präzision und Wirkung der Beleuchtung. Planen Sie das Akzentlicht bewusst. Es macht wichtige Objekte sichtbar und intensiviert das Kunsterlebnis.
Wechselbare Optiken flexibel nutzen
Wählen Sie die Lichtverteilung passend zur Aufgabe. Nutzen Sie narrow spot Lichtverteilungen für kleine Kunstwerke oder über große Distanzen, Konturenstrahler für exakt begrenzte Projektionsflächen und extra wide flood Verteilungen für großflächige Flutung aus kurzer Distanz. Trennen Sie Lichtwirkung und Leuchtenform. So bestimmen Sie den Ausstrahlungswinkel unabhängig vom Design der Leuchte. Planen Sie mit System. Strahler, Fluter, Wandfluter und Konturenstrahler bieten passende Werkzeuge für präzise Kunst- und Ausstellungsbeleuchtung.
Einzelbilder mit Akzentlicht hervorheben
Setzen Sie Akzentbeleuchtung ein, um einzelne Bilder gezielt sichtbar zu machen. Lenken Sie den Blick mit klar ablesbaren Lichtkegeln direkt auf das Werk. So erhält das Bild mehr Präsenz als der umgebende Raum. Nutzen Sie gerichtetes Licht, um Brillanz und Modellierung zu erzeugen. Es macht Flachreliefs plastischer und feine Texturen besser lesbar.

Zoomstrahler variabel einsetzen
Stellen Sie den Ausstrahlungswinkel stufenlos ein. So können Sie das Licht flexibel an Format, Abstand und Exponat anpassen. Nutzen Sie Zoomstrahler insbesondere für Wechselausstellungen mit unterschiedlichen Bildformaten. Dank des Zoombereichs von spot bis wide flood lässt sich der Lichtkegel flexibel an kleine, mittlere und große Werke anpassen. Richten Sie das Licht außerdem so aus, dass keine störenden Verschattungen durch Besucherinnen und Besucher entstehen. Dafür ist der Museumswinkel von 30° das richtige Mittel.

Die Kunst des Framings: Einzelbilder gezielt hervorheben
Setzen Sie Akzentlicht ein, um einzelne Bilder oder Infotexte klar hervorzuheben. Präzise Lichtkegel oder gerahmtes Linsenlicht lenken den Blick direkt auf das Werk und betonen es gegenüber dem umgebenden Raum.
Nutzen Sie gerichtetes Licht, um Brillanz, Modellierung und feine Texturen zu erzeugen – besonders bei Flachreliefs. Prüfen Sie bei jeder neuen Hängung die Ausrichtung der Strahler und passen Sie die Akzente im Raum exakt an.
Lichtwirkung und Leuchtenanordnung
Framing präzise einsetzen
Erzeugen Sie mit Framing eine nahezu magische Lichtwirkung für Ihre Gemälde. Stimmen Sie die Lichtfläche exakt auf die Bildgröße ab und schaffen Sie so eine klare Randbegrenzung. Die umliegende Wand bleibt im Dunkeln. So tritt nur das Werk selbst hervor, als würde es aus sich heraus leuchten.
Die intuitiven Schieberegler begrenzen die Lichtfläche präzise auf das Bild. Wählen Sie narrow Framing für kleine Exponate aus größerer Beleuchtungsdistanz. Nutzen Sie wide Framing für große Werke aus kurzer Distanz.
Mit dunklem Hintergrund den Fokus setzen
Empfindliche Kunstwerke dürfen in Ausstellungen nur wenig Licht ausgesetzt werden (50 lx). Um die Kunstwerke im Raum auf diesem Niveau hervorzuheben, halten Sie die Grundbeleuchtung niedrig und planen dunkle Wandfarben. Durch den erzielten Helligkeitskontrast wirkt das Bild heller, auch wenn es nur mit 50 lx beleuchtet wird.
Planen Sie die Beleuchtungsstrategie bewusst. So verbinden Sie konservatorische Anforderungen mit einem intensiven Kunsterlebnis.
Reliefs und Texturen betonen: Struktur mit Streiflicht zeigen
Setzen Sie gerichtetes Licht ein, um Schatten, Brillanz und eine plastische Wirkung zu erzielen.
Wenn Formen, Reliefs und Texturen klar lesbar werden sollen, arbeiten Sie mit flach einfallendem Licht. Brillantes Licht macht Details sichtbar, diffuses Licht reduziert die Erkennbarkeit. Der Einfallswinkel des Lichts kann Details betonen und sogar überbetonen.
Vermeiden Sie zu viel diffuses Licht und Streulicht, da es Oberflächen glättet, Kontraste schwächt und die Wertigkeit mindert. Seien Sie vorsichtig bei steilen Lichteinfallswinkeln und tiefen Bilderrahmen. Der sich auf der Bildleinwand ergebende Schattenwurf sollte möglichst gering sein.
Betonen Sie die Struktur
Geschichte und handwerkliche Qualität zeigen. Wie mache ich Textur, Textil und Relief mit Licht sichtbar?
Nutzen Sie Licht, um Oberflächen nicht nur zu beleuchten, sondern sie auch erlebbar zu machen.
Texturen beleuchten
Texturen, textile Strukturen und Reliefs benötigen gerichtetes Licht, klare Kontraste und eine präzise Lichtverteilung. Erst das Zusammenspiel von Licht und Schatten macht Fasern, Gewebe, Körnung, Kanten und plastische Formen sichtbar.
Setzen Sie Akzentlicht gezielt ein. Ein seitlicher Lichteinfall modelliert flache und erhabene Strukturen besonders wirkungsvoll. Je steiler der Einfallswinkel, desto deutlicher treten Schatten und Oberflächenzeichnung hervor. So gewinnen Textilien an Tiefe, Reliefs an Plastizität und feine Texturen an Präsenz.
Setzen Sie diffuses Licht nur sparsam ein, denn es reduziert Kontraste, erzeugt keine harten Schatten und nimmt so häufig den Materialien ihre Wertigkeit.
Textile Exponate wirken dann flach, Reliefs verlieren ihre räumliche Wirkung und Strukturen bleiben für das Auge schwer erfassbar. Planen Sie deshalb gezielt mit markanter Akzentbeleuchtung zur detailreichen Modellierung und für etwaige Brillanzeffekte.
Wählen Sie die Lichtverteilung passend zum Objekt aus. Nutzen Sie narrow spot oder spot Lichtverteilungen, um Details, Kanten oder einzelne Bereiche hervorzuheben. Setzen Sie oval flood Verteilungen ein, wenn längliche Textilien, Wandbehänge oder Reliefzonen gleichmäßig betont werden sollen. Arbeiten Sie mit Wandflutung, wenn textile Flächen als ruhige Einheit erscheinen sollen.
Prüfen Sie den Blickwinkel der Besucherinnen und Besucher. Vermeiden Sie störende Reflexe durch glänzende Materialien im Bild oder dem Glas aus konservatorischen Gründen.
Vermeiden Sie ebenfalls harte Eigenverschattungen und Blendung. Neigen Sie die Strahler im Museumswinkel von 30° aus, sodass die Oberflächenstruktur, der Materialcharakter und die räumliche Tiefe klar erkennbar bleiben.
Machen Sie mit einer guten Lichtplanung die Materialität eines Objekts sichtbar. Das richtige Licht macht nicht nur das Objekt selbst, sondern auch seine Oberfläche, seine Geschichte und seine handwerkliche Qualität sichtbar.
Machen Sie Strukturen erlebbar
Museumswinkel: Bilder im 30°-Winkel blendfrei ausleuchten
Planen Sie die Anordnung der Leuchten bereits in der Entwurfsphase. Bestimmen Sie die Abstände zwischen Strahlern, Wandflutern und Wänden gezielt. Nutzen Sie Faustformeln, um die Anzahl der Leuchten und ihre Positionen schnell abzuschätzen.
So entwickeln Sie ein belastbares Lichtkonzept, können die Raumwirkung und Orientierung frühzeitig prüfen und schaffen die Grundlage für eine präzise Lichtberechnung.
Wie gehe ich mit Verschattung und Reflexen um?
Stromschienen flexibel nutzen
Planen Sie Stromschienen als flexible Basis für wechselnde Lichtaufgaben. Positionieren, verschieben und ergänzen Sie Strahler, Fluter und Wandfluter je nach Ausstellung. Schnell und immer im Museumswinkel. Setzen Sie enge Lichtverteilungen ein, um kleine Objekte und Architekturdetails brillant hervorzuheben.
Für größere Exponate, Raumzonen und einen weiten Raumeindruck nutzen Sie breite Lichtverteilungen. Ergänzen Sie Wandfluter, um vertikale Flächen gleichmäßig zu beleuchten. So wirken Räume heller, klarer und repräsentativer.
Prüfen Sie den Einfallswinkel bewusst.
Ein Einfallswinkel von 30° ist ideal, bei gerahmten Bildern vermeidet dieser Winkel zu starke Schatten, weder durch den Rahmen noch durch den Betrachter. Prüfen Sie Texturen, Pinselstriche und Reliefs kritisch. Eine steile Lichtführung kann Strukturen überzeichnen und die Wirkung verfälschen. Achten Sie auf tiefe Bildrahmen. Bei steilem Lichteinfall unter 30° und einem tiefem Bilderrahmen, entsteht ein breiter Schattenstreifen auf der Leinwand und unterhalb des Bildes auf der Wand. Planen Sie den Winkel so, dass Helligkeit, Modellierung und Sehkomfort im Gleichgewicht bleiben.
Museumswinkel nutzen
Planen Sie die Akzentbeleuchtung von Bildern mit einem Einfallswinkel von 30°. So erzielen Sie eine hohe und gleichmäßige Helligkeit auf der Bildfläche. So modellieren Sie Texturen, Pinselstriche und Reliefs differenziert. Strukturen bleiben lebendig, ohne überzeichnet zu wirken. Vermeiden Sie durch eine Ausrichtung der Strahler in 30° Lichteinfallswinkel störende Reflexblendung auf verglasten Bildern.
Einfallswinkel von über 30° sollten vermieden werden.
Vermeiden Sie bei Bildern Einfallswinkel von deutlich mehr als 30°. Prüfen Sie die Position der Besucherinnen und Besucher. Bei einer Lichtführung deutlich über 30° können sie das Werk selbst verschatten. Achten Sie außerdem auf verglaste oder glänzende Exponate. Reflexblendung kann die Bildinformation beeinträchtigen. Beleuchten Sie Reliefs so, dass Licht und Schatten plastisch wirken. Zu flaches Licht reduziert die Modellierung und macht Strukturen weniger lesbar.
Faustregel Akzentbeleuchtung
Planen Sie die Beleuchtung von Bildern mit einem Lichteinfallswinkel von 30°. So akzentuieren Sie das Werk effizient, ohne die Bildwirkung durch starke Schatten zu verzerren.
Faustregel Wandfluter
Planen Sie Wandfluter mit einem Wandabstand von etwa einem Drittel der Raumhöhe. So erreichen Sie eine gleichmäßige vertikale Beleuchtung.
Stimmen Sie auch den Abstand der Leuchten untereinander ab. Für eine gute Längsgleichmäßigkeit kann dieser bis zum 1,3-Fachen des Wandabstandes betragen.
Nutzen Sie diese Faustformeln früh im Entwurf, um eine effiziente und sichere Wandflutung zu planen. Ein Bild auf Augenhöhe mit einem 30-Grad-Museumswinkel entspricht an der Decke dem Punkt für die Drittel-Wandflutungsregel. Daher genügt oft eine Stromschien.
Die erste Lektion ist geschafft – weiter so!
Die wichtigsten Punkte
- 1Nutzen Sie Zoomstrahler insbesondere für Wechselausstellungen mit unterschiedlichen Bildformaten, um den Lichtkegel dank des Zoombereichs von Spot bis Wide Flood flexibel an kleine, mittlere und große Werke anzupassen.
- 2Setzen Sie gerichtetes Licht ein, um Schatten, Brillanz und eine plastische Wirkung zu erzielen, da zu viel diffuses Licht Oberflächen glättet und die Wertigkeit mindert.
- 3Vermeiden Sie bei Bildern Einfallswinkel von deutlich mehr als 30°.
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