Arbeit am Bildschirm

Sehkomfort am Büroarbeitsplatz

Tradierte Planungsansätze überdenken

Die traditionelle quantitative Bürobeleuchtung fokussiert sich vornehmlich auf horizontale Sehaufgaben und vernachlässigt dabei die heute am Schreibtisch typische Blickrichtung mit dem Computermonitor im Zentrum. Dadurch gewinnt der umgebende Raum an Bedeutung. Planer sind somit aufgefordert, normative Mindeststandards um die Grundsätze einer wahrnehmungsorientierten Lichtplanung zu ergänzen.

Die Blickrichtung am Arbeitsplatz

Heutzutage ist eine ausschließlich horizontale Beleuchtung von Büroarbeitsplätzen unzureichend. Der Blick auf den eigenen Schreibtisch zeigt, dass vertikale Flächen zu ca. 80% die visuellen Informationen unseres binokularen Sehfelds bestimmen.

Sehkomfort durch vertikale Beleuchtung

Für hohen Sehkomfort bei der Arbeit am Monitor ist eine visuell ruhige Umgebung wichtig. So ermöglichen unter anderem gleichmäßig beleuchtete Flächen hinter dem Bildschirm konzentriertes Arbeiten, da das Auge auf ein Helligkeitsniveau adaptieren kann. Der Mindeststandard der EN 12464-1 entspricht mit einer Gleichmäßigkeit >0,1 noch keiner uniformen Beleuchtung. Empfehlenswert ist eine Uniformität von mindestens 0,3.

Risiken fehlender Wandflutung

Fehlt eine ausreichende Helligkeit auf vertikalen Flächen hinter dem Monitor, steigt mit dem Kontrastverhältnis zwischen Vorder- und Hintergrund das Risiko einer Belastung der Augen. Wird die Helligkeit des Bildschirms nicht nachgeregelt, kann das Auge aufgrund der ständigen Adaptation zwischen hell leuchtendem Bildschirm und dunklen Wandflächen ermüden.

MAM asset 2017501
Sichtbereiche
MAM asset 2017501
MAM asset 2017592