Danubiana Meulensteen Art Museum


Das im Jahr 2000 gegründete Haus, vom slowakischen Galeristen Vincent Polakovic sowie dem holländischen Unternehmer und Kunstmäzen Gerard H. Meulensteen initiiert, ist das erste und bisher einzige Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in der Slowakei. Die Sammlung besitzt internationales Format, weist aber - entsprechend der Herkunft der Gründer - regionale Schwerpunkte auf. Sie umfasst neben Gemälden und Zeichnungen auch eine Vielzahl von Skulpturen, die zu einem erheblichen Teil im parkartig angelegten Außenraum platziert sind.
Das privat betriebene Museum beeindruckt nicht nur durch seine Sammlungspräsentation, die immer wieder durch Sonderausstellungen ergänzt wird, sondern auch durch seine Architektur sowie durch seine ebenso einzigartige wie spektakuläre Lage. Auf einer schmalen Halbinsel inmitten der Donau situiert, ist der Museumskomplex zu drei Seiten vom namensgebenden Fluss umgeben, der an dieser Stelle seines Laufes eine Breite von mehreren Kilometern aufweist. Das Danubiana wirkt hier wie ein Schiff im Strom. Der Fluss ist auch im Inneren des Museums immer wieder präsent, indem sich viele Galerien durch großflächige Fenster zur Umgebung hin öffnen und das Wasser so Teil der Ausstellungsräume zu werden scheint.




Jüngst nun wurde das Museum nach Plänen des Architekten Jan Kukula und des in Bratislava ansässigen Büros Atelier 008 erheblich erweitert. Der im September 2014 eingeweihte Neubau – in der Slowakei soeben zum „Bau des Jahres“ gekürt - ist, ebenso wie das ursprüngliche Museumsgebäude, komplett mit Lichtwerkzeugen von ERCO ausgestattet. Das gilt nicht nur für die eigentlichen Ausstellungsräume, sondern auch für den Shop, die Cafeteria und den Außenraum.
In den meisten Ausstellungsräumen wird eine optimale Belichtung der Kunstwerke durch eine Kombination der Leuchten Pantrac und Light Board erreicht. Während die Pantrac Linsenwandfluter mit neutralweißer Lichtfarbe für eine perfekt gleichmäßige Ausleuchtung der Wandflächen sorgen, setzen die auf die einzelnen Bilder ausgerichteten Light Board Strahler mit warmweißem Licht Akzente. Das rückt die Kunstwerke optisch in den Vordergrund. Zugleich bringt es ihre Farben und Oberflächentexturen besonders eindrücklich zur Geltung. Pantrac und Light Board harmonisieren aber nicht nur in ihrer Wirkung, sondern auch in ihrer schlichten, geradlinigen Erscheinung. Es ist genau diese Verbindung von Effizienz und formaler Zurückhaltung, die diese Leuchten im Museumskontext so erfolgreich macht.
In den kleiner dimensionierten Galerien des Danubiana kommen Light Board Leuchten auch mal solo als Linsenwandfluter oder in Partnerschaft mit Pollux Konturenstrahler zum Einsatz. So etwa in einem schmalen, langgezogenen Ausstellungskabinett, in dem vorwiegend relativ kleinformatige Bilder und Skulpturen gezeigt werden. Hier gelingt mit Pollux eine brillante, randscharfe Ausleuchtung der Kunstwerke, deren Detailreichtum auf diese Weise besonders gut zur Geltung kommt. Nach einer ganz anderen Lichtlösung verlangte die groß dimensionierte Ausstellungshalle des Altbaus. Eine gleichmäßige Grundbeleuchtung wird hier durch das Zusammenspiel der Deckeneinbauleuchten Compact und Quintessence erzielt, die trotz der Deckenhöhe jedes Objekt präzise ausleuchtet.
Im Shop des Museums findet wiederum die Leuchte Light Board Anwendung – als Wandfluter im Bereich der Regale und als Strahler im Bereich der Warenpodeste. In der Cafeteria schließlich sind es Parscan Leuchten, die den Raum ebenso unaufdringlich wie angenehm erhellen.




Der rund 8000 Quadratmeter große Skulpturenpark ist ein bedeutender Teil des Danubiana Meulensteen Art Museums. Die hier präsentierten, meist raumgreifende Plastiken entfalten - vor allem in der Dämmerung - eine beeindruckende Präsenz und Wirkung. Das verdanken sie nicht zuletzt ihrer Beleuchtung durch die speziell für den Außenraum entwickelten Scheinwerfer beziehungsweise Fluter der Leuchtenserien Lightscan und Grasshopper, die hier jeweils in Abhängigkeit von der Größe der Objekte zum Einsatz kommen. Bemerkenswert ist speziell die Fernwirkung der in grandioser Natur und Architektur eingebetteten Kunst, die aus den hohen Lichtströmen von Lightscan resultiert. Die ERCO Leuchten spielen hier ihre wesentlichen Stärken aus: präzise Lichtführung und hervorragende Energieeffizienz. Und damit die Besucher beim nächtlichen Spaziergang durch den Skulpturenpark am Ende nicht vom Weg abkommen, bieten ihnen die Pollerleuchten Kubus eine sichere Orientierung. Ihr Licht, das dank Dark Sky Technologie nur unterhalb der Horizontallinie auftrifft, stiehlt den Skulpturen nicht die Show, sondern leitet die Flanierenden sicher durch den Park.
ERCO beweist mit den vielfältigen Produktkonstellationen im Danubiana einmal mehr, dass die flexiblen LED-Lichtwerkzeuge unterschiedlichsten Beleuchtungsanforderungen in idealer Weise gerecht werden. Das gilt für die hohen Ansprüchen an eine exakte, akzentuierende Museumsbeleuchtung ebenso, wie für das Bedürfnis nach einer aufmerksamkeitslenkenden, attraktiven Warenpräsentation oder nach einer stimmungsvollen, wohnlichen Café-Beleuchtung, die durch hohen Sehkomfort überzeugt. Die Kombination verschiedener ERCO Produkte ermöglicht im Danubiana die Umsetzung eines differenzierten Lichtkonzepts, das flexibel auf wechselnde räumliche Situationen reagiert und das Licht dabei völlig selbstverständlich setzt.



Mathias Remmele arbeitet in Berlin als freischaffender Publizist und Ausstellungskurator zu Themen der Architektur- und Designgeschichte. Als Kritiker beschäftigt er sich auch mit den zeitgenössischen Entwicklungen auf diesen Gebieten. Daneben ist er als Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel tätig.