Empfangsbereich beleuchten: Qualität statt reiner Lux-Werte
Nutzen Sie Licht, um Foyers einladend und repräsentativ in Szene zu setzen. Der erste Eindruck entsteht schließlich bereits beim Betreten des Raums.
Ein gut beleuchtetes Foyer vermittelt Haltung, Identität und Wertigkeit. Licht schafft Orientierung, führt Besucherinnen und Besucher intuitiv durch den Raum. Licht verbindet Funktion, Stimmung und Architektur zu einer freundlichen Einladung.
Denken Sie in Lichtqualitäten statt nur in Lux-Werten
Planen Sie Foyers in Lichtqualitäten! Normen liefern wichtige Kennwerte für Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit. Doch sollten Sie auch qualitative Kriterien berücksichtigen.
Ergänzen Sie die quantitative Lichtplanung daher durch qualitative Kriterien.
Beachten Sie dabei aber, dass die Sicherheit eines Foyers in Normen und Unfallverhütungsvorschriften geregelt ist und die vorgegebenen Beleuchtungsstärken einzuhalten sind. Weitere Sehaufgaben wie Orientierung, Atmosphäre, Wohlbefinden und Identität benötigen ihre Aufmerksamkeit.
Betrachten Sie den Raum aus der Perspektive der Wahrnehmung. Stellen Sie sich vor, wie Besucherinnen und Besucher den Eingang erleben. Sie brauchen in erster Linie Orientierung. Vergessen Sie aber darüber nicht die Stimmung im Foyer.
Setzen Sie Licht gezielt ein, um Sehaufgaben zu unterstützen und psychologische Bedürfnisse zu erfüllen. So entsteht eine angenehm einladende Wohlfühlatmospäre im Foyer, die zudem auch die Normen für eine sichere Nutzung erfüllt.
Quantitative und qualitative Lichtplanung vergleichen
Eine qualitative Lichtplanung verbindet Technik, Gestaltung und menschliche Wahrnehmung zu einem stimmigen Gesamterlebnis. Entwickeln Sie eine wahrnehmungsorientierte Planung.
Entwickeln Sie eine wahrnehmungsorientierte Planung. Machen Sie gestalterische, technische und energetische Potenziale sichtbar. Analysieren Sie zunächst die Ausgangssituation.
Im Foyer treffen Empfang, Aufenthaltsbereiche, eine Tageslichtfassade und eine Treppe zu den Seminarräumen aufeinander. Lassen Sie einen großzügigen Raumeindruck durch Wandflutung auf Wand gegenüber dem Eingang entstehen. Planen Sie dann quantitativ nach Norm und Funktion. Verkehrsflächen benötigen eine horizontale Beleuchtungsstärke von 100 lx mit hoher Gleichmäßigkeit.Am Empfangstresen sind mindestens 300 lx erforderlich.
Setzen Sie breit strahlende LED-Downlights ein, wenn eine gleichmäßige Grundbeleuchtung gefragt ist. Entscheiden Sie zwischen den Lösungen quantitativ normal und verwenden Downlights oder qualitativ mit Wandflutung und zum Beispiel Zonierung bei Tischen.
Mit der normalen Lösung erfüllen Sie mit einem regelmäßigen Raster die Normwerte effizient und sorgen Sie dadurch für eine gute Übersicht. Wenn Sie sich für die qualitative Lösung entscheiden, haben Sie einen anderen Energieeinsatz.
Nutzen Sie den Vergleich als Planungsgrundlage. Es wird sichtbar, wo quantitative Beleuchtung Sicherheit und Normerfüllung bietet. Sie erzielen so gleichzeitig eine qualitative Lichtplanung für Orientierung, Atmosphäre und räumliche Qualität.
Versammlungspunkte im Museumsfoyer mit Akzentlicht verdeutlichen
Heben Sie Kunstwerke, Architekturelemente oder besondere Bereiche mit Licht hervor. Sie lenken die die Aufmerksamkeit gezielt auf wichtige Punkte, wie Infopoint oder Treffpunkte für Führungen.
Arbeiten Sie mit höherer Helligkeit oder mit kalter, beziehungsweise warmer Farbtemperatur. Beide Mittel schaffen Kontraste und machen Objekte klar sichtbar.
Nutzen Sie gerichtetes Licht. Strahler und Scheinwerfer setzen präzise Akzente, die Fokus und Orientierung im Raum schaffen.
Inszenieren Sie die Bereiche im Foyer stimmungsvoll
Akzentbeleuchtung verstehen
Setzen Sie Akzentlicht ein, um Objekte oder Architekturelemente gezielt hervorzuheben. Enge Lichtkegel lenken die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche.
Nutzen Sie die Helligkeit, um eine visuelle Hierarchie zu schaffen, da die hellste Fläche im Raum auch als die wichtigste wahrgenommen wird. Trennen Sie Wichtiges von Unwichtigem.
Mit Akzentbeleuchtung rücken Sie Exponate, Empfangsbereiche oder besondere Architekturelemente in den Vordergrund. Modellieren Sie Formen und Oberflächen. Gerichtetes Licht erzeugt Schatten, Brillanz und eine plastische Wirkung. Arbeiten Sie mit klaren Kontrasten. Ein Helligkeitskontrast von 1:10 wirkt stark und hebt Objekte deutlich von der Umgebung ab. Sie schaffen damit Fokus, Orientierung und eine klare Wahrnehmungshierarchie im Raum.
Farbiges Akzentlicht einsetzen
Nutzen Sie Farbtemperaturkontraste, um die Wirkung von Objekten in einem Raum subtil zu differenzieren. Das schafft Atmosphäre, Tiefe und visuelle Spannung.
Nutzen Sie Farbtemperaturkontraste, um die Wirkung von Objekten in einem Raum subtil zu differenzieren. Das schafft Atmosphäre, Tiefe und visuelle Spannung.
Kombinieren Sie farbiges Akzentlicht mit farbiger Hintergrundbeleuchtung. So beeinflussen Sie, wie stark ein Objekt hervortritt oder zurücktritt.
Reduzieren Sie dazu die Helligkeit im Hintergrund. Dadurch nimmt die Farbsättigung des Objekts im Vordergrund zu. Beachten Sie außerdem die räumliche Wirkung von Farben. Blaue Töne treten optisch eher zurück. Magenta wirkt präsenter und rückt visuell nach vorn. So steuern Sie mit Farbe nicht nur die Stimmung, sondern auch die Wahrnehmung, die Tiefe und die Blickführung.
Farbige Lichtwirkungen verstärken
Nutzen Sie farbiges Licht, um Beleuchtungswirkungen gezielt zu intensivieren. Farbe verändert Kontraste, Atmosphäre und räumliche Wahrnehmung. Arbeiten Sie mit starken Farbkontrasten. Diese erhöhen die wahrgenommene Helligkeit und machen Lichtwirkungen markanter.
Setzen Sie hohe Helligkeitskontraste bewusst ein. Damit verstärken Sie die Farbwirkung und lassen Objekte prägnanter hervortreten. Setzen Sie rötliche Filterfarben ein und erzeugen Sie warme, lebendige Eindrücke. Setzen Sie kühlen, bläulichen Lichtfarben ein, erzeugen Sie atmosphärische Tiefe. Diese schaffen Distanz, Ruhe und eine besondere Raumstimmung.
Steuern Sie mit dem Einsatz von RGBW-Leuchten, Helligkeit und Kontrast die Wirkung von Licht präzise.
Weiche Grundhelligkeit: mit Licht im Foyer willkommen heißen
Gestalten Sie mit Licht den Raum hell und freundlich. Akzentuieren Sie Empfangs- und Infotheken gezielt durch ein höheres Helligkeitsniveau, um den Raum zu strukturieren und die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken.
Identifizieren Sie die vertikalen Flächen, um den Helligkeitseindruck zu generieren. Beleuchten Sie die Arbeitsplätze und Personen. Lenken mit dieser Lichtgestaltung die Besucherströme intuitiv.
Gut abgeblendete Leuchten sichern einen hohen Sehkomfort für Gäste und Mitarbeitende. Es entsteht ein Empfangsbereich, der einladend wirkt und zugleich eine repräsentative Präsenz zeigt.
Testen Sie die unterschiedlichen Lichtstimmungen
Mit Licht einen homogenen Hintergrund erzeugen
Nutzen Sie Wandflutung, um Empfangsbereiche hell und freundlich zu gestalten. Eine gleichmäßig beleuchtete Rückwand schafft Ruhe, Offenheit und Orientierung.
Setzen Sie Wandfluter als Deckeneinbauleuchten oder an der Stromscheine ein. Sie leuchten auch hohe Wände effizient und gleichmäßig aus. Machen Sie vertikale Flächen zu Informationsträgern. Logos, Banner oder Hinweistafeln treten auf hell gefluteten Wänden klar hervor.
Betonen Sie die Weite. Vertikale Beleuchtung lässt Foyers großzügiger wirken. Nutzen Sie die Wandflutung auch in hinteren Raumbereichen. So unterstützen Sie die Wegeführung und machen das Gebäude intuitiv lesbar.
Mit Licht einen homogenen Hintergrund erzeugen
Nutzen Sie Wandflutung, um Empfangsbereiche hell und freundlich zu gestalten. Eine gleichmäßig beleuchtete Rückwand schafft Ruhe, Offenheit und Orientierung.
Setzen Sie Wandfluter als Deckeneinbauleuchten oder an der Stromscheine ein. Sie leuchten auch hohe Wände effizient und gleichmäßig aus. Machen Sie vertikale Flächen zu Informationsträgern. Logos, Banner oder Hinweistafeln treten auf hell gefluteten Wänden klar hervor.
Betonen Sie die Weite. Vertikale Beleuchtung lässt Foyers großzügiger wirken. Nutzen Sie die Wandflutung auch in hinteren Raumbereichen. So unterstützen Sie die Wegeführung und machen das Gebäude intuitiv lesbar.
Objekte mit Licht akzentuieren
Setzen Sie Akzentbeleuchtung gezielt ein, um Hierarchien im Raum zu schaffen. Sie lenken so den Blick der Besucher und erleichtern ihnen die Orientierung.
Nutzen Sie dazu unauffällige Lichtquellen. Deckeneinbaustrahler sind optisch dezent und ermöglichen Flexibilität in der Ausrichtung für wechselnde Exponate oder Signage.
Arbeiten Sie mit gerichtetem Licht. Es hebt einzelne Blickfänge wie Wandobjekte präzise hervor. Sie können damit auch ganze Bereiche akzentuieren. Informationstresen, Besprechungstische oder Aufenthaltszonen erhalten so mehr Präsenz. Auf diese Weise entsteht ein klar strukturierter Raum, der Orientierung bietet und wichtige Punkte sichtbar macht.
Zonierte Grundhelligkeit schaffen
Nutzen Sie Licht für eine klare, gut lesbare Gliederung des Raumes. Verwenden Sie Für hohe Räume enge Lichtverteilungen wählen um Risiko von Blendung zu minimieren. Diese Leuchten eignen sich besonders gut für eine horizontale Grundbeleuchtung ohne Blendung.
Schaffen Sie Lichtinseln für Sitzbereiche im Raum. Setzen Sie dafür leistungsstärkere oder dichter angeordnete Strahler ein. Ergänzen Sie die Grundbeleuchtung gezielt. Ausgerichtete Strahler oder Pendelleuchten eignen sich beispielsweise zur zusätzlichen Betonung einzelner Zonen.
Beleuchten Sie Verkehrszonen direkt und in Relation zur Raumwirkung akzentuierter. Damit gewinnen Wege, Übergänge und Aufenthaltsbereiche an Präsenz.
Objektbeleuchtung für Infotresen und Key-Exponate: architektonische Identität stärken
Geben Sie Ihren Besucherinnen und Besuchern im Foyer schnell Orientierung. Nutzen Sie Licht, um die Empfangstheke, die Wege und die Exponate klar zu gliedern. Planen Sie unauffällige Deckeneinbauleuchten oder kleine Strahler an Stromschienen, um Lichtquelle und Lichtwirkung voneinander zu trennen.
Setzen Sie mit Richtstrahlern gezielte Akzente, Planen Sie flutende Lichtverteilungen, um große Flächen, Objekte und Exponate zu beleuchten. Mit Wandflutern betonen Sie die Raumtiefe.
Differenzierte Beleuchtung einsetzen
Kombinieren Sie Akzentlicht, Fluter und Wandfluter zu einer ausgewogenen Lichtlösung. So unterstützen Sie die verschiedenen Funktionszonen im Foyer gezielt.
Setzen Sie Akzentlicht für Empfangstheke und Displays ein. Es lenkt den Blick und schafft klare Hierarchien. Fluter eignen sich für größere Objekte oder Präsentationsflächen. So entsteht eine ruhige, gleichmäßige Ausleuchtung.
Ergänzen Sie Wandfluter für vertikale Flächen. Sie betonen die Raumtiefe, stärken die Orientierung und sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre im Empfangsbereich.
Sehr enge Akzentbeleuchtung einsetzen
Nutzen Sie Einbaustrahler, um Exponate kontrastreich in Szene zu setzen. Heben Sie einzelne Objekte gezielt aus der Umgebung hervor. Wählen dafür einen Strahler mit sehr engem Lichtkegel, mit einer Lichtverteilung von weniger als 10°. Dieses stark gebündelte Licht lenkt den Blick klar auf das Exponat.
Aus kurzer Distanz wirkt die Lichtverteilung sehr eng , bei größerer Distanz in hohen Foyers erzielt dieser sehr enge Spot jedoch die Wirkung eines Spots. Wenn Sie das berücksichtigen, entsteht eine präzise Akzentbeleuchtung mit hoher Präsenz und klarer Wahrnehmungshierarchie.
Lichtfokus mit mehreren engen Strahlern
Setzen Sie die Einbaustrahler kreisförmig über der Empfangstheke ein. So entsteht ein klarer Lichtfokus im Raum.
Erzeugen Sie einen starken Helligkeitskontrast zur Umgebung. Die Theke tritt deutlich hervor und wird als zentraler Anlaufpunkt erkennbar. Bei großen Raumhöhen wählen Sie die Lichtverteilung "Narrow Spot". Der sehr enge Lichtkegel bündelt das Licht präzise auf die Theke.
Damit beleuchten Sie ausschließlich den Empfangsbereich, vermeiden Streulicht und schaffen eine klare Wahrnehmungshierarchie.
Eventbeleuchtung im Museum: Empfang, Gala und Feiern mit Licht inszenieren
Inszenieren Sie den Raum, die Location, für Ihre Gäste mit differenziertem Licht. Durch stimmungsvolles Licht und dynamische Lichtszenen mittels Lichtsteuerung entsteht die passende Atmosphäre für Gala, Empfang und Feier.
Kombinieren Sie Akzentlicht, Wandflutung, Lichtvouten und dekoratives Licht. Schaffen Sie an runden Tischen private Kommunikationsinseln und setzen Sie Tanz- oder Musikbereiche gezielt in Szene.
Inszenieren Sie den Raum
Balancieren Sie die Beleuchtung am Tag aus
Nutzen Sie Wandbeleuchtung, um das Tageslicht im Raum auszugleichen. Sie reduzieren damit den Kontrast zur hellen Fensterseite und schaffen einen angenehmen Raumeindruck.
Beleuchten Sie vertikale Flächen gleichmäßig. Lassen Sie den Raum großzügiger, ruhiger und ausgewogener wirken.
Setzen Sie Akzentlicht gezielt an den Tischen ein. Brillantes Licht hebt die Tischzonen hervor und schafft eine festliche Atmosphäre – auch am Tag.
Beleuchtung am Abend inszenieren
Setzen Sie die Tische gezielt ins Licht. Es entstehen private Zonen für Gespräche, Begegnungen und festliche Momente.
Nutzen Sie dekorative Lichtdetails
Eine Lichtvoute an der Decke und abgependelte Leuchten schaffen beispielsweise ein elegantes Ambiente. Dimmen Sie die Wandflutung bewusst. Die Raumgrenzen bleiben subtil erkennbar, ohne den Fokus von den Tischen zu nehmen. Sie erhalten mit dieser Herangehensweise die Balance im Raum. Der Saal wirkt dann atmosphärisch, aber nicht dunkel.
Projektionen flexibel inszenieren
Nutzen Sie Gobomotive, um Ihre Veranstaltungsthemen sichtbar zu machen. Ihr geplantes Licht wird zum Medium für flexible Kommunikation im Raum.
Setzen Sie Projektionen gezielt als gestalterisches Element ein. Logos, Muster oder Motive schaffen Wiedererkennung und stärken die Atmosphäre. Passen Sie durch Projektionen den Raum schnell an Anlass, Stimmung und Dramaturgie der Veranstaltung an.
Farbige Beleuchtung inszenieren
Nutzen Sie farbiges Licht, um Wände lebendig und atmosphärisch zu gestalten. In Kombination mit Projektionen erzielen Sie eine kontrastreiche Raumwirkung.
Setzen Sie Farbe gezielt als Stimmungsträger ein. Ergänzen Sie die farbige Wandbeleuchtung mit neutralem Akzentlicht. Die Tische bleiben bei guter Farbwiedergabe brillant beleuchtet und Personen, Speisen oder Dekorationen sind unverfälscht wahrnehmbar.
Achten Sie auf eine gute Farbwiedergabe auf den Tischen im farbigen Umfeld, damit Essen seine richtige Farbe behält und appetitlich bleibt. Sie verbinden damit eine lebendige Atmosphäre mit Sehkomfort, Lichtqualität und Appetitlichkeit.
Sie haben die erste Lektion abgeschlossen – weiter so!
Die wichtigsten Punkte
- 1Gobo-Projektionen und steuerbare Lichtszenen ermöglichen eine schnelle Anpassung des Raumdesigns an das jeweilige Eventthema und die Dramaturgie.
- 2Ein höheres Helligkeitsniveau an Empfangs- und Infotheken schafft klare visuelle Hierarchien und führt Gäste automatisch an die richtigen Anlaufstellen.
- 3Spezialisierte Lichtverteilungen wie „Oval Flood“ ermöglichen eine hocheffiziente, passgenaue Beleuchtung länglicher Objekte ohne ungenutztes Streulicht.
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