Mit Licht führen: Wahrnehmungsdramaturgie im Museum
Realisieren Sie durch unterschiedliche Lichtszenen mehrere Identitäten. Eine Steuerung macht Ihnen eine Programmierung und einfachen Abruf möglich.
Aktivieren Sie je nach Anlass die passenden Lichtszenen. Der Allgemeinmodus sorgt für Orientierung und Führung.
Im Eventmodus wird die Grundbeleuchtung gedimmt und es werden Lichtinseln für Begegnung geschaffen. Im kohärenten Modus werden Grund- und Akzentlicht zu einer hochwertigen Rauminszenierung kombiniert.
Führen sie die Besucherinnen und Besucher des Museums anhand von gut ausgeleuchteten Räumen, wecken Sie ihre Neugier indem entfernte Räume hell und gut sichtbar sin
Mit Licht führen: Wahrnehmungsdramaturgie im Museum
Mit Licht Hierarchien bilden. Durch Helligkeitskontraste Dramaturgie schaffen
Kontraste bewusst einsetzen
Nutzen Sie Helligkeitsunterschiede, um Dramaturgie zu erzeugen. Kontraste lenken die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche. Setzen Sie Objekte durch Helligkeit gezielt in Szene. In unserer Wahrnehmung erscheinen sie wichtiger als ihre dunklere Umgebung.
Planen Sie nicht nur nach absoluter Helligkeit. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Umgebung und Akzent. Arbeiten Sie mit einem Kontrast von 1:10. So entsteht eine klare Differenzierung zwischen Objekt und Umfeld.
Reduzieren Sie die Grundbeleuchtung, wenn Sie eine besonders dramatische Atmosphäre schaffen möchten. Eng strahlende Akzente erzeugen Brillanz, Tiefe und eine markante Modellierung mit Licht und Schatten.
Kontrast gezielt verstärken
Achten Sie auf ein klares Verhältnis zwischen Umgebung und Akzent. Bei einem Helligkeitskontrast von etwa 1:5 tritt die Differenzierung oft nicht deutlich genug hervor.
Führen Sie den Blick bewusst. Ist der Kontrast zu gering, verliert der Infotresen an Präsenz. Senken Sie die Grundbeleuchtung im Umfeld. So tritt der Akzent stärker hervor. Erhöhen Sie alternativ die Beleuchtungsstärke an der Typowand. Schaffen Sie mehr visuelle Spannung und lenken die Aufmerksamkeit gezielt auf die Information.
Kontrast klar erhöhen
Planen Sie Helligkeitskontraste bewusst ein. Bei einem Verhältnis von 1:2 zwischen Umgebung und Objekt entsteht keine klare Hierarchie mehr.
Vermeiden Sie monotone Lichtwirkungen. Setzen Sie die Akzente zu schwach, wirkt der Raum gleichförmig und wenig differenziert. Nutzen Sie Licht und Schatten zur Modellierung. Erst deutliche Kontraste machen Wege, Informationen und Angebote klar sichtbar.
Stärken Sie die Akzentbeleuchtung gezielt. So heben Sie zum Beispiel die Garderobe aus der Umgebung hervor und leiten die Besucherinnen und Besucher sicher durch den Raum.
Museumsempfang beleuchten: Orientierung und klarer Dialog am Empfangstresen
Beleuchten Sie den Empfangstresen sowohl repräsentativ als auch funktional. Er ist der erste Kontaktpunkt, ein Arbeitsplatz und eine zentrale Informationsstelle.
Schaffen Sie harmonische Helligkeit auf Gesichtern, im Dialog mit Besucherinnen und Besuchern. Unterstützen Sie mit horizontalem Licht die Arbeit am Tresen. Sie helfen damit den Mitarbeitenden Fragen zu Ausstellung, Eintritt, Garderobe, Treppen, Aufzügen und WCs schnell und unkompliziert beantworten zu können.
Beleuchten Sie den Museumsempfang
Empfangstresen funktional und repräsentativ beleuchten
Beleuchten Sie den Empfangstresen, der ein zentraler Kontaktpunkt zu den Besucherinnen und Besuchern ist. Kombinieren Sie eine repräsentative Lichtwirkung mit funktionalem Arbeitslicht.
Achten Sie auf Gesichter. Verwenden Sie Beleuchtungselemente mit einer guten zylindrischen oder halb zylindrischen Beleuchtungsstärke.
Sorgen Sie dafür, dass die Mitarbeitenden am Empfang freundlich und gut erkennbar sind und gutes Licht für ihre Aufgaben haben. Beleuchten Sie zugleich die Arbeitsfläche. Unterstützen Sie durch ausreichende horizontale Beleuchtung konzentriertes Arbeiten. Nutzen Sie Deckeneinbauleuchten, um ein ruhiges Deckenbild zu erzielen. Sie treten optisch zurück und lenken die Aufmerksamkeit auf den Empfangsbereich.
Wählen Sie Lichtverteilungen passend zur Form des Tresens. Mit gezieltem Licht wird der Tresen klar hervorgehoben. Setzen Sie effiziente Lichtverteilungen wie »Oval Flood« ein. Beleuchten Sie den Empfangsbereich präzise, gleichmäßig und wirtschaftlich.
Empfangszonen mit Pendelleuchten und Lichtstrukturen gestalten
Markieren Sie den Tresen als klaren Orientierungspunkt. Nutzen Sie dafür nicht nur eine prägnante Lichtwirkung, sondern auch sichtbare Leuchten oberhalb des Tresens. Die Besucherinnen und Besucher erkennen den Anlaufpunkt schneller.
Setzen Sie zum Beispiel Pendelleuchten über dem Empfangstresen ein. Sie ziehen die Blicke auf sich und markieren den Tresen als eigene Zone im Raum.
Nutzen Sie bewusst niedrige Lichtpunkt, aber oberhalb des Blickfeldes während eines Dialogs. Dadurch entsteht eine persönlichere Atmosphäre im Dialog zwischen Besucherinnen, Besuchern und Mitarbeitenden. Achten Sie auf breite Lichtverteilungen mit guter Abblendung. Leuchten Sie damit den Tresen gleichmäßig aus und achten Sie darauf, dass die Gesichter klar erkennbar sind.
Grundbeleuchtung mit Lichtstrukturen
Arbeiten Sie mit Lichtstrukturen, wenn Sie den Empfang räumlich stärker verorten möchten. Ein zur Decke gerichteter Lichtanteil erzeugt indirektes Licht und hellt die Decke über dem Tresen auf. Ergänzen Sie nach unten gerichtete Strahler mit »Oval Flood«.
Sie erreichen dadurch eine effiziente, ruhige und präzise Beleuchtung des Empfangstresen. Pendelleuchten und Lichtstrukturen schaffen Orientierung, ziehen die Blicke auf sich und sorgen für eine einladende Empfangsatmosphäre.
Wegeleitsystem mit Licht gestalten: Treppen, Aufzüge und Garderobe im Museum
Führen Sie Menschen in großen öffentlichen Bauten sicher durch das Gebäude. Heben Sie Verkehrswege, Treppenhäuser und Aufzüge visuell hervor.
Nutzen Sie lineare Beleuchtung, um Wege klar vorzuzeichnen. Markieren Sie als Beispiel Garderoben oder Toiletten als Zielpunkt mit vertikaler Beleuchtung aus der Ferne. Dadurch leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Orientierung und Sicherheit im Gebäude und ermöglichen eine intuitive Wegeführung.
Wie mache ich das? Mit Licht klar führen, sicher lenken, intuitiv informieren
Raumtiefe mit Licht staffeln
Machen Sie die Begrenzungsflächen des Raums sichtbar. Beleuchtete Wände schaffen Übersicht und unterstützen die Orientierung in großen Gebäuden. Nutzen Sie die Wandflutung im hinteren Raumbereich. Wandfluter, auch mit unterschiedlichen Montagearten, erzeugen einen hellen, ruhigen Hintergrund.
Wecken Sie Interesse durch einen klaren Raumeindruck.Vertikale Beleuchtung zeigt die Dimensionen des Raums und macht die Wegeführung verständlich. Setzen Sie Streiflicht ein. Sie markieren damit Wände, Aufzugsschächte oder architektonische Elemente präzise.
Staffeln Sie den Raum in der Tiefe. Licht macht Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund lesbar und führt sicher durch das Gebäude.
Mit Licht gezielt markieren
Heben Sie Treppen, Rolltreppen und Aufzüge mit Akzentlicht hervor. Sie erleichtern den Besucherinnen, Besuchern und Nutzenden die Orientierung im Gebäude. Setzen Sie dazu Einbaustrahler am Fuß von Treppen oder vor Aufzügen ein.
Dort markieren Lichtakzente wichtige Anlaufpunkte und Übergänge. Nutzen Sie gerichtetes, brillantes Licht für Leitsysteme. Hinweisschilder, Wegweiser und markante Objekte werden so schneller erkennbar.
Führen Sie mit Licht sicher durch Gebäude, machen Sie Erschließungspunkte sichtbar und schaffen Sie auf diese Weise eine intuitive Wegeführung im Gebäude.
Mit Licht die Umgebung erkennen
Die Grundbeleuchtung sorgt für eine grundlegende Helligkeit im Raum, die eine sichere Orientierung ermöglicht.Planen Sie eine flächige, horizontale Beleuchtung und schaffen Sie damit eine gute Orientierung.
Beleuchten Sie die verschiedenen Gebäudebereiche entsprechend ihrer Funktion. So werden Zonen leichter wiedererkennbar. Nutzen Sie Licht als Orientierungshilfe. Unterschiedliche Helligkeiten und Lichtwirkungen machen Wege, Aufenthaltsbereiche und Zielpunkte intuitiv lesbar.
Sie haben die zweite Lektion abgeschlossen – großartig!
Die wichtigsten Punkte
- 1Realisieren Sie durch unterschiedliche Lichtszenen mehrere Identitäten, um je nach Anlass den Allgemeinmodus für Orientierung, den Eventmodus mit Lichtinseln oder den kohärenten Modus für eine hochwertige Rauminszenierung zu aktivieren.
- 2Kombinieren Sie eine repräsentative Lichtwirkung mit funktionalem Arbeitslicht, indem Sie ausreichende horizontale Beleuchtung auf der Arbeitsfläche mit effizienten Lichtverteilungen wie »Oval Flood« nutzen.
- 3Heben Sie Treppen, Rolltreppen und Aufzüge mit Akzentlicht hervor, um Erschließungspunkte und Übergänge als wichtige Anlaufpunkte visuell sichtbar zu machen.
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