LED-Binning: Definition und Kriterien
Bei der LED-Produktion sind Streuungen hinsichtlich technischer Eigenschaften der LEDs unvermeidbar. Für die weitere Vermarktung sortieren die LED-Hersteller daher ihre LEDs nachträglich nach festgelegten messbaren Aspekten in sogenannte „Bins“ (engl. für Gefäße). Der ganze Prozess wird dementsprechend LED-Binning genannt.


Was sind die Kriterien eines LED-Binnings?
Beim Binning werden die LEDs unter anderem nach genauem Farbort, Lichtstrom und Vorwärtsspannung sortiert. Die Farbtemperatur wird bereits vor der Produktion festgelegt.
Die Sortierkriterien eines LED-Binnings sind:
- Der genaue Farbort, angegeben als x-y-Koordinaten der CIE-Normfarbtafel
- Die von der LED abgegebene Menge an Licht, der sogenannte Lichtstrom, gemessen in Lumen
- Die Vorwärtsspannung (Volt). Sie bezeichnet die Spannung, die im Betrieb an der LED abfällt, d.h. zwischen ihren Anschlüssen messbar ist. Die Vorwärtsspannung definiert zusammen mit dem Betriebsstrom die elektrische Leistung einer LED.
Heute orientiert sich für hochwertige LEDs und Anwendungen das Binning von Farbort und Farbtemperatur an den SDCM (Standard Deviation of Colour Matching)-Ellipsen. Die vorher gebräuchlichen, durch das ANSI (American National Standards Institute) definierten BINs ließen deutlich sichtbare Farbunterschiede zu.
Was ist ein gutes LED-Binning?
Im Rahmen des Binnnings erfolgt für die einzelnen Merkmale eine Gruppierung mit einer bestimmten Streuung. Je kleiner die tolerierte Streuung ist, desto ähnlicher sind die Eigenschaften der darin enthaltenen LEDs. Man spricht hier auch von einem „engeren“ Bin. Die Streuung innerhalb eines Bins bestimmt also die Konsistenz von Lichtqualität und Effizienz für alle Leuchten, die mit LEDs aus diesem Bin hergestellt werden.









