Lichtstärke: Erklärung der photometrischen Größe

Darstellung der Lichtstärke (Candela) als Lichtstrom pro Raumwinkel.

Die Lichtstärke (I) ist der von einer Lichtquelle emittierte Lichtstrom (Φ) pro Raumwinkel (Ω) mit der Einheit dient Candela (cd). Sie ist eine der sieben Basisgrößen des internationalen Einheitensystems. Im Gegensatz zu Kilogramm oder Sekunde bezieht die Lichtstärke jedoch die menschliche Wahrnehmung mit ein. Die räumliche Verteilung der Lichtstärke einer Lichtquelle bildet den Lichtstärkeverteilungskörper. Ein Schnitt durch diesen Körper ergibt die Lichtverteilungskurve.

Eine ideale, punktförmige Lichtquelle strahlt ihren Lichtstrom gleichmäßig in alle Richtungen des Raumes ab, ihre Lichtstärke ist in allen Richtungen gleich. In der Praxis ergibt sich jedoch stets eine ungleichmäßige räumliche Verteilung des Lichtstroms. Das wird teils durch den Aufbau der Leuchtmittel bedingt, teils durch gezielte Lenkung der Leuchte bewirkt. Es ist also sinnvoll, ein Maß für die räumliche Verteilung des Lichtstroms, d. h. die Lichtstärke des Lichts anzugeben.

In welcher Einheit gibt man die Lichtstärke an?

Candela (cd) als Einheit der Lichtstärke ist die Grundeinheit der Photometrie, von der alle weiteren lichttechnischen Größen abgeleitet werden. Ursprünglich wurde die Einheit Candela durch die Lichtstärke einer normierten Kerze definiert – „Candela“ ist lateinisch für „Kerze“.

Wie wird die Lichtstärke berechnet?

Zur Berechnung der Lichtstärke (I in cd) wird der Lichtstrom (Φ in lm) durch den Raumwinkel (Ω in sr) , geteilt. Der Raumwinkel ist der sich von der Lichtquelle aufspannende dreidimensionale Winkel. Das heißt die Formel lautet: I = Φ/Ω