Glossar 4014

Glossar

A
  • Abblendkappe
    Abblendelement zur Abschirmung der direkten Lichtanteile der Lampe in Abstrahlrichtung der Leuchte. Der Lichtkegel wird auf die Hauptausstrahlungsrichtung begrenzt und die Streulichtanteile werden reduziert bzw. vermieden.


  • Abblendwinkel
    Winkel, oberhalb dessen keine gerichtete Reflexion der Lichtquelle im Reflektor sichtbar ist. Bei Darklightreflektoren ist der Abblendwinkel mit dem Abschirmwinkel identisch.


  • Abschirmwinkel
    Bei Downlights Winkel zwischen der Horizontalen und einer Geraden, die vom Leuchtenrand zum Rand der Lichtquelle verläuft. Neben dem Abblendwinkel ein Maß für den Sehkomfort einer Leuchte.


  • Absorption
    Fähigkeit von Stoffen, Licht weder zu reflektieren noch zu transmittieren. Maß ist der Absorptionsgrad, der als das Verhältnis von absorbiertem zu auftreffendem Lichtstrom definiert ist.


  • Adaptation
    Anpassung des Auges an die Leuchtdichten im Sehfeld. Erfolgt zunächst durch Vergrößerung oder Verkleinerung der Pupille, in weit größerem Umfang jedoch durch Empfindlichkeitsänderung der Netzhautrezeptoren und dem Wechsel zwischen Zapfensehen und Stäbchensehen (siehe auch Auge).


  • Adapter
    Element zur mechanischen und elektrischen Verbindung einer Leuchte, insbesondere eines Strahlers oder Fluters, mit einer Stromschiene.


  • Additive Farbmischung
    Bezeichnung für die Mischung von Farben durch Hinzufügen von Spektralbereichen. Die Farben der additiven Farbmischung sind nach der Drei-Farben-Theorie die Komplementärfarben der Grundfarben (Rot, Grün, Blau). Das gleichmäßige Mischen der drei Grundfarben erzeugt weißes Licht.


  • Akkomodation
    Anpassung des Auges, um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf abbilden zu können. Erfolgt durch Verformung der Augenlinse.


  • Akzentbeleuchtung
    Betonung einzelner Raumbereiche oder Objekte durch gezielte, über dem Niveau der Allgemeinbeleuchtung liegende Beleuchtung.


  • Allgebrauchslampe
    Glühlampe


  • Allgemeinbeleuchtung
    Einheitliche Beleuchtung eines gesamten Raums ohne besondere Berücksichtigung einzelner Sehaufgaben.


  • Anschlussleistung
    Die Summe der Nennleistungen aller elektrischen Verbrauchsgeräte ergibt die Anschlussleistung.


  • Anschlussleistung der Beleuchtung
    Die maximale Leistung der gesamten Beleuchtungsinstallation, unabhängig vom tatsächlichen Energieverbrauch.


  • Arbeitsplatzbeleuchtung
    Allgemein für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen. Speziell für eine über die Allgemeinbeleuchtung hinausgehende, auf die jeweilige Sehaufgabe abgestimmte Zusatzbeleuchtung von Arbeitsplätzen.


  • Arbeitsplatzleuchten
    Vorwiegend mit energiesparenden kompakten Leuchtstofflampen oder Halogen-Glühlampen ausgerüstete Leuchte mit frei positionierbarem Leuchtenkopf und guter Abblendung zum Einsatz an unterschiedlichen Arbeitsplätzen.


  • Architekturbeleuchtung
    Bezeichnung für Beleuchtungskonzepte mit Tageslicht und Kunstlicht, wobei die technische Lösung integraler Bestandteil der Architektur ist.


  • Aufhelllicht
    Beleuchtungsart, die mit einem weichen Licht unauffällig ein Objekt, eine Situation oder einen Schatten aufhellt, ohne vom Betrachter bewusst wahrgenommen zu werden. Das Aufhelllicht ergänzt das Hauptlicht.


  • Auge
    Das Auge ist ein optisches System, bei dem die Hornhaut und die verformbare Linse für die Abbildung der Umgebung auf die Netzhaut sorgen; die Iris sorgt durch Anpassung der Pupillenöffnung für eine grobe Steuerung der einfallenden Lichtmenge. In der Netzhaut werden die auftreffenden Lichtreize durch Rezeptoren in neuronale Impulse umgesetzt. Das Auge besitzt zwei Rezeptorsysteme, das Stäbchen- und das Zapfensystem. Die Stäbchen sind dabei relativ gleichmäßig über die Netzhaut verteilt, sie sind sehr lichtempfindlich und erlauben ein weitwinkliges Sehen bei geringen Beleuchtungsstärken (skotopisches Sehen). Die Sehschärfe ist jedoch gering, Farben werden nicht wahrgenommen. Die Zapfen sind dagegen vorwiegend in der Netzhautgrube (Fovea) konzentriert, die sich in der Sehachse befindet. Sie ermöglichen scharfes, farbiges Sehen in einem begrenzten Blickwinkel, erfordern aber hohe Beleuchtungsstärken (photopisches Sehen).


  • Ausstellungsbeleuchtung
    Eine auf die visuelle Betonung von Exponaten abgestimmte Beleuchtung; sie kann flächig oder akzentuiert ausgeführt sein. Im Museums- und Galeriebereich spielt der Lichtschutz eine besondere Rolle.


  • Ausstrahlungswinkel
    Halbstreuwinkel


B
  • Beleuchtungsstärke
    Einheit Lux (lx)
    Die Beleuchtungsstärke ist als das Verhältnis des auf eine Fläche fallenden Lichtstroms zur Größe dieser Fläche definiert.


  • Bestrahlungsstärke
    Bezeichnet die Strahlungsleistung je Quadratmeter Fläche; maximaler Wert für das Tageslicht circa 1 kW/m2.


  • Betriebsgeräte
    Einrichtungen, die für den Betrieb von Lichtquellen benötigt werden. Vorwiegend handelt es sich hierbei um strombegrenzende Vorschaltgeräte und Start- bzw. Zündgeräte für den Betrieb von Entladungslampen sowie um Transformatoren für den Betrieb von Niedervolt-Halogenlampen.


  • Bildschirmarbeitsplatzbeleuchtung
    Durch Richtlinien und Verordnungen stark reglementierte Beleuchtung im Verwaltungsbau; gekennzeichnet durch Anforderungen an Beleuchtungsniveau, Lichtverteilung und Leuchtdichtebegrenzung, insbesondere zur Vermeidung von Lichtreflexen auf Bildschirmen, Arbeitsflächen und Tastaturen.


  • Blendschutz
    Sonnenschutz


  • Blendschutzklappen
    Bezeichnung für rechteckig angeordnete Abblendklappen, wie sie vor allem bei Bühnenscheinwerfern zur Verringerung der Direktblendung verwendet werden.


  • Blendung
    Sammelbegriff für die Verminderung der Sehleistung oder die Störung der Wahrnehmung durch hohe Leuchtdichten oder Leuchtdichtekontraste einer visuellen Umgebung. Unterschieden wird zwischen der physiologischen Blendung, bei der eine objektive Verminderung der Sehleistung vorliegt und der psychologischen Blendung, bei der eine subjektive Störung der Wahrnehmung durch das Missverhältnis von Leuchtdichte und Informationsgehalt des betrachteten Bereichs entsteht. Die Blendung kann durch die Lichtquelle selbst verursacht werden (Direktblendung) oder durch Reflexion der Lichtquelle entstehen (Reflexblendung).


  • Bodeneinbauleuchte
    Eine im Boden bündig eingebaute Leuchte hoher Schutzart; sie dient der Wegeführung ebenso wie der dramatischen Beleuchtung von Objekten und Architekturdetails.


  • Bodenfluter
    Leuchtentyp, der einzeln oder in Reihung über dem Boden in und auf Wänden platziert wird. Er beleuchtet den Bodenbereich gleichmäßig und blendungsfrei.


  • Brechung
    Richtungsänderung des Lichts beim Wechsel zwischen Medien unterschiedlicher Dichte. Die Brechkraft eines Mediums wird durch den Brechungsindex angegeben.


  • Brillanz
    Lichtwirkung auf glänzenden Oberflächen oder transparenten Materialien. Brillanz entsteht durch Spiegelung der Lichtquelle oder Brechung des Lichts; sie ist vom gerichteten Licht punktförmiger Lichtquellen abhängig.


  • Bürobeleuchtung
    Orientiert sich speziell an den Anforderungen für Bildschirmarbeitsplätze; siehe Bildschirmarbeitsplatzbeleuchtung. Man unterscheidet Allgemeinbeleuchtung, arbeitsplatzorientierte Allgemeinbeleuchtung und individuelle Arbeitsplatzbeleuchtung.


C
  • Candela, cd
    Einheit der Lichtstärke; Grundgröße der Lichttechnik. 1 cd ist definiert als die Lichtstärke, die von einer monochromatischen Lichtquelle mit einer Strahlungsleistung von 1/683 W bei 555 nm abgegeben wird.


  • Coolbeam
    Kaltlichtreflektor


D
  • DALI
    Abkürzung für Digital Addressable Lighting Interface


  • Dämmerungssehen
    Mesopisches Sehen


  • Dark Sky
    Begriff in der Lichtplanung für eine Beleuchtung, die Lichtverschmutzung im Außenraum vermeidet, um eine Aufhellung des Nachthimmels auszuschließen.


  • Dark Sky Technik
    SpezielleTechnik für Linsensysteme und Reflektoren, bei der keine Lichtabstrahlung oberhalb der Leuchte erfolgt, um Lichtverschmutzung zu vermeiden.


  • Darklighttechnik
    Spezielle Reflektortechnik, bei der der Betrachter nicht geblendet wird, solange die Lampe im Abschirmbereich des Reflektors liegt. Der Abschirmwinkel der Lampe und der Abblendwinkel des Reflektors sind identisch. Die Darklighttechnik bietet bei einem Maximum an Sehkomfort ein Optimum an Effizienz.


  • Deckeneinbauleuchten
    Downlight


  • Deckenfluter
    Leuchtentyp, der einzeln oder in Reihung über Augenhöhe in oder auf Wänden platziert wird; er beleuchtet den Deckenbereich gleichmäßig und blendungsfrei, bevorzugt mit Halogen-Glühlampen, Leuchtstofflampen oder Hochdruck-Entladungslampen.


  • Dichroitischer Reflektor
    Kaltlichtreflektor


  • Diffuses Licht
    Diffuses Licht geht von großen leuchtenden Flächen aus. Es erzeugt dabei eine gleichmäßige, weiche Beleuchtung mit geringer Modellierung und Brillanz.


  • Diffusor
    Optisches Element zur Streuung von Lichtstrahlen, um den Lichtkegel weich zu zeichnen. An der Leuchte dient der Diffusor zur Reduzierung der Lampenleuchtdichte und kann so die Blendung mindern.


  • Digital Addressable Lighting Interface
    Digitales Steuerprotokoll zur Lichtsteuerung in der Architektur. Das System ermöglicht die individuelle Ansteuerung von Leuchten und kann als untergeordnetes eigenständiges System in Gebäudesteuerungssysteme integriert werden.


  • Dimmer
    Regeleinrichtung zum stufenlosen Regeln des Lichtstroms einer Lichtquelle durch verlustarm arbeitende Phasenanschnittssteuerung. Möglich bei Glühlampen, Niedervolt-Halogenlampen und Leuchtstofflampen. Das Dimmen von Hochdruck-Entladungslampen ist technisch möglich, aber wenig gebräuchlich.


  • Direktbeleuchtung
    Die von Leuchten direkt auf die Nutzebene abgegebene Beleuchtung, zum Beispiel durch Downlights.


  • DMX
    Abkürzung für Digital Multiplexed. Das digitale Steuerprotokoll kommt vor allem zur Lichtsteuerung bei der Bühnenbeleuchtung zum Einsatz.


  • Dominante Wellenlänge
    Messgröße zur Zusammenfassung einer Farbmischung zu einer Wellenlänge. Im Normvalenzsystem lässt sich die dominante Wellenlänge durch die Verlängerung einer Linie vom Weißpunkt durch den gegebenen Farbort auf die Spektralfarblinie ermitteln. Ihr gegenüber liegt die komplementäre Wellenlänge. Die dominante Wellenlänge dient unter anderem zur Farbklassifzierung von LEDs.


  • Doppelfokus Downlight
    Downlight mit elliptischem Reflektorsystem und Darklightreflektor als Leuchtenabschluss; bietet bei kleinster Deckenöffnung ein Maximum an Lichtleistung.


  • Downlight
    Eine kompakte Leuchte mit einer runden oder eckigen Öffnung. Downlights sind vorgesehen für eine Deckeneinbau-, Deckenaufbaumontage oder abgependelte Montage. Ihr Licht richtet sich vorwiegend, aber nicht ausschließlich nach unten auf horizontale Flächen.


  • Downlight-Doppelwandfluter
    Eine Leuchte, die zur gleichmäßigen Ausleuchtung von parallelen Wänden in Gängen sowie des Bodenbereiches dient.


  • Downlight-Wandfluter
    Leuchte mit einer Kombination aus Darklightreflektor und Ellipsoidreflektor, die bei einem Höchstmaß an Sehkomfort eine gleichmäßige Wandbeleuchtung erzielt; Voraussetzung ist eine gleichmäßige Reihung der Wandfluter parallel zur Wand.


  • Duofokal-Wandfluter
    Eine Leuchte, die zur gleichmäßigen Ausleuchtung von Wänden dient. Das optische System bündelt das Licht in einem zweiten Brennpunkt und emittiert nur reflektiertes Licht. Dies ermöglicht eine totale Abschirmung der Lampe für besseren Sehkomfort.


E
  • Einzelplatzbeleuchtung
    Im Gegensatz zur Allgemeinbeleuchtung eine auf den speziellen Arbeitsplatz ausgerichtete Beleuchtung, zum Beispiel durch Arbeitsplatzleuchten.


  • Elektronisches Vorschaltgerät
    Vorschaltgerät


  • Ellipsoidscheinwerfer
    Kompaktscheinwerfer


  • Elliptischer Reflektor
    Reflektor


  • Entfernungsgesetz, photometrisches
    Gesetz, das die Beleuchtungsstärke als Funktion der Entfernung von der Lichtquelle beschreibt. Die Beleuchtungsstärke nimmt dabei mit dem Quadrat der Entfernung ab.


  • Entladungslampe
    Lichtquelle, bei der das Licht durch elektrische Entladung in Gasen oder Metalldämpfen erzeugt wird. Man unterscheidet zwischen Niederdruck- und Hochdruck-Entladungslampen. Zu den Niederdruck-Entladungslampen gehören die Leuchtstofflampen und die kompakten Leuchtstofflampen. Bei ihnen wird das Licht durch Strahlungsanregung der Leuchtstoffe erzeugt. Zu den Hochdruck-Entladungslampen gehören Quecksilberdampflampen, Halogen-Metalldampflampen und Natriumdampf-Hochdrucklampen. Sie geben durch den hohen Betriebsdruck ein intensives Lichtspektrum ab.


  • Ethernet
    Datennetztechnik für lokale Netzwerke, die einen Datenaustausch zwischen allen in einem lokalen Netz LAN) angeschlossenen Geräten ermöglicht.


  • Eulumdat
    Europäisches Lumen Datenformat zur Beschreibung der Lichtstärkeverteilung von Leuchten.


  • EVG
    Abkürzung für elektronisches Vorschaltgerät.


F
  • Facettenreflektor
    Reflektor mit ebenen, facettierten Elementen, der einen ausgewogenen Lichtkegel erzeugt als hochglänzende konventionelle Reflektoren.


  • Fading
    Überblendung von Lichtszenen. Das Einblenden bezeichnet das Aufrufen einer Lichtszene, das Ausblenden markiert das Ende der Lichtszene.


  • Fadingzeit
    Die Dauer des Ein- und Ausblenden des Lichtszenenwechsels wird über die Fadingzeit bestimmt.


  • Farbadaption
    Anpassung des Auges an die Lichtfarbe
    einer Umgebung. Erlaubt eine weitgehend
    natürliche Farbwahrnehmung unter verschiedenen Lichtfarben.


  • Farbfilter
    Filter


  • Farbkompensation
    Vorgang in der Lichttechnik zur Korrektur von Lichtfarben mehrerer Leuchten mit RGB-Farbmischung, um bei Beleuchtungsaufgaben einen einheitlichen Farbeindruck zu gewährleisten.


  • Farbmischung
    In der Lichttechnik werden bei der additiven Farbmischung durch Rot, Grün und Blau Spektralbereiche hinzugefügt, um Mischfarben zu erhalten. Alle drei Grundfarben ergeben als Summe weißes Licht. Die subtraktive Farbmischung geht von den Grundfarben Cyan, Gelb und Magenta aus und filtert Spektralanteile heraus.


  • Farbsättigung
    Größe für die Intensität einer Farbe zwischen der reinen Farbe und dem Weißpunkt im Normvalenzsystem. Sie gehört mit Farbton und Helligkeit zu den drei grundlegenden Eigenschaften einer Farbe. Die Farbsättigung wird in der Regel in Prozent angegeben.


  • Farbtemperatur
    Kennzeichnung der Lichtfarbe einer Lichtquelle. Sie entspricht bei Temperaturstrahlern annähernd der tatsächlichen Temperatur der Lampenwendel in Grad Kelvin (K). Bei Entladungslampen wird die ähnlichste Farbtemperatur angegeben. Dies ist die Temperatur, bei der ein Temperaturstrahler Licht einer vergleichbaren Farbe abgibt.


  • Farbwiedergabe
    Qualität der Wiedergabe von Farben unter einer gegebenen Beleuchtung. Der Grad der Farbabweichung gegenüber einer Referenzlichtquelle wird durch den Farbwiedergabeindex Ra beziehungsweise die Farbwiedergabestufe angegeben.


  • Farbwiedergabeindex
    Grad der Farbverfälschung unter einer gegebenen Beleuchtung im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle. Das Optimum des Farbwiedergabeindex Ra liegt bei 100.


  • Fassung
    Halterung, um das Leuchtmittel in der Leuchte zu befestigen und die elektrische Verbindung zum Stromnetz herzustellen. Typische Fassungen sind Schraubgewinde, Bajonettfassung und Stiftsockelfassung. Die Art der Fassung wird im Lampenbezeichnungssystem dokumentiert.


  • Filter
    Optisch wirksame Elemente mit selektiver Transmission. Transmittiert wird nur ein Teil der auftreffenden Strahlung, wobei entweder farbiges Licht erzeugt wird oder unsichtbare Strahlungsanteile (Ultraviolett, Infrarot) ausgefiltert werden. Filtereffekte können durch Absorption (Absorptionsfilter) oder Reflexion (Reflexionsfilter) erzielt werden. Interferenzfilter sind durch aufgedampfte Spezialbeschichtungen wirksame Reflexionsfilter; sie werden auch als Kantenfilter bezeichnet.


  • Flood
    Gebräuchliche Kennzeichnung für breit strahlende Reflektoren oder Reflektorlampen.


  • Fluoreszenz
    Bei der Fluoreszenz werden Stoffe mit Hilfe von Strahlung angeregt und zum Leuchten gebracht, wobei die Wellenlänge des abgegebenen Lichts stets größer als die Wellenlänge der anregenden Strahlung ist. Technische Anwendung findet die Fluoreszenz vor allem bei Leuchtstoffen, die Ultraviolettstrahlung in sichtbares Licht umsetzen.


  • Fluter
    Leuchte mit breiter Lichtausstrahlung, die sich durch Drehen und Schwenken auf beliebige Raumpunkte richten lässt; vorzugsweise Einsatz an Stromschienen.


  • Fovea
    Auge


  • Fresnellinse
    Stufenlinse, bei der die Wirkung durch eine flache Anordnung von Linsensegmenten erreicht wird. Fresnellinsen werden vor allem bei Bühnenscheinwerfern und Strahlern mit verstellbarem Ausstrahlungswinkel verwendet.


G
  • Gateway
    Protokollumsetzer, der die Kommunikation von unterschiedlichen Protokollen in einem Netzwerk ermöglicht.


  • Gegenlicht
    Beleuchtungsart, bei der das Licht von hinten auf das Objekt trifft und der Schatten nach vorne fällt. Auf der Oberseite des Objektes kann dabei eine Konturlinie aus Licht entstehen. In der Bühnenbeleuchtung wird das Gegenlicht für eine dramatische Lichtwirkung eingesetzt.


  • Gerichtetes Licht
    Gerichtetes Licht geht von Punktlichtquellen aus. Es besitzt eine Vorzugsrichtung und sorgt so für Modellierung und Brillanzwirkungen. Auch freistrahlende Punktlichtquellen erzeugen gerichtetes Licht, die dabei über den Raum wechselnden Vorzugsrichtungen des Lichts werden aber meist durch Lichtlenkung zu einem einheitlich ausgerichteten Lichtkegel gebündelt.


  • Global Illumination
    Rechenvorgang, der in der dreidimensionalen Computergrafik die Simulation aller Möglichkeiten der Ausbreitung von Lichtstrahlen bezeichnet.


  • Globalstrahlung
    Summe aus Sonnenstrahlung und umgebender Himmelsstrahlung.


  • Glühlampe
    Temperaturstrahler, bei dem Licht durch Erhitzen einer Wolfram-Glühwendel erzeugt wird. Die Glühwendel befindet sich dabei in einem Glaskolben, der mit einem Inertgas (Stickstoff oder Edelgas) gefüllt ist, um die Oxidation der Wendel zu verhindern und das Verdampfen des Wendelmaterials zu verlangsamen. Glühlampen existieren in zahlreichen Formen; Hauptgruppen sind die A-Lampe (Allgebrauchslampe) mit tropfenförmigem, klarem oder mattiertem Kolben, die Reflektor-Lampe mit unterschiedlichen Innenverspiegelungen und die PAR-Lampe aus Preßglas mit integriertem Parabolreflektor.


  • Gobo
    In der Strahlerbeleuchtung gebräuchlicher Begriff für eine Maske oder Bildschablone, die mit Hilfe einer abbildenden Optik projiziert wird und Lichteffekte erzeugt.


H
  • Halbstreuwinkel
    Winkel zwischen den Punkten einer Lichtstärkeverteilungskurve, bei denen die Lichtstärke auf 50% des in der Hauptausstrahlungsrichtung gemessenen Wertes absinkt. Der Ausstrahlungswinkel ist die Grundlage für die Angabe von Lichtkegeldurchmessern.


  • Halogen-Glühlampe
    Kompakte Glühlampe mit einer zusätzlichen Halogenfüllung, die eine Ablagerung von verdampftem Wendelmaterial auf dem Lampenkolben verhindert. Halogen-Glühlampen besitzen eine gegenüber Allgebrauchslampen gesteigerte Lichtausbeute und Lebensdauer.


  • Halogen-Metalldampflampe
    Hochdruck-Entladungslampe mit einer Lampenfüllung aus Metallhalogeniden. Durch die Verfügbarkeit einer Vielzahl von Ausgangsstoffen können Metalldampfgemische erzeugt werden, die bei der Entladung hohe Lichtausbeuten und eine gute Farbwiedergabe ergeben.


  • Hauptlicht
    Beleuchtungsart, die durch eine Akzentbeleuchtung wesentlich die Wahrnehmung eines Objektes oder einer Situation bestimmt. Zur Vermeidung harter Kontraste dient ein Aufhelllicht.


  • HDR
    Abkürzung für High Dynamic Range


  • High Dynamic Range
    Bezeichnung für ein sehr hohes Kontrastverhältnis in einem digitalen Bild. Bilder in einem HDR-Format können einen höheren Leuchtdichtekontrast speichern als bei der Low Dynamic Range mit 255 Abstufungen.


  • Hinweisleuchten
    Oft in formaler Übereinstimmung mit genormten Rettungszeichenleuchten; dabei wird ein Schriftträger hinterleuchtet.


  • Hochdruck-Entladungslampen
    Zu dieser Gattung zählen Quecksilberdampflampen, Halogen-Metalldampflampen und Natriumdampf-Hochdrucklampen.


  • Hotelbeleuchtung
    Öffentlicher Bereich mit besonders hohem Anspruch an die Qualität der Lichtplanung; sie umfasst architekturorientierte Beleuchtung im Eingangsbereich, atmosphärische Beleuchtung im Restaurantbereich, multifunktionale Beleuchtung in Konferenzzentren, wirtschaftliche Beleuchtung in Verkehrszonen und private Lichtatmosphäre im Zimmerbereich.


  • Hub
    Knotenpunkt zur Verbindung von Netzsegmenten oder auch Hubs, zum Beispiel durch Ethernet.


I
  • IES
    Internationales Datenformat zur Beschreibung der Lichtstärkeverteilung von Leuchten.


  • Indirektbeleuchtung
    Die von Leuchten auf die Nutzebene über Reflexionsflächen indirekt abgegebene Beleuchtung, zum Beispiel durch Uplights.


  • Infrarotstrahlung
    Unsichtbare Wärmestrahlung im Wellenlängenbereich > 780 nm. Infrarotstrahlung wird von allen Lichtquellen, vor allem aber von Temperaturstrahlern erzeugt; hier bildet sie den überwiegenden Teil der abgegebenen Strahlung.


  • Interferenz
    Physikalische Erscheinung bei der Überlagerung phasenverschobener Wellen, die zur selektiven Abschwächung von Wellenbereichen führen kann. Interferenz wird in Filtern und Reflektoren zur selektiven Transmission bzw. Reflexion genutzt.


  • Interferenzfilter
    Filter


  • Isoleuchtdichtediagramm
    Diagramm zur Darstellung von Leuchtdichteverteilungen, bei dem in einer Bezugsebene Linien gleicher Leuchtdichte dargestellt werden.


  • Isoluxdiagramm
    Diagramm zur Darstellung von Beleuchtungsstärkeverteilungen, bei dem in einer Bezugsebene Linien gleicher Beleuchtungsstärke dargestellt werden.


K
  • Kaltlichtreflektor
    Dichroitischer Reflektor, der vorwiegend sichtbares Licht reflektiert, Infrarotstrahlung dagegen transmittiert (Glasreflektoren) oder absorbiert (Metallreflektoren). Kaltlichtreflektoren führen zu geringerer Wärmebelastung angestrahlter Objekte. Gebräuchliche Bezeichnungen sind Coolbeam- oder Multimirror-Reflektor.


  • Keramikbrenner
    Entladungsgefäß von Hochdruck-Entladungslampen. Die Keramikbrennertechnik bietet im Vergleich zur Quartztechnologie eine bessere Farbstabilität und höhere Lichtausbeute.


  • KNX
    Abkürzung für Konnex. Digitales standardisiertes System zur Gebäudesteuerung für zum Beispiel Beleuchtung, Heizung und Lüftung.


  • Kompakte Leuchtstofflampe
    Leuchtstofflampen, die durch eine Kombination mehrerer kurzer Entladungsrohre oder ein gefaltetes Entladungsrohr besonders kompakte Abmessungen erreichen. Kompakte Leuchtstofflampen sind einseitig gesockelt.


  • Kompaktscheinwerfer
    Strahler mit optischen Systemen, die Projektionen mit Gobos und Schriftschablonen bei verschiedenen Lampenausrüstungen ermöglichen. Je nach Beleuchtungsoptik der Bildbühne unterscheidet man zwischen Kondensorscheinwerfer und Ellipsoidscheinwerfer.


  • Kondensorscheinwerfer
    Kompaktscheinwerfer


  • Konstanz
    Fähigkeit der visuellen Wahrnehmung, gleichbleibende Eigenschaften von Objekten (Größe, Form, Reflexionsgrad, Farbe) trotz Veränderungen in der Umgebung (Veränderung von Entfernung, räumlicher Lage, Beleuchtung) zu erkennen. Die Konstanzphänomene sind eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau eines geordneten Realitätsbildes aus den wechselnden Leuchtdichtemustern der Netzhaut.


  • Kontrast
    Unterschied in der Leuchtdichte oder der Farbe zwischen zwei Objekten oder einem Objekt und seiner Umgebung. Mit sinkendem Kontrast steigt die Schwierigkeit einer Sehaufgabe.


  • Kontrastwiedergabe
    Kriterium für die Begrenzung der Reflexblendung. Die Kontrastwiedergabe wird hierbei durch den Kontrastwiedergabefaktor (CRF) beschrieben, der als das Verhältnis des Leuchtdichtekontrasts der Sehaufgabe bei gegebener Beleuchtung zum Leuchtdichtekontrast bei Referenzbeleuchtung definiert ist.


  • Kreuzraster
    Abblendelement zur Verbesserung des Sehkomforts. Das kreuzförmige Raster reduziert den Blick auf den Reflektor und das Leuchtmittel.


  • KVG
    Abkürzung für konventionelles Vorschaltgerät


L
  • Lampe
    Elektrische Lichtquelle, zum Beispiel Glühlampen, Entladungslampen, LEDs. In einer Leuchte dient das Leuchtmittel zur Lichterzeugung und ihr Licht kann über Reflektoren auf Objekte gelenkt werden.


  • Lampenbezeichnungssystem
    Einheitliches System zur Bezeichnung elektrischer Lampen. Die Abkürzung einer Lampe kennzeichnet unter anderem die Lichterzeugungsart, das Kolbenmaterial bzw. Gasfüllungen, die Leistung und die Fassung.


  • Lampenlebensdauer
    Lebensdauer eines Leuchtmittels. Bei Glühlampen richtet sich die Lebensdauer nach dem Ausfall von 50% der Lampen. Bei Entladungslampen und LEDs wird die Lebensdauer bis zur Reduzierung des Anlagenlichtstroms auf 50% durch Lampenausfall und Lichtstromrückgang berechnet.


  • Lampenlebensdauerfaktor
    Rechenwert für den Wartungsplan einer Beleuchtungsanlage, der die Abweichung der Lebensdauer einzelner Lampen von der mittleren Lebensdauer der Lampen, beziehungsweise Frühausfälle bei festen Wartungsrhythmen berücksichtigt.


  • Lampenlichtstromwartungsfaktor
    Rechenwert für den Wartungsplan einer Beleuchtungsanlage, der den Rückgang des Lichtstromes in Folge der Alterung der Lampe berücksichtigt.


  • Lampensockel
    Bauteil der Lampe, um die elektrische Verbindung zur Fassung der Leuchte herzustellen.


  • LAN
    Abkürzung für Local Area Network. Lokales Rechnernetz als dauerhafte Installation über kleine Entfernungen.


  • LBS
    Abkürzung für Lamp Designation System. Einheitliches Lampenbezeichnungssystem.


  • Lebensdauer
    Lampenlebensdauer


  • LED
    Abkürzung für Light Emitting Diode. Elektrolumineszenzstrahler, der durch Rekombination von Ladungsträgerpaaren in einem Halbleiter Licht erzeugt. LEDs erzeugen einen schmalbandigen Spektralbereich. Weißes Licht wird über RGB-Mischung oder Lumineszenskonversion erzielt.


  • Leuchtdichte
    Einheit: Candela/m2 (cd/m2)
    Die Leuchtdichte beschreibt die Helligkeit einer Fläche, die als Lichtquelle oder durch Transmission bzw. Reflexion Licht abgibt. Die Leuchtdichte ist hierbei als Verhältnis von Lichtstärke zu der senkrecht zur Beobachtungsrichtung projizierten Fläche definiert. Verschiedenfarbige Flächen gleicher Leuchtdichte sind gleich hell.


  • Leuchte
    Objekt, das ein Leuchtmittel enthält und zur Beleuchtung dient. Die Lampe wird über die Fassung fixiert. Reflektoren dienen zur Lichtlenkung. Leuchten lassen sich als zum Beispiel Einbau-, Aufbau, Pendel- oder Standleuchte fest in der Architektur installieren oder können als bewegliche Leuchten für Stromschienen variabel in der Lichtrichtung ausgerichtet werden.


  • Leuchtenbetriebswirkungsgrad
    Der Leuchtenbetriebswirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebenem Lichtstrom zu dem in der Leuchte erzeugten Lampenlichtstrom. Er wird als LOR (light output ratio) angegeben.


  • Leuchtenkennzeichnung
    Lichttechnische Kennzeichnung geschieht durch Lichtstärkeverteilungskurve und Wirkungsgrad sowie durch Lampentyp und maximale Lampenleistung; sicherheitstechnische Kennzeichnung erfolgt durch Schutzklasse und Schutzart.


  • Leuchtenwartungsfaktor
    Rechenwert für den Wartungsplan einer Beleuchtungsanlage, der den Rückgang des Lichtstromes einer Leuchte in Folge von Verschmutzung und Bauart der Leuchte berücksichtigt.


  • Leuchtmittel
    Lampe


  • Leuchtstofflampe
    Mit Quecksilberdampf gefüllte, rohrförmige Niederdruck-Entladungslampe. Die von der Quecksilberentladung erzeugte Ultraviolettstrahlung wird durch auf die Innenwand des Entladungsrohres aufgebrachte Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgesetzt. Durch unterschiedliche Leuchtstoffe werden eine Reihe von Lichtfarben und unterschiedliche Farbwiedergabequalitäten erreicht. Die Leuchtstofflampe besitzt in der Regel beheizte Elektroden und kann so mit vergleichsweise niedrigen Spannungen gestartet werden. Leuchtstofflampen benötigen Starter und Vorschaltgeräte beziehungsweise elektronische Vorschaltgeräte.


  • Licht zum Ansehen
    Licht zum Ansehen wirkt als dekoratives Element. Die Brillanzeffekte von Lichtquelle und beleuchteten Materialien - von der Kerzenflamme über den Kronleuchter bis hin zur Lichtskulptur - tragen zur Atmosphäre repräsentativer und stimmungsbetonter Umgebungen bei.


  • Licht zum Hinsehen
    Licht zum Hinsehen setzt Akzente. Licht wirkt hier aktiv bei der Vermittlung von Informationen mit, indem bedeutsame Bereiche visuell hervorgehoben, weniger bedeutsame Bereiche zurückgenommen werden.


  • Licht zum Sehen
    Licht zum Sehen sorgt für eine allgemeine Beleuchtung der Umgebung. Es wird sichergestellt, dass die Architektur, die Objekte und die Menschen in ihr sichtbar sind, um Orientierung, Arbeit und Kommunikation zu ermöglichen.


  • Lichtausbeute
    Einheit: Lumen/Watt (lm/W)
    Die Lichtausbeute ist als das Verhältnis von abgegebenem Lichtstrom zu aufgewendeter elektrischer Leistung einer Lampe definiert.


  • Lichtaustrittsfläche
    Ebene einer Leuchte, an der Licht austritt. Je nach Lichttechnik verfügt eine Leuchte über eine oder mehrere Ebenen. Die Leuchtdichte der Lichtaustrittsfläche dient zur Blendungsbewertung von Leuchten.


  • Lichtbeständigkeit
    Bezeichnung für den Grad, in dem ein Material durch Lichteinwirkung verändert wird (Lichtechtheit). Die Lichtbeständigkeit betrifft vor allem die Veränderung von Farben, darüber hinaus aber auch die Veränderung des Materials selbst.


  • Lichtbrechung
    Brechung


  • Lichtfarbe
    Farbe des von einer Lampe abgegebenen Lichts. Die Lichtfarbe kann durch xy-Koordinaten als Farbort im Normvalenzsystem, bei weißen Lichtfarben auch als Farbtemperatur angegeben werden. Für weiße Lichtfarben existiert zusätzlich eine Grobklassifikation in die Lichtfarben Warmweiß (ww), Neutralweiß (nw) und Tageslichtweiß (tw). Gleiche Lichtfarben können unterschiedliche spektrale Verteilungen und eine entsprechend unterschiedliche Farbwiedergabe haben.


  • Lichtkegel
    Begriff für einen Kegel aus Licht von einem in der Regel rotationssymmetrischen Reflektor. Das optische System der Leuchte bestimmt, ob der Gradient des Lichtkegelrandes hart oder weich ist. Bei Strahlern lässt sich der Lichtkegel durch Drehen und Neigen flexibel ausrichten.


  • Lichtkegelanschnitt
    Hyperbelförmiger Anschnitt eines Lichtkegels z. B. auf einer Wand durch Downlights.


  • Lichtkegeldurchmesser
    Durchmesser eines Lichtkegels. Der Lichtkegeldurchmesser resultiert aus dem Halbstreuwinkel und der Entfernung zur Leuchte.


  • Lichtleistung
    Andere Bezeichnung für den Lichtstrom; entspricht in der Strahlungsphysik der Strahlungsleistung.


  • Lichtleiter
    Optisches Instrument zur Leitung von Licht in beliebigen, auch gebogenen Wegführungen. Licht wird hierbei durch Totalreflexion in zylindrischen Voll- oder Hohlleitern aus transparentem Material (Glas- oder Kunststofffasern, -schläuche, -stäbe) transportiert.


  • Lichtlenkung
    Lichtlenkung durch Reflektoren oder Linsen wird genutzt, um Leuchten mit definierten optischen Eigenschaften als Instrumente der Lichtplanung zu entwickeln. Für den Sehkomfort ist die Lichtlenkung von entscheidender Bedeutung. Mit Hilfe der Lichtlenkung kann die Blendwirkung von Leuchten auf ein zulässiges Maß reduziert werden.


  • Lichtschutz
    Besonders im Ausstellungsbereich geforderte Begrenzung der Lichtintensität, der Ultraviolettstrahlung und der Infrarotstrahlung; dies geschieht durch die entsprechende Auswahl von Lampen, Leuchtentyp sowie Filterung der Strahlung.


  • Lichtsequenz
    Abfolge mehrerer aufeinanderfolgender Lichtszenen. Zur dynamischen Lichtinszenierung wird über eine Lichtsteuerung die Reihenfolge von Lichtszenen bestimmt und deren Dauer sowie die Übergänge definiert.


  • Lichtstärke
    Einheit: Candela (cd)
    Die Lichtstärke ist der Lichtstrom pro Raumwinkel (lm/sr). Die räumliche Verteilung der Lichtstärken einer Lichtquelle bildet den Lichtstärkeverteilungskörper.


  • Lichtstärkeverteilungskurve
    Die Lichtstärkeverteilungskurve, LVK, ergibt sich als Schnitt durch den Lichtstärkeverteilungskörper, der die Lichtstärken einer Lichtquelle für alle Raumwinkel darstellt. Bei rotationssymmetrischen Lichtquellen kann die Lichtstärkeverteilung durch eine einzige Lichtstärkeverteilungskurve charakterisiert werden, bei achsensymmetrischen Lichtquellen sind zwei oder mehr Kurven erforderlich. Die Lichtstärkeverteilungskurve wird in der Regel in Form eines Polarkoordinatendiagramms angegeben. Bei Scheinwerfern erfolgt die Darstellung in kartesischen Koordinaten.


  • Lichtstrom
    Einheit: Lumen (lm)
    Der Lichtstrom beschreibt die gesamte von einer Lichtquelle abgegebene Lichtleistung. Sie berechnet sich aus der spektralen Strahlungsleistung durch die Bewertung mit der spektralen Hellempfindlichkeit des Auges.


  • Lichtstruktur
    Verbindung einzelner Leuchten zu einer vorwiegend linearen Struktur, die meist von der Decke abgehängt wird.


  • Lichtszene
    Lichtsituation beziehungsweise Lichtstimmung mit einer bestimmten Konstellation von Helligkeits- und Farbzuständen. Über eine Lichtsteuerung lassen sich Lichtszenen speichern und automatisch oder per Knopfdruck abrufen.


  • Lichtverschmutzung
    Begriff für Lichtemission, die durch Beleuchtungsstärke, Lichtrichtung oder Spektrum im gegebenen Kontext Störungen verursacht. Im Außenraum führt die Lichtverschmutzung zu einer Aufhellung des Nachthimmels. Zu den Folgen zählen Energieverschwendung und negative Auswirkungen auf Flora und Fauna. Die Vermeidung von Lichtverschmutzung wird in der Lichtplanung auch als Dark Sky bezeichnet.


  • Linse
    Optisches Element zur Lichtlenkung. Radius, Form der Wölbung und Struktur der Linse bestimmen das optische Verhalten. Bei Projektionsstrahlern dienen Linsensysteme zur präzisen Abbildung von Gobos. Die flachen Fresnellinsen können als Zubehör in Strahler eingesetzt werden, um das Licht symmetrisch oder asymmetrisch aufzuspreizen.


  • Linsenwandfluter
    Leuchte mit asymmetrischer Lichtstärkeverteilung zur gleichmäßigen Wandbeleuchtung. Das Licht wird durch eine Linse aufgespreizt.


  • Local Operating Network
    Bussystem zur Kommunikation zwischen Anlagen und Geräten, unter anderem für die Gebäudesteuerung.


  • LON
    Abkürzung für Local Operating Network


  • Lumen, lm
    Einheit des Lichtstroms


  • Lumineszenskonversion
    Umsetzung eines vorhandenen Spektrums in ein anderes Spektrum mittels Leuchtstoffen.
    Diese Technik kommt bei LEDs oder bei Leuchtstofflampen zum Einsatz, um aus ultravioletter Strahlung sichtbares Licht zu erzeugen.


  • Lumineszenz
    Sammelbegriff für alle Leuchterscheinungen, die nicht durch Temperaturstrahlung hervorgerufen werden (Photo-, Chemo-, Bio-, Elektro-, Kathodo-, Thermo-, Tribolumineszenz).


  • Lux, lx
    Einheit der Beleuchtungsstärke


  • LVK
    Lichtverteilungskurve


M
  • Mesopisches Sehen
    Übergangszustand vom photopischen Tagsehen mithilfe der Zapfen zum skotopischen Nachtsehen mithilfe der Stäbchen. Farbwahrnehmung und Sehschärfe nehmen entsprechende Zwischenwerte ein. Das mesopische Sehen umfasst den Leuchtdichtebereich von 3 cd/m2 bis 0,01 cd/m2.


  • Modellierung
    Akzentuierung von räumlichen Formen und Oberflächenstrukturen durch das gerichtete Licht punktförmiger Lichtquellen. Meist unter dem Begriff der Schattigkeit beschrieben.


  • Multifunktionsbeleuchtung
    Typische Beleuchtungsanforderung in Hotels und Kongresshallen für Seminar, Konferenz, Empfang und Unterhaltung. Ausgeführt wird die Multifunktionsbeleuchtung mit mehreren Beleuchtungskomponenten, die separat und additiv geschaltet werden, oft in Verbindung mit programmierbaren Lichtsteuerungen.


  • Multimirror
    Kaltlichtreflektor


  • Museumsbeleuchtung
    Spezialfall der Ausstellungsbeleuchtung; sie stellt besondere Ansprüche an die Architektur der Beleuchtung, an die Lichtverteilung auf den Exponaten sowie an den Lichtschutz.


N
  • Nachtsehen
    Skotopisches Sehen


  • Narrow spot
    Gebräuchliche Kennzeichnung für sehr eng strahlende Reflektoren oder Reflektorlampen.


  • Natriumdampf-Hochdrucklampe
    Hochdruck-Entladungslampe mit Natriumdampffüllung. Da der bei hohem Druck aggressive Natriumdampf Glas zerstören würde, besteht das eigentliche Entladungsgefäß aus Aluminiumoxydkeramik, umgeben von einem zusätzlichen Hüllkolben. Die Lichtfarbe liegt im warmweißen Bereich. Natriumdampf-Hochdrucklampen benötigen Zünd- und Vorschaltgeräte.


  • Nennleistung
    Die Leistung, auf die ein elektrisches Gerät ausgelegt ist.


  • Netzspannung
    Elektrische Spannung, die in dem Stromnetz zur Verfügung gestellt wird. In den meisten Gebieten der Erde beträgt die Netzspannung 230 Volt bei 50Hz. Andere Netzspannungen erfordern eine technische Anpassung elektrischer Geräte.


  • Neutralweiß, nw
    Lichtfarbe


  • Niederdruck-Entladungslampe
    Zu dieser Gattung gehören die Leuchtstofflampen und die kompakten Leuchtstofflampen.


  • Niedervolt-Halogenlampe
    Mit niedriger Spannung (meist 6, 12, 24 V) betriebene, sehr kompakte Halogen-Glühlampen. Häufig auch mit integriertem Metall- oder Kaltlichtreflektor.


  • Normvalenzsystem
    System zur zahlenmäßigen Erfassung von Licht- und Körperfarben. Das Normvalenzsystem ist ein zweidimensionales Diagramm, in dem sich die Farborte aller Farben und Farbmischungen in Sättigungsstufen von der reinen Farbe bis zum Weiß auffinden und durch ihre xy-Koordinaten numerisch beschreiben lassen. Farbmischungen finden sich jeweils auf einer Geraden zwischen den zu mischenden Farben; die Lichtfarbe von Temperaturstrahlern liegt auf einem definierten Kurvenzug, der sogenannten planckschen Kurve.


  • Notbeleuchtung
    Bezeichnung für die Beleuchtung von Rettungswegen mit Notlichtleuchten und die Kennzeichnung von Rettungswegen mit Rettungszeichenleuchten.


O
  • Optischer Cut-off
    Entsprechend dem Abblendwinkel zeigt der Optical Cut-off den Winkel, außerhalb dessen keine Blendung erfolgt. Der Winkel wird hier nicht, wie beim Darklightreflektor, durch die abschirmende Wirkung eines Reflektors erzielt, sondern ausschließlich durch die Lichtlenkung der Linse.


P
  • PAR-Lampe
    Glühlampe


  • Parabolreflektor
    Reflektor


  • Phasenabschnitttechnik
    Methode zur Helligkeitssteuerung, bei der mithilfe des Abschnitts von Wechselstromwellen die Leistungsaufnahme von Lampen gesteuert wird. Bei der Phasenabschnitttechnik wird der Strom ohne Verzögerung nach dem Nulldurchgang der Wechselspannung eingeschaltet und vor dem nächsten Nulldurchgang ausgeschaltet. Die Phasenabschnitttechnik dient zur Steuerung elektronischer Betriebsgeräte.


  • Phasenanschnitttechnik
    Methode zur Helligkeitssteuerung, bei der mithilfe des Anschnitts von Wechselstromwellen die Leistungsaufnahme von Lampen gesteuert wird. Bei der Phasenanschnitttechnik wird der Strom mit einer Verzögerung nach dem Nulldurchgang der Wechselspannung eingeschaltet und bis zum nächsten Nulldurchgang gehalten. Dimmer mit Phasenanschnitttechnik sind meistens nicht für Leuchtstofflampen oder kompakte Leuchtstofflampen geeignet. Die Phasenanschnitttechnik dient zur Steuerung konventioneller Betriebsgeräte.


  • Photometer
    Gerät zur Messung lichttechnischer Größen (Photometrie). Gemessene Größe ist primär die Beleuchtungsstärke, andere Größen werden aus der Beleuchtungsstärke abgeleitet. Photometer sind an die spektrale Hellempfindlichkeit des Auges angepasst. Spezielle Messvorrichtungen (Goniophotometer) werden zur Ermittlung der Lichtstärkeverteilung von Leuchten benötigt.


  • Photometrisches Entfernungsgesetz
    Entfernungsgesetz, photometrisches


  • Photometrisches Entfernungsgesetz
    Entfernungsgesetz


  • Photon Mapping
    Algorithmus in der Lichtsimulation, der vornehmlich als Erweiterung von Raytracing basierten Verfahren genutzt wird.


  • Photopisches Sehen
    Auch: Tagsehen. Sehen bei Adaptation auf Leuchtdichten von über 3 cd/m2. Das photopische Sehen erfolgt mit den Zapfen, es konzentriert sich daher auf den Bereich der Fovea. Die Sehschärfe ist hoch, es können Farben wahrgenommen werden.


  • Piktogrammleuchten
    Oft in formaler Übereinstimmung mit genormten Rettungszeichenleuchten; dabei werden Piktogramme hinterleuchtet.


  • Planckscher Strahler
    Schwarzer Strahler. Idealer Temperaturstrahler, dessen Strahlungseigenschaften durch das plancksche Gesetz beschrieben werden.


  • Planungsfaktor
    Reziproker Wert des Wartungsfaktors; berücksichtigt bei der Planung einer Neuanlage die vermindernde Wirkung von Lampenalterung, Lampenausfall und Verschmutzung der Anlage. Der Neuwert der Beleuchtungsstärke ist um den Planungsfaktor höher als der Wartungs- beziehungsweise Planungswert.


  • Projektion
    Optische Abbildung einer zweidimensionalen Maske oder eines Gobos auf eine Fläche. Leuchten zur Projektion benötigen eine abbildende Optik. Mittels Linsensystem lässt sich die Abbildung scharf einstellen.


  • Punktbeleuchtungsstärke
    Im Gegensatz zur mittleren Beleuchtungsstärke beschreibt die Punktbeleuchtungsstärke die Beleuchtungsstärke an einem definierten Raumpunkt.


  • Punktlichtquelle
    Bezeichnung für kompakte, annähernd punktförmige Lichtquellen, von denen Licht ausgeht. Punktlichtquellen ermöglichen eine optimale Lenkung - vor allem Bündelung - des Lichts, während lineare oder flächige Lichtquellen mit zunehmender Ausdehnung ein zunehmend diffuses Licht erzeugen.


Q
  • Quecksilberdampf-Hochdrucklampe
    Hochdruck-Entladungslampe mit Quecksilberdampffüllung. Gegenüber der fast ausschließlich Ultraviolettstrahlung abstrahlenden Niederdruckentladung erzeugt Quecksilberdampf unter hohem Druck sichtbares Licht, allerdings mit geringem Rotanteil. Durch zusätzliche Leuchtstoffe lässt sich der Rotanteil ergänzen und die Farbwiedergabe verbessern.


R
  • Radiosity
    Berechnungsverfahren zur Lichtsimulation. Bei der Radiosity-Methode gehen die Lichtstrahlen von der Lichtquelle aus und werden bei dem Auftreten auf eine Fläche reflektiert.


  • Rasterleuchte
    Gebräuchliche Bezeichnung für mit Leuchtstofflampen bestückte, rechteckig-längliche Leuchten (Langfeldleuchten), häufig mit Spiegel-, Prismen- oder Abblendrastern ausgerüstet.


  • Raumwartungsfaktor
    Rechenwert für den Wartungsplan einer Beleuchtungsanlage, der den Lichtstromrückgang infolge der Verschmutzung der Raumbegrenzungsflächen berücksichtigt.


  • Raumwirkungsgrad
    Der Raumwirkungsgrad beschreibt den Einfluss von Raumgeometrie und Reflexionsgraden der Raumbegrenzungsflächen auf die Größe des Lichtstroms, der auf eine definierte Nutzebene auftrifft.


  • Raytracing
    Berechnungsverfahren zur Lichtsimulation. Die Raytracing-Methode basiert auf Strahlen, die vom Augpunkt zum Modell und den Lichtquellen ausgehen.


  • Reflektor
    Lichtlenkendes System auf der Grundlage reflektierender Flächen. Die Charakteristik eines Reflektors beruht zunächst auf seinem Reflexions- und Streugrad, bei Spiegelreflektoren darüber hinaus vor allem auf der Kurvenart seines Querschnitts (Reflektorkontur). Parabolreflektoren richten das Licht einer im Brennpunkt befindlichen Lichtquelle parallel aus, Kugelreflektoren werfen es zum Brennpunkt zurück, elliptische Reflektoren bündeln es in einem zweiten Brennpunkt.


  • Reflektorlampe
    Leuchtmittel mit integriertem Reflektor. Die Reflektorlampen sind mit unterschiedlichen Ausstrahlungswinkeln erhältlich. Eine Sonderform bildet der Kaltlichtreflektor.


  • Reflexion
    Fähigkeit von Oberflächen, Licht zurückzuwerfen. Maß der Reflexion ist der Reflexionsgrad; er ist als das Verhältnis von reflektiertem Lichtstrom zu auftreffendem Lichtstrom definiert. Reflexion kann gerichtet oder diffus sein.


  • Refraktion
    Brechung


  • Relais
    Ein durch Strom betriebener Schalter. Das Relais wird meist über einen getrennten Stromkreis aktiviert und kann einen oder mehrere Stromkreise schließen oder öffnen.


  • Restaurantbeleuchtung
    Merkmale: geringe Allgemeinbeleuchtung, fokales Licht auf den Tischen, Akzentuierung von Raumbereichen und Dekorationen. Einsatz von Lichtsteuerungen, um die Raumbeleuchtung auf unterschiedliche Anforderungen bei Tag und Abend abzustimmen.


  • RGB
    Abkürzung für Rot-Grün-Blau. Die RGB-Farbmischung in der Lichttechnik basiert auf der additiven Farbsynthese, um unterschiedlich farbiges Licht zu erzeugen.


  • Richtstrahler
    Üblicherweise eine Einbauleuchte, deren Ausstrahlrichtung im definierten Winkelbereich (Schwenk- und Drehbereich) frei wählbar ist; geeignete Leuchte für Verkaufs- und Ausstellungsbereiche.


S
  • Scallop
    Lichtkegelanschnitt


  • Schaufensterbeleuchtung
    Formal eng verknüpft mit der Verkaufsraumbeleuchtung; sie umfasst vorwiegend den Einsatz von Akzentbeleuchtung mit oft bühnenartigen Inszenierungen unter Nutzung von farbigem Licht, Lichtprojektionen und dynamischer Lichtsteuerung.


  • Schutzart
    Kennzeichnung der Sicherheit einer Leuchte. Die Kombination zweier Ziffern gibt an, in welchem Maß die Leuchte vor Eindringen von Fremdkörpern und Wasser gesichert ist.


  • Schutzklasse
    Bei Leuchten die Kennzeichnung der Maßnahme, die verhindert, dass berührbare Metallteile im Fehlerfall Spannung führen.


  • Sehkomfort
    Sehkomfort bezeichnet die Qualität einer Beleuchtung hinsichtlich z.B. Beleuchtungsstärke, Blendfreiheit und Farbwiedergabe.


  • Sehleistung
    Ausdruck für die zu erbringende Wahrnehmungsleistung des Auges beziehungsweise die visuellen Eigenschaften des wahrzunehmenden Gegenstands. Die Schwierigkeit einer Sehaufgabe wächst mit der Verringerung des Farb- oder Leuchtdichtekontrasts sowie mit der Verringerung der Detailgröße.


  • Sehschärfe
    Fähigkeit des Auges zur Wahrnehmung von Details. Maß ist der Visus, der als Kehrwert der Größe des kleinsten wahrnehmbaren Details einer vereinbarten Sehaufgabe in Bogenminuten definiert ist.


  • Sehwinkel
    Winkel, unter dem ein betrachtetes Objekt wahrgenommen wird; Maß für die Größe der Abbildung des Objekts auf der Netzhaut.


  • Sensor
    Messgerät zum Erfassen von Umweltbedingungen. Der Messwert beziehungsweise das Über- oder Unterschreiten eines Grenzwertes liefert einen Impuls an das System, um beispielsweise die Beleuchtung anzupassen.


  • Skotopisches Sehen
    Auch: Nachtsehen. Sehen bei Adaptation auf Leuchtdichten von unter 0,01 cd/m2. Das skotopische Sehen erfolgt mit den Stäbchen, es umfasst daher vor allem die Peripherie der Netzhaut. Die Sehschärfe ist niedrig, es können keine Farben wahrgenommen werden; die Empfindlichkeit für Bewegungen wahrgenommener Objekte ist dagegen hoch.


  • Skulpturenlinse
    Linse mit einer parallelen Struktur, die einen Lichtkegel in einer Achse aufspreizt und in der anderen Achse weitgehend unverändert lässt. Bei der Museumsbeleuchtung kommt die Skulpturenlinse zum Einsatz, um mit dem ovalen Lichtkegel eine lang gestreckte Skulptur gleichmäßig zu beleuchten.


  • Solararchitektur
    Architektur, die sich auf die Nutzung der Sonnenenergie und des Tageslichts als Energie- und Lichtquelle ausrichtet.


  • Sonnenlicht
    Tageslicht


  • Sonnenschutz
    Technische Maßnahmen auf der Basis von Absorption, Reflexion und Refraktion zur Kontrolle des direkten Sonnenlichts; Ziel ist die Erhöhung des Sehkomforts (Blendschutz) sowie die Reduzierung der Wärmebelastung im Raum.


  • Sonnensimulator
    Tageslichtsimulator


  • Spannung
    Physikalische Größe, die in einem elektrischen Leiter bewirkt, dass Ladungsträger in Bewegung gesetzt werden und ein elektrischer Strom fließt.


  • Spektrum
    Verteilung der Strahlungsstärke einer Lichtquelle über einen bestimmten Bereich der Wellenlänge. Aus der spektralen Verteilung ergeben sich sowohl Lichtfarbe als auch Farbwiedergabe. Je nach Art der Lichterzeugung können Grundtypen von Spektren unterschieden werden: das kontinuierliche Spektrum (Tageslicht und Temperaturstrahler), das Linienspektrum (Niederdruckentladung) sowie das Bandenspektrum (Hochdruckentladung).


  • Spherolitreflektor
    Lichtlenkendes System auf der Grundlage reflektierender Kugelsegmente. Die Lichtstärkeverteilung wird bestimmt durch Reflexionsgrad, Reflektorkontur, Anzahl der Kugelsegmente und Segmentradien.


  • Spot
    Gebräuchliche Kennzeichnung für eng strahlende Reflektoren oder Reflektorlampen.


  • Stäbchensehen
    Skotopisches Sehen


  • Starter
    Zündgerät für Leuchtstofflampen.


  • Strahler
    Leuchte mit ausgeprägter Vorzugsrichtung der Lichtverteilung, die sich durch Drehen und Schwenken auf beliebige Raumpunkte richten lässt; vorzugsweise Einsatz an Stromschienen.


  • Strahlungsleistung
    Bei elektrischen Lampen das Umwandlungsprodukt der elektrischen Leistung. Physikalische Einheit: Watt. Im Wellenlängenbereich zwischen 380 nm und 780 nm kann die Strahlungsleistung (W) als Lichtleistung (lm) quantifiziert werden.


  • Streiflicht
    Beleuchtungsart mit einem sehr flach auf einer Fläche auftreffenden Licht zur Betonung von Oberflächenstrukturen.


  • Streulicht
    Unerwünschte Lichtstrahlung, die außerhalb des eigentlichen Lichtkegels abstrahlt. Das Streulicht kann Blendung verursachen oder im Außenraum zum Beispiel ein Faktor für Lichtverschmutzung sein.


  • Stroboskopeffekt
    Flimmereffekte oder scheinbare Geschwindigkeitsänderung bewegter Objekte bei durch die Netzfreqenz pulsierendem Licht bis hin zu scheinbarem Stillstand oder der Umkehrung der Bewegungsrichtung. Stroboskopeffekte treten bei der Beleuchtung durch Entladungslampen auf. Abhilfe kann durch phasenverschobenen Betrieb (Duoschaltung, Anschluß am Drehstromnetz) oder durch hochfrequente elektronische Vorschaltgeräte erfolgen.


  • Stromschiene
    Grundlage für eine variable, an spezifische Anforderungen angepasste Beleuchtungslösung. Sie ist jederzeit ausrüstbar mit Leuchten für unterschiedlichen Gebrauch. Vorzugsweise Einsatz von Strahlern und Flutern, besonders im Präsentations- und Ausstellungsbereich.


  • Szenografie
    Begriff für die Inszenierung des Raums. In der Beleuchtung bezeichnet Szenografie die Verwandlung des Raums durch Licht unter Einbeziehung der Zeit.


T
  • Tageslicht
    Das Tageslicht umfasst sowohl das direkte, gerichtete Sonnenlicht mit umgebendem Himmelslicht als auch das diffuse Licht des bedeckten Himmels. Die Beleuchtungsstärken des Tageslichts liegen weit über den Beleuchtungsstärken der künstlichen Beleuchtung.


  • Tageslichtergänzungsbeleuchtung
    Künstliche Zusatzbeleuchtung, vor allem in tiefen, einseitig durch Fenster beleuchteten Räumen. Die Tageslichtergänzungsbeleuchtung gleicht den starken Beleuchtungsstärkeabfall aus, der in größerem Abstand von den Fenstern entsteht.


  • Tageslichtquotient
    Verhältnis der durch Tageslicht erzeugten Beleuchtungsstärke auf der Nutzebene eines Raums zur Außenbeleuchtungsstärke; der Tageslichtquotient läßt sich im Tageslichtsimulator messen.


  • Tageslichtsimulator
    Technische Vorrichtung zur Simulation von Sonnen- und Tageslicht. Tageslicht wird entweder durch eine halbkugelförmige Anordnung zahlreicher Leuchten oder durch Vielfachreflexion einer Lichtdecke in einem Spiegelraum simuliert. Sonnenlicht wird durch einen Parabolstrahler simuliert, dessen Bewegung den Verlauf der Sonne über die Dauer eines Tages oder Jahres nachvollzieht. Ein Tageslichtsimulator ermöglicht Modellsimulationen der Licht- und Schattenverhältnisse geplanter Gebäude, die Erprobung lichtlenkender Elemente und die Messung von Tageslichtquotienten am Modell.


  • Tageslichtsysteme
    Technische Maßnahmen auf der Basis von Reflexion und Refraktion im Fenster- und Oberlichtbereich, um die Versorgung eines Raumes mit Tageslicht zu verbessern und um damit den elektrischen Energieverbrauch zu reduzieren.


  • Tageslichtweiß, tw
    Lichtfarbe


  • Tagsehen
    Photopisches Sehen


  • Temperaturstrahler
    Strahlungsquelle, die durch Erhitzung eines Materials Licht abgibt; üblicherweise Wolfram als Wendelmaterial von Glühlampen.


  • Thermoluminiszenz
    Lumineszenz


  • Transadapter
    Element zur mechanischen und elektrischen Verbindung einer Leuchte, insbesondere eines Strahlers oder Fluters, mit einer Stromschiene; in Verbindung mit einem integrierten elektronischen Transformator bzw. elektronischem Vorschaltgerät.


  • Transformator
    Betriebsgerät zum Betreiben von Niedervolt-Halogenlampen; man unterscheidet zwischen konventionellen und elektronischen Transformatoren.


  • Transmission
    Fähigkeit von Stoffen, Licht zu transmittieren. Maß der Transmission ist der Transmissionsgrad; er ist das Verhältnis von transmittiertem Lichtstrom zu auftreffendem Lichtstrom. Transmission kann gerichtet oder diffus sein.


  • TWD-Tageslichtelemente
    TWD ist die Bezeichnung für transparente Wärmedämmung. TWD-Tageslichtelemente sind Kunststoffelemente zwischen Klarglasscheiben mit hohem Lichttransmissionsgrad und geringem Wärmedurchlassgrad; sie eignen sich zur Versorgung von Innenräumen mit Tageslicht.


U
  • UGR
    Unified Glare Rating; Bewertungsmethode der psychologischen Blendung, insbesondere am Arbeitsplatz.


  • Ultraviolettstrahlung
    Jenseits des kurzwelligen Lichts liegende unsichtbare Strahlung (Wellenlänge < 380 nm). Technische Lichtquellen geben nur einen geringen Anteil an Ultraviolettstrahlung ab. Ultraviolettstrahlung kann schädliche Auswirkungen haben, insbesondere das Ausbleichen von Farben und die Versprödung von Materialien. UV-Filter absorbieren diese Strahlung.


  • Uplight
    Pendelleuchte, Wandleuchte, Bodenleuchte oder Standleuchte, die ihr Licht nach oben abstrahlt.


V
  • Varychrome
    Attribut zur Beschreibung von Leuchten, die variabel farbiges Licht, beispielsweise auf der Basis der RGB Farbmischung, erzeugen können.


  • Verkaufsraumbeleuchtung
    Basiert auf den Elementen der horizontalen und vertikalen Allgemeinbeleuchtung sowie der Akzentbeleuchtung; Mehrkomponentenbeleuchtung mit Entladungslampen (Allgemeinbeleuchtung) und Halogen-Glühlampen. (Akzentbeleuchtung) kann Grundelement der Corporate Identity eines Unternehmens sein.


  • Verminderungsfaktor
    Planungsfaktor


  • Vorschaltgerät
    Strombegrenzendes Betriebsgerät für Entladungslampen. Die Strombegrenzung erfolgt entweder induktiv durch eine Drosselspule oder elektronisch. Induktive Vorschaltgeräte sind in konventioneller (KVG) oder verlustarmer Bauform (VVG) erhältlich. Sie erfordern gegebenenfalls ein zusätzliches Zündgerät oder einen Starter. Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) arbeiten ohne zusätzliche Zündgeräte, sie vermeiden störende Brummgeräusche oder Stroboskopeffekte.


  • VVG
    Abk. für verlustarme Vorschaltgeräte


W
  • Wabenraster
    Abblendelement mit wabenförmiger Struktur zur Begrenzung des Lichtkegels und zur Verminderung der Blendung.


  • Wahrnehmungspsychologie
    Wissenschaftszweig, der sich mit den verschiedenen Aspekten der Wahrnehmung, vor allem der neuronalen Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen, beschäftigt.


  • Wandfluter
    Leuchte mit speziellem Reflektorsystem oder Reflektor-Linsensystem zur gleichmäßigen Beleuchtung von Wänden; Voraussetzung ist eine gleichmäßige Reihung der Wandfluter parallel zur Wand.


  • Warmweiß, ww
    Lichtfarbe


  • Wartung
    Bezeichnung für die Maßnahmen zum störungsfreien Betrieb einer Beleuchtungsanlage. Dazu gehören Lampenwechsel, Leuchtenreinigung sowie Leuchtenausrichtung bei Strahlern. Als Planungsfaktor findet dieser Aspekt Berücksichtigung in dem Entwurf einer Beleuchtungsanlage.


  • Watt
    Physikalische Einheit für die Leistung. Sie ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke.


  • Wide flood
    Gebräuchliche Kennzeichnung für sehr breit strahlende Reflektoren oder Reflektorlampen.


  • Wiederzündung
    Erneute Zündung nach Abschalten oder Stromunterbrechung. Zahlreiche Entladungslampen können erst nach einer Abkühlphase wieder gezündet werden. Eine sofortige Wiederzündung ist nur durch spezielle Hochspannungs- Zündgeräte möglich.


  • Wirkungsgradverfahren
    Verfahren zur Berechnung der mittleren Beleuchtungsstärke von Räumen mithilfe des Leuchtenwirkungsgrades, des Raumwirkungsgrades und des Lampenlichtstroms.


Z

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