Kunstmuseum Stuttgart

Sein Glaskubus setzt lichtarchitektonische Akzente im Zentrum Stuttgarts. Aber auch in den weitläufigen unterirdischen Galerien herrschen optimale Verhältnisse - dank Licht- und Steuerungstechnik von ERCO.

Im Herzen Stuttgarts setzt der neue Museumsbau mit seinem Glaskubus einen architektonischen Akzent. Wer die Situation am "Kleinen Schloßplatz" mit den mehrspurigen Tunnels und Fußgängerüberführungen noch aus den Siebziger Jahren kennt, wird staunen: Denn der Entwurf und sein neugestalteter städtebaulicher Kontext korrigieren und integrieren auf kreative Weise die ungeliebten Relikte der einstigen Planungsvision einer "autogerechten Stadt". Die Kultur kehrt zurück mitten ins Leben auf der Einkaufsmeile Königsstraße; Bürger und Gäste genießen im Museumsrestaurant einen großzügigen Blick über Schloß und Stadt.

Das Besondere am Entwurf der Berliner Architekten Hascher und Jehle: Der markante Glaskubus enthält lediglich etwa ein Fünftel der 5000 qm Ausstellungsfläche, nämlich die Räume für Wechselausstellungen, sowie das Restaurant und das Eingangsfoyer. Die restliche Ausstellungsfläche, auf der die städtische Kunstsammlung präsentiert wird, erstreckt sich unterirdisch und nutzt große Teile des alten Autotunnels. Davon ist freilich kaum noch etwas zu spüren: Die Galerien auf zwei Ebenen präsentieren sich hell, großzügig und luftig.

Bewusst und gekonnt gingen Architekten und Lichtplaner mit den Reflexionseigenschaften der Fassade um. Während sich der gläserne, spiegelnde Kubus am Tage prägnant von der kommerziell geprägten Umgebung abhebt, entwickelt sich bei Dunkelheit ein differenziertes Bild.

Die Hülle wird transparent und erlaubt den Blick auf einen weiteren Kubus im Inneren. Er beherbergt die Räume für Wechselausstellungen. Seine mit Kalkstein verkleideten Wandflächen erhalten Streiflicht aus speziellen Perimeterleuchten.

Im Sockelbereich erzeugen Außenraum-Downlights einen einladenden Lichtteppich rund um das Gebäude, der es ins urbane Gewebe integriert.

Die Erschließung der Wechselausstellung und des Restaurants im Dachgeschoß erfolgt durch Treppen und Stege zwischen Kubus und Glashaut. Der Besucherstrom wird so zum bewegten Ornament innerhalb der Architektur.

Die dynamische Lichtinstallation des Berliner Künstlers Andreas Schmid mit ihren 334 Leuchtstoffröhren ist für Besucher wohl das augenfälligste Element des Licht- und Gebäudesteuerungs-Netzwerks, das im gesamten Bau für optimale Verhältnisse sorgt. ERCO Lichtsteuer-Module sind in diesem LON-basierten System miteinander vernetzt - vom Restaurant über das Foyer bis in die Galerien. Die Bedienung erfolgt über ERCO Control Pads (Bild unten), die mit ihrem farbigen Touch Screens eine komfortable Auswahl der Funktionen erlauben.

Die Galerien werden nutzungs- und tageszeitabhängig durch Lichtdecken-Elemente kombiniert mit Niedervolt-Halogendownlights beleuchtet. Auch hier erfolgt die Automatisierung durch das Lichtsteuersystem. Es umfaßt die enorme Zahl von insgesamt 720 Stromkreisen und stellt damit die bisher größte ERCO Lichtsteuerungs-Installation überhaupt dar.

Über gläserne Oberlichter dringt Tageslicht in die fast 100 m lange Erschließungsflucht, die dem Verlauf des ehemaligen Straßentunnels folgt. Kunstlicht aus speziellen Wandeinbauleuchten wird automatisch und bedarfsgerecht durch das ERCO Lichtsteuersystem zugesteuert.

Downlights gewährleisten die blendfreie Grundbeleuchtung auf den Verkehrsflächen, und Stromschienen ermöglichen es, zusätzliche Strahler und Wandfluter flexibel auf die Bedürfnisse der Ausstellungsgestaltung abgestimmt zu montieren.

Kunstmuseum Stuttgart (Galerie der Stadt Stuttgart)
Kleiner Schlossplatz 1
70173 Stuttgart
www.kunstmuseum-stuttgart.de/

Kontakt:
Telefon: +49 (0) 711 - 216 21 88
Fax: +49 (0) 711 - 216 78 20
info(at)kunstmuseum-stuttgart.de

Öffnungszeiten
Di, Do bis So: 10 - 18 Uhr
Mi und Fr: 10 - 21 Uhr
Mo: Geschlossen

Architekt: Hascher Jehle Architektur, Berlin
www.hascher-jehle.de

Lichtplanung: Peter Andres, Hamburg
www.andres-lichtplanung.de/

Licht- und Elektrofachplaner:
ibb Burrer & Deuring Ingenieurbüro GmbH, Ludwigsburg
www.ibb-burrer-deuring.de

Investitionssumme ca. 67 Mio. €

13.000 m² Bruttogrundfläche
11.249 m² Nettogrundfläche
11.080 m² Nutzflächen

davon:
4.450 m² Ausstellungsflächen
2.270 m² Technikflächen
2.090 m² Verkehrsflächen

Baubeginn März 2002
Eröffnung / Einweihung Frühjahr März 2005

(Quelle der Baudaten: Website der Architekten)

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