UniCredit Pavillon, Mailand

Leuchtendes Kleinod im Herzen von Mailand: Der UniCredit Pavillon

Wenn Lichtplaner und Architekten Hand in Hand arbeiten, entstehen Gebäude von herausragender räumlicher und städtebaulicher Qualität. Der multifunktionale Pavillon, den der italienische Architekt und Designer Michele De Lucchi im Auftrag der UniCredit Bank entwarf und in enger Zusammenarbeit mit den Lichtexperten vom Mailänder Büro Gruppo C14 Gestalt annehmen ließ, scheint wie eine überdimensionale Laterne von innen heraus zu leuchten. Illuminiert mit Lichtwerkzeugen von ERCO, avancierte das organisch geformte Gebäude aus Holz und Glas innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsmagneten und poetischen Mittelpunkt von Mailands neuem Prestigeviertel Porta Nuova.

Seit 2005 ist in Mailands nördlicher Innenstadt ein ganz neues Viertel aus dem Boden gewachsen: Verspiegelte Hochhaustürme und Hightech-Bürokomplexe charakterisieren die Zona Porta Nuova Garibaldi. Sie stehen stellvertretend für den Führungsanspruch der lombardischen Wirtschaftsmetropole in Sachen Banken- und Finanzwesen. Der Büroturm der UniCredit Bank, der Torre UniCredit, ragt als markantestes architektonisches Element der neuen Mailänder Skyline an der Piazza Gae Aulenti stolze 218 Meter in den Himmel und ist damit der höchste Wolkenkratzer Italiens. Auf der Freifläche vor dem verspiegelten Hochhausturm entwarf das Studio Michele De Lucchi – ebenfalls im Auftrag von UniCredit – einen multifunktionalen Pavillon, in dem Meetings und Konferenzen der Bank, aber auch der Öffentlichkeit zugängliche Konzerte, Theateraufführungen oder Ausstellungen stattfinden.

Als Kontrast zu der kalten, technischen Architektursprache der Umgebung konzipierte De Lucchi das in zentraler Lage auf dem Platz positionierte Gebäude als organisch geformte Struktur aus Holz, dessen Profil an die Form eines Kiesels oder Samenkorns erinnert. Die vertikale Holzrippenstruktur mit horizontal eingespannten Lärchenholzlamellen umfasst einen verglasten Kern mit Auditorium im Erdgeschoss, Galerie im Zwischengeschoss und "Greenhouse" Lounge unter dem abgerundeten Dach. Das gesamte Gebäude scheint wie eine überdimensionale Laterne von innen heraus zu leuchten und wird so zum strahlenden Mittelpunkt der neuen Piazza. Nicht nur seine organische Form und das natürliche Baumaterial Holz, auch das warmweiße Licht mit 3000K, das für die gesamte Innen- und Außenbeleuchtung des Pavillons gewählt wurde, hebt diesen von der angrenzenden Hightech-Architektur aus Glas und Stahl bewusst ab.

Licht und Beleuchtung als integraler Bestandteil der Architektur

Um die Idee einer weithin sichtbaren, warm leuchtenden, begehbaren hölzernen "Laterne" Realität werden zu lassen, holten Bauherr und Architekt gleich zu Beginn der Planung die Lichtprofis vom Studio Gruppo C14 mit ins Boot – Bürogründer Alexander Bellman hatte für den Torre UniCredit bereits teilweise das Interiordesign und Lichtkonzept geliefert. Gemeinsam mit dem Studio Michele de Lucchi entwickelten Alexander Bellman und seine Mitarbeiter konstruktive Details wie die flexiblen Verschattungselemente. Die Lärchenholzlamellen dienen dazu, das Tageslicht im Pavillon zu kontrollieren und zu regulieren, den Innenraum etwa bei Theater- und Kinovorführungen abzudunkeln oder delikate Gemälde einer Kunstausstellung vor UV-Strahlung zu schützen. Weitere Gestaltungselemente sind Aussparungen in den vertikalen Holzträgern außen vor der Glasfassade, in denen Grasshopper Scheinwerfer von ERCO unsichtbar für das Auge des Betrachters installiert wurden. "Diese wartungsfreien Hochleistungs-Scheinwerfer mit präzise abgestimmter Lichtverteilung wurden auf der gesamten Gebäudehülle unten und oben in Löchern innerhalb der horizontalen Holzbalkenstruktur versenkt", erklärt Lichtplaner Alexander Bellman. "Sie sitzen außen am Gebäude, jedoch für das Auge des Betrachters nicht sichtbar zwischen der hölzernen Struktur und der Verglasung. Sie beleuchten die Fassade akzentuiert von unten und oben mit sich überschneidenden Lichtkegeln, so dass sich der Eindruck ergibt, die Konstruktion leuchte von innen heraus."

Die Spherolitlinsen bieten eine perfekte optische Kontrolle.

Alexander Bellman, GruppoC14, Mailand

Effiziente ERCO LED-Lichtwerkzeuge für Fassade und Kern des Pavillons

Neben der präzise beleuchteten Fassadenstruktur entschied man sich auch für die Ausleuchtung der hölzernen Dachuntersicht im Innenraum für effiziente und innovative LED-Lichtwerkzeuge von ERCO. Lightboard Einbaufluter in Warmweiß mit 48W, installiert in den seitlichen Trägern, leuchten die gewölbte Decke des Pavillons mit breitem Lichtkegel aus. Die Wandscheiben, die zurückversetzt von der Glasfassade den Kern des Pavillons auf allen Geschossen umfassen, werden mit Hilfe von deckenintegrierten Compact Linsenwandflutern Wallwash in Warmweiß mit 24W und 32W gleichmäßig hell beleuchtet, so dass sich von außen auch nachts oder im Vorbeigehen etwa Exponate einer Ausstellung im Innenraum betrachten lassen.

Lichtplaner Alexander Bellman, der als studierter Architekt im Jahre 2003 sein Büro Gruppo C14 in Mailand gegründet hat und aktuell 20 Mitarbeiter beschäftigt, schätzt die Zusammenarbeit mit ERCO und zeigt sich begeistert von der Qualität der ERCO Lichtwerkzeuge: "Die Energieeffizienz, Langlebigkeit, der niedrige Wartungsaufwand der Produkte sind eine Sache." erklärt der Lichtprofi. "Darüber hinaus ermöglichen die Spherolitlinsen eine perfekte optische Kontrolle, das Licht lässt sich höchst präzise planen und umsetzen – das gibt uns maximale Planungssicherheit. Visualisierung und tatsächliches Ergebnis sind nahezu deckungsgleich."

Über die Autorin:

Kristina Raderschad betreibt seit 2005 ein Redaktionsbüro in Köln. Ausgebildet als Dipl.-Ing. Innenarchitektur, werden ihre Berichte, Reportagen und Interviews zu den Themen Architektur und Design weltweit veröffentlicht – in Magazinen wie AD Architectural Digest, A&W, ELLE DECORATION, HÄUSER, MARK oder WALLPAPER*.

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