Barbican Centre, London
Reportage

Barbican Art Gallery, London

Der unverputzte Betonbau des Barbican Centre gehört zu den prominentesten Beispielen des Brutalismus in Großbritannien. Nachdem die zugehörige Kunstgalerie rund dreißig Jahre mit konventionellen ERCO Lichtwerkzeugen beleuchtet wurde, hat nun die Umstellung auf modernste LED-Technik stattgefunden.

Das Barbican Centre im Osten Londons ist eines der größten Kultur- und Konferenzzentren Europas. Es befindet sich in einem Stadtviertel, das während des Zweiten Weltkrieges nahezu vollständig zerstört wurde. Für dessen Neugestaltung erfolgte in den 1950er Jahren die Ausschreibung eines Wettbewerbs. Als Sieger ging das Architekturbüro Chamberlin, Powell and Bon hervor, das sich mit seinen Entwürfen am Brutalismus orientierte. „Barbican“ bedeutet sinngemäß „Festung“. Zu den Merkmalen zählen neben dem unverputzten Betonbau, die Sichtbarkeit der Materialien und Konstruktionen sowie die schlichten und klaren Formen. Nach einer langjährigen Planungs- und Bauzeit eröffnete Königin Elisabeth II. 1982 das Barbican Centre und beschrieb das Gebäude als ein Wunder der modernen Welt.

Seitdem gilt das Barbican Centre als ein zentraler Veranstaltungsort für Tanz, Musik, Theater, Bildende Kunst und Film. Es lockt jährlich fast zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt an und umfasst neben einer Konzerthalle, Theatern, Kinos, Konferenzsälen und Galerien auch die Räumlichkeiten für das London Symphony Orchestra sowie eine Bücherei, Restaurants und ein Konservatorium für exotische Tiere. Zu den vielfältigen Kulturangeboten zählt die Barbican Art Gallery, die ein vielfältiges Angebot an Ausstellungen über Kunst, Architektur, Design, Mode und Fotografie bietet.

Die Barbican Art Gallery erstreckt sich über zwei Geschosse. Die Innenarchitektur beruht auf einfachen geometrischen Formen wie Rechtecken, Quadraten und Kreisen. Als gestalterische Elemente dienen voluminöse Betonstrukturen, wie beispielsweise eine quaderförmige Säule in einem Ausstellungsraum. Vom ersten Stockwerk erhalten die Besucher, dank eines offen gestalteten Treppenaufgangs, einen spektakulären Blick auf das Erdgeschoss. Besonders zu erwähnen: ein Raum in runder Form ohne Decke, der von oben eingesehen werden kann.

Auch bisher kamen in der Barbican Art Gallery ERCO Lichtwerkzeuge zum Einsatz, jedoch noch mit konventionellen Leuchtmitteln. Nach rund dreißig Jahren sollten sie aus ökologischen und ökonomischen Gründen durch Leuchten mit LED-Technologie ersetzt werden. Gleichzeitig blieben die hohen Anforderungen hinsichtlich Lichtausbeute und –qualität bestehen, ebenso die besonderen Ansprüche an die Flexibilität des Lichtsystems. Müssen doch in Räumen mit unterschiedlichen Höhen regelmäßig wechselnde Gemälde, Skulpturen und Videos inszeniert werden, variierend mit den Lichtverteilungen Wallwash, Spotlight oder Framing. Eine weitere Herausforderung lag darin, die architektonischen Besonderheiten des denkmalgeschützten Gebäudes hervorzuheben, darunter eine Kassettendecke. Die Barbican Art Gallery entschied sich im Rahmen ihres Relightings für die ERCO Lichtwerkzeuge Parscan, Optec, Opton und Pollux. Die bisherigen Stromschienen können dabei weiterhin genutzt werden.

ERCO Newsletter - Inspirierende Projekte, Produktneuheiten, frisches Lichtwissen

Newsletter abonnieren
Ihre Daten werden streng vertraulich behandelt. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutzerklärung
Der ERCO Newsletter informiert Sie aktuell, regelmäßig und bequem per Mail über News aus dem ERCO-Lichtnetzwerk. Wir halten Sie über Veranstaltungen, Awards, frisches Lichtwissen, Projektberichte und Produktneuheiten sowie Reportagen aus der Licht- und Architekturbranche auf dem Laufenden. Das Abonnement ist kostenlos und lässt sich jederzeit wieder abbestellen.