Musée Bourdelle, Paris
Reportage

Musée Bourdelle, Paris

Antoine Bourdelle gilt neben Auguste Rodin als einer der Pioniere der Bildhauerei im 20. Jahrhundert. Das Pariser Musée Bourdelle wurde neu mit LED-Technologie beleuchtet. Dank des präzisen Lichts erscheinen die dynamischen Formen der Skulpturen Bourdelles noch plastischer.

Sein Körper ist genauso gespannt wie der Bogen in seinen Händen. Während er mit dem Pfeil zielt, stützt er sich mit gespreizten Beinen zwischen zwei Felsen ab. Seine Muskeln treten sichtbar hervor und sein Blick fixiert die Opfer. Inspiriert von der griechischen Mythologie zeigt die Bronzeskulptur „Herkules als Bogenschütze“ von Antoine Bourdelle, wie der Held mit vergifteten Pfeilen monströse Vögel tötet. Heute befinden sich unterschiedliche Versionen der virilen Skulptur in namenhaften Sammlungen weltweit, darunter auch im Pariser Musée Bourdelle selbst.

Antike Themen zeitgemäß interpretiert
Antoine Bourdelle lebte von 1861 bis 1929 in Frankreich. Der Bildhauer zählt zu den Wegbereitern für die monumentale Skulptur der Moderne. Nachdem er an den Kunstakademien in Toulouse und Paris studiert hatte, arbeitete er in frühen Jahren als Assistent von Auguste Rodin. Als das erste eigene Werk, mit dem er größere Bekanntheit erlangte, gilt der „Herkules als Bogenschütze“ von 1910. Bourdelle wählte häufig mythologische Sujets und setzte diese mit Materialien wie Gips, Bronze oder Marmor in kraftvollen und dynamischen Formen um. Bourdelle unterrichtete an der Académie de la Grande Chaumière in Paris und beeinflusste Künstler wie Alberto Giacometti oder Henri Matisse.

Ruhiger Ort inmitten von Paris
Obwohl das Musée Antoine Bourdelle nahe vom belebten Gare Montparnasse liegt, erscheint es doch als ein Ort des Rückzugs und der Konzentration, nahezu wie ein moderner antiker Tempel. Hier lebte und arbeitete Bourdelle von 1884 bis 1929. Das Atelier sieht noch heute so aus, als hätte er es gerade verlassen. Die Bauten des Anwesens stammen aus unterschiedlichen Zeiten. In den Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert befanden sich zu Lebzeiten Bourdelles sein Zuhause und sein Studio, nach seinem Tod entstand hier ein Museum. Zum Jahrestag seines 100. Geburtstags eröffnete die sogenannte „Große Halle“ des Architekten Henri Gautruche. 1992 kam ein Erweiterungsbau des Architekten und Pritzker-Preis-Trägers Christian de Portzamparc dazu.

Große Halle in weiches Licht getaucht
Im Zuge von Renovierungen wurde das Musée Bourdelle kürzlich neu mit LED-Technologie beleuchtet. „Die Lichtqualität der LED hat sich während der letzten Jahre sehr gut entwickelt, inklusive der großen Auswahl an möglichen Lichtfarben und der sich ständig verbessernden Farbwiedergabe”, kommentiert die Lichtplanerin Julia Kravtsova. Im Innenraum des Musée Bourdelle sorgen nun die ERCO Lichtwerkzeuge Light Board, Logotec, Parscan und Pollux für Sehkomfort. Obwohl die Große Halle zehn Meter hoch ist, gewährleisten die Leuchten eine gleichmäßige und blendfreie Lichtverteilung, mit der sich die großformatigen Skulpturen aus unterschiedlichsten Perspektiven begutachten lassen. Dank mehrerer Linsen mit verschiedenen Abstrahlcharakteristiken und dem Einsatz von zwei Lichtfarben mit 3.000 und 4.000 Kelvin wird die Oberfläche jeder einzelnen Skulptur – die aufgrund der Materialien farblich changiert – präzise betont. Auf der Internetseite des Museums ist die Rede von der „Weite der Großen Halle mit Gipsskulpturen, die in weiches Licht getaucht sind“.

Monumentale Skulpturen mit LED-Licht ausgeleuchtet
Zum Musée Bourdelle gehören mehrere Gärten mit Grünflächen, Hecken und Bäumen. In die Natur eingebettet präsentieren sich hier Bronze-Skulpturen Bourdelles. Ihre Oberflächen ziert eine grüne Patina, die farblich im Wechselspiel mit der üppigen Vegetation steht. „Es kommen viele Studenten zum Zeichnen in die Gärten”, erklärt Kravtsova, „die Beleuchtung sollte daher einladend wirken und die Betrachtung der Statuen fördern.“ Sowohl die Kunstwerke als auch ausgewählte Gartenelemente werden von ERCO Grasshopper Außenraumleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven mit neutral- und warmweißem Licht in Szene gesetzt. Da die Lichtwerkzeuge ein kompaktes Gehäuse haben, treten sie selbst fast nicht in Erscheinung. Dank der präzisen Lichtverteilungen werden weder die Besucher noch die Nachbarn geblendet und können den Blick auf die Skulpturen, die Gärten und den Nachthimmel genießen.

Film „Redécouvrez le musée Bourdelle” (in Französisch)

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