Apartementgebäude Walker Tower, New York
Reportage

Walker Tower, New York

Der New Yorker Walker Tower wurde vom Bürogebäude zum vornehmen Apartmenthaus umgebaut. Seine detailreiche Art déco Fassade und Gebäudespitzen sind präzise mit den ERCO Scheinwerfern Grasshopper und Lightscan ausgeleuchtet, ohne den Blick auf die Skyline durch Streulicht zu beeinträchtigen.

Der New Yorker Walker Tower wurde vom Bürogebäude zum vornehmen Apartmenthaus umgebaut. Seine detailreiche Art déco Fassade und Gebäudespitzen sind präzise mit den ERCO Scheinwerfern Grasshopper und Lightscan ausgeleuchtet, ohne den Blick auf die Skyline durch Streulicht zu beeinträchtigen.

Ein Foto zeigt ihn als Wolkenkratzer verkleidet. Er trägt ein Hemd mit Karomuster, das an eine Fassade erinnert, und einen Hut in der Silhouette eines Hochhauses. Er glaubte daran, dass Wolkenkratzern die Zukunft gehören würde und baute einen der bekanntesten Skyscraper der Vereinigten Staaten. Mittlerweile erhielt das Gebäude offiziell den Namen seines Architekten. Die Rede ist von Ralph Thomas Walker und seinem Walker Tower von 1929. Unter den rund 6.000 Hochhäusern in New York City lässt sich der Walker Tower in einem Atemzug mit dem Empire State Building und dem Chrysler Building nennen, die aus der gleichen Zeit stammen und dem Art déco zuzuordnen sind.

Art déco Fassade vor der Skyline New Yorks
Läuft man nachts durch Manhattan, ist der Walker Tower nicht zu übersehen. Verstärkt durch die dramatische Beleuchtung zieht die Backsteinfassade mit metallenen Pilastern und Paneelen die Blicke der Passanten auf sich. Der Wolkenkratzer hat eine asymmetrische Form, die sich nach oben stufenweise verjüngt. Gemäß der New York Zoning Resolution von 1916 sollte damit sichergestellt werden, dass genug Sonnenlicht und frische Luft bis zu den Menschen auf der Straße gelangt. Während die Fenster nach hinten versetzt sind, ragt das Mauerwerk mit einem Linienmuster nach vorne und betont auf diese Weise visuell die Höhe des Gebäudes. Dazu kommt eine komplexe Ornamentik mit geometrischen, floralen, gegenständlichen und figurativen Motiven. So ranken sich beispielsweise um Fenster und Türen abstrahierte Pflanzen-Ornamente.

Präzise Gebäudebeleuchtung ohne Lichtverschmutzung
Beleuchtet wird die Fassade mit etwas über 100 ERCO Scheinwerfern – Grasshopper mit 7 Watt und einem Narrow spot von 6 Grad. Das New Yorker Lichtplanungsbüro Kugler Ning wählte die Außenraumleuchten, um mit nach oben gerichteten, über mehrere Stockwerke strahlenden Lichtkegeln die Proportionen des Gebäudes plastischer erscheinen zu lassen, die aufstrebenden Linien der Fassade zu betonen und mit Streiflicht die Strukturen der baulichen Details in einem Licht-Schatten-Spiel hervorzuheben. Die präzise Lichttechnik garantiert eine hervorragende Abblendung und vermeidet Streulicht durch die Fenster und auf die Balkone. Bewohner und Besucher können so den Blick auf die Skyline und Sternenhimmel genießen, ohne geblendet zu werden. Das auf geometrischen Grundformen beruhende Gehäuse von Grasshopper fügt sich dezent in die Fassade ein. Aufgrund der LED-Technologie müssen die in schwer zugänglichen Höhen montierten Leuchten praktisch nicht gewartet werden.

Hochhausspitze vollständig erneuert und mit Lightscan inszeniert
Auf dem Walker Tower befindet sich eine vierspitzige Krone, die bei der Sanierung komplett ersetzt wurde. Den aktuellen Plänen lagen die originalen Zeichnungen von Ralph Thomas Walker zugrunde, wobei besonderer Wert auf die Farben der Metalloberflächen gelegt wurde. Der Eingangsbereich des Walker Towers ist mit Reliefs in Bronze und Nickelsilber gestaltet. Diese Zweifarbigkeit sollte sich in der Gebäudespitze widerspiegeln. Für die Beleuchtung entschied sich Kugler Ning für den Scheinwerfer Lightscan von ERCO, der so starke Lichtströme bietet, dass sich selbst der oberste Teil des Wolkenkratzers weithin sichtbar inszenieren lässt. Pro Spitze ist jeweils ein Lichtwerkzeug mit 20 Watt und einem Narrow spot von 7 Grad an der Gebäudeecke und im Inneren der Krone befestigt. Lightscan passt sich mit seinem schlanken, digital anmutenden Design in die historische Architektur ein und scheint sogar eine Verbindung zur Gegenwart herzustellen.

Vom Unternehmenshauptsitz zu eleganten Privatresidenzen
Mit der Restaurierung des Walker Towers wurde das New Yorker Architekturbüro Cetra Ruddy beauftragt. Dabei wurde das ehemalige Geschäftsgebäude für die private Nutzung umgebaut. Heute befinden sich knapp fünfzig Eigentumswohnungen darin. Eine der Residenzen erreichte einen Verkaufspreis von rund fünfzig Millionen US Dollar. Im Laufe seiner Geschichte diente der Walker Tower als Hauptsitz mehrerer Telekommunikationsgesellschaften, die aus einer Serie an Unternehmensfusionen hervorgingen. Ursprünglich erbaut wurde der Wolkenkratzer durch die New York Telephone Company Building und beherbergte anschließend NYNEX, Bell Atlantic und Verizon.

Lesen Sie dazu auch ein Interview mit der Lichtplanerin Sunhee Lim von Kugler Ning.

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