Projekte - Culture - Louvre Abu Dhabi

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Louvre Abu Dhabi

Das erste Universalmuseum der arabischen Welt: ERCO im Louvre Abu Dhabi

Lichtwerkzeuge von ERCO in einem neuen Museumsprojekt der Superlative: Der vom französischen Architekt und Pritzker-Preisträger Jean Nouvel entworfene Louvre Abu Dhabi öffnete im November seine Tore für das Publikum.

Jean Nouvel (*1945) wollte erst Kunst studieren, bevor er sich für die Architektur entschied. Bis heute realisierte er alleine in seiner Heimatstadt Paris drei herausragende Museumsbauten – das Institut du Monde Arabe (1987), die Fondation Cartier (1994), sowie das Musée du Quai Branly (2006). Mit Spannung erwartet wurde die Fertigstellung seines neuesten Entwurfs: Des Louvre Abu Dhabi, offiziell eröffnet am 11. November 2017. Es sei „das erste Universalmuseum der arabischen Welt, das erste des 21. Jahrhunderts“ so Jean-Luc Martinez, Chef des Pariser Louvre. Jean Nouvels spektakuläre Architektur kombiniert zeitgenössisches westliches Design mit arabischem Erbe. LED-Lichtwerkzeuge von ERCO, teilweise als Sonderlösungen realisiert, inszenieren die hochkarätige Kunst, darunter Gemälde von Bellini, Manet, Picasso und Cy Twombly, perfekt.

Die Architektur: Eine Museumsstadt wie eine Medina unter einer kreisrunden Kuppel aus Stahl

Licht und Geometrie sind für Jean Nouvel die Grundprinzipien der arabischen Architektur. So hat er für seinen ca. 87.000 Quadratmeter an Fläche umfassenden Entwurf des Louvre Abu Dhabi nach dem Vorbild einer arabischen Medina insgesamt 55 weiße Gebäude unter und neben einer kreisförmigen Stahlkuppel angeordnet. Gassen und Gänge führen durch dieses Konglomerat von Ausstellungsräumen, Auditorium, Café und Restaurant. Verschattet wird die Anlage von der gigantischen Stahlkuppel mit 180 Metern Durchmesser. Sie ruht auf vier Stützen und wiegt mit 7.500 Tonnen fast so viel wie der Eiffelturm. Die acht Schichten Edelstahl und Aluminium bilden ein Raster mit sternförmigen Öffnungen. Diese sollen an die traditionellen Palmwedel-Abdeckungen der Gassen einer Medina erinnern und malen tagsüber einen raffinierten Schattenwurf auf den Boden. Von Planungsbeginn an war dieses Spiel von Licht und Schatten, genannt "rain of light", ein wesentliches Element des gestalterischen Grundkonzeptes. Die Ausstellungsräume selbst sind unterteilt in Galerien, die die permanente Sammlung des Museums in chronologischer Reihenfolge zeigen, sowie Räume, in denen insgesamt vier temporäre Ausstellungen pro Jahr zu sehen sein werden.

Ein hochkomplexes Beleuchtungskonzept mit ERCO LED-Lichtwerkzeugen für das Museum

In insgesamt 23 Galerieräumen und ihren Verbindungsräumen sowie dem imposanten Entrée, dem Grand Vestibule, des Louvre Abu Dhabi kommen ERCO Lichtwerkzeuge zum Einsatz. Die verantwortlichen Lichtplaner Georges Berne und Rémy Cimadevilla vom Büro 8'18'' Lumière in Paris dachten das architektonische Konzept Jean Nouvels konsequent weiter und vertrauten dabei auf die langjährige Erfahrung von ERCO im Bereich der Museumsbeleuchtung. Das Licht illuminiert die Räume sowie die darin ausgestellten Gemälde und Skulpturen und lässt sich flexibel auf wechselnde Inszenierungen anpassen. Entsprechend des Lichtkonzeptes von 8'18'' Lumière entwickelte ERCO für den Louvre Abu Dhabi einige technisch ausgeklügelte Sonderlösungen für Strahler und Wandfluter.
Der Entwurf Jean Nouvels sieht vor, dass jedes Ausstellungsgebäude des Louvre Abu Dhabi unterschiedlich groß ist, außerdem unterscheiden die einzelnen Räume sich in Materialwahl und Innenausbau. Manche sind als "bronze galleries" mit dunkler Lamellendecke ausgebildet, manche als "glass ceiling galleries" mit einer Lichtdecke, die Tages- und Kunstlicht kombiniert.

Individuelle Lichtlösungen für die Galerien der permanenten Ausstellung

"Beim Beleuchtungskonzept für alle Ausstellungsräume des Louvre Abu Dhabi war ein durchgehend hohes Maß an Flexibilität gefordert, sodass selbst die Bereiche der permanenten Sammlung immer wieder anders bespielt werden können", erklärt Rémy Cimadevilla. Die einzige Ausnahme bildet die erste Galerie, die als "Grand Vestibule" gleichzeitig großzügiges Entrée und Ausstellungsraum ist. Hier setzte das Team von 8'18'' Lumière nach einem exakt festgelegten Raster Quintessence Richtstrahler mit einer Lichtfarbe von 3000K und der Lichtverteilung narrow spot ein. Durch eine höhere Bestromung der LEDs konnte der Lichtstrom der Leuchten um ca. 40% gesteigert werde, was der weißen Raumdecke in fast neun Metern Höhe die Anmutung eines funkelnden Sternenhimmels verleiht.
In den Decken "bronze galleries" sind zwischen den dunklen Stahllamellen schwarze Parscan LED-Strahler für Stromschiene mit 15W Anschlussleistung platziert. Entsprechend der Lamellenhöhe wurde der Arm der Leuchte verlängert. Sie lassen sich so flexibel auf die Exponate ausrichten, optionale Snoots und Wabenraster sorgen dabei für eine blendfreie akzentuierte Ausleuchtung.
Die einzelnen Galerieräume sind über schmale Passagen miteinander verbunden. Die Architekten konzipierten diese Räume des Übergangs bewusst mit deutlich geringerer Deckenhöhe als die Ausstellungsräume – umso imposanter ist der Raumeindruck für den Besucher beim Eintreten in den anschließenden Galerieraum. Um in den Passagen die Raumwirkung nicht durch zu hoch aufbauende Leuchten zu stören, konstruierte ERCO Sonderleuchten auf Basis eines Pollux mit 6W LED-Modul. Der Lichtkopf wurde dafür vom Transadapter getrennt und sitzt als eigener Baustein neben dem DALI-Betriebsgerät in der Stromschiene.

Für die "glass ceiling galleries" schließlich entwickelte 8'18'' Lumière ein ausgeklügeltes Beleuchtungssystem, das gezielt gelenktes und dosiertes Tageslicht mit Kunstlicht kombiniert. Hier kommen Wandfluter mit einer Lichtfarbe von 4000K zum Einsatz, die über Eckverbinder ein der Raumgeometrie folgendes Lichtband ergeben. Deren neutrales "architektonisches" Licht kombiniert das Team um Rémy Cimadevilla mit warmweißem Licht auf den Kunstwerken sowie dem von oben durch die Lichtdecken dosiert einfallenden Tageslicht zu einem Lichtkonzept, das die hohe Qualität der Räume unterstreicht. "Von 3000K auf den Kunstwerken und den Wandflächen auf Höhe des Betrachters über 4000K auf den oberen Bereichen der Wände bis zu 6000K und mehr im Bereich der Glasdecken wird das Licht von unten nach oben immer kälter," erläutert Rémy Cimadevilla. "So schaffen wir eine veritable Lichtlandschaft, die dem hohen gestalterischen Anspruch des Museumsprojektes gerecht wird."

© ERCO GmbH, www.erco.com, Fotografie: Thomas Mayer

© ERCO GmbH, www.erco.com, Fotografie: Thomas Mayer

© ERCO GmbH, www.erco.com, Fotografie: Thomas Mayer

© ERCO GmbH, www.erco.com, Fotografie: Thomas Mayer

 

Über die Autorin:

Kristina Raderschad betreibt seit 2005 ein Redaktionsbüro in Köln. Ausgebildet als Dipl.-Ing. Innenarchitektur, werden ihre Berichte, Reportagen und Interviews zu den Themen Architektur und Design weltweit veröffentlicht – in Magazinen wie AD Architectural Digest, A&W, ELLE DECORATION, HÄUSER, MARK oder WALLPAPER*.

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