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Was versteht man unter Wahrnehmungspsychologie?

Wahrnehmungspsychologie: Ausstellungsbesucher betrachten ein Gemälde, jeder von ihnen nimmt es subjektiv wahr.

Die Wahrnehmungspsychologie ist ein Wissenschaftszweig, der sich mit den subjektiven Aspekten der Wahrnehmung, vor allem mit der Verarbeitung aufgenommener Sinnesreize beschäftigt. In Bezug auf das Sehen werden die Bedingungen der visuellen Informationsaufnahme erst durch die Erweiterung der Physiologie des Auges um die Psychologie der Wahrnehmung vollständig erfasst.

Interessant zu wissen:

Beim Sehen berücksichtigt die Wahrnehmungspsychologie zusammen mit der Physiologie des Auges alle Faktoren im Wechselspiel zwischen


  • dem wahrnehmenden Menschen,

  • den gesehenen Objekten und

  • dem vermittelnden Medium Licht.

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Überblick zum Thema Wahrnehmungspsychologie

Welche Bedeutung hat die Wahrnehmungspsychologie beim Sehen?

Die oft herangezogene Modellvorstellung vom Auge als Kamera kann die Entstehung des wahrgenommenen Bildes nicht vollends erklären. Sie transportiert das wahrzunehmende Objekt lediglich von der Außenwelt zur Sehrinde, dem Teil der Großhirnrinde, welcher das Sehen ermöglicht.

Für ein wirkliches Verständnis der visuellen Wahrnehmung ist weniger der Transport der Bildinformation als vielmehr die Umsetzung bzw. „Übersetzung“ dieser Information, von Bedeutung. Hier greift die Wahrnehmungspsychologie. Sie ergänzt die physikalisch erfassten Sinnesreize um individuelle Komponente und erlaubt so eine umfängliche Wahrnehmung.

Wie nimmt der Mensch seine Umgebung wahr?

Der Prozess der visuellen Wahrnehmung unterteilt sich in drei Stufen:

  1. Empfinden und Reizaufnahme: Es entsteht ein Abbild eines Gegenstandes oder der Umwelt auf der Netzhaut des Auges.

  2. Organisieren und Reizbewertung: Im Sinne der Gestaltwahrnehmung wird das Gesehene zu einer zusammenhängenden Form zusammengesetzt.

  3. Einordnen und Reizinterpretation: Den Sinneseindrücken werden eine Bedeutung zugeordnet.

Ist die visuelle Wahrnehmung des Menschen angeboren?

Die Frage, ob die Fähigkeit des Menschen, seine Umwelt geordnet wahrzunehmen, angeboren oder aufgrund von Erfahrung erlernt ist, lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten. Die Wahrnehmungspsychologie spaltet sich hier in mehrere, einander widersprechende Richtungen. Jede dieser Richtungen kann eine Reihe von Belegen für ihr Modell anführen, es ist jedoch keine dieser Schulen in der Lage, alle auftretenden Phänomene des Sehens plausibel zu erklären.

Es gibt beispielsweise Hinweise darauf, dass die räumliche Organisation der Wahrnehmung angeboren ist: Setzt man Säuglinge oder neugeborene Tiere auf eine Glasplatte, die über einer Stufe liegt, so meiden sie deutlich den Bereich über der tieferliegenden Stufe. Hier hat also ein angeborenes visuelles Erkennen von Tiefe und der damit verbundenen Gefahr Vorrang vor der Information des Tastsinns, der eine sichere, plane Oberfläche vermittelt.

Welche Bedeutung hat die Erfahrung in der Wahrnehmungspsychologie?

Es zeigt sich, dass die Wahrnehmung auch von Vorerfahrungen abhängig ist. So werden bekannte Strukturen schneller erkannt als unbekannte. Einmal gewonnene Deutungen komplexer visueller Gebilde bleiben erhalten und prägen die zukünftigen Wahrnehmungen.
Darstellung mit fehlenden Konturen wird durch Faktoren der Wahrnehmungspsychologie als Kreuz erkannt.

Die Erfahrung und die damit verbundene Erwartung wirkt mitunter so stark, dass fehlende Teile einer Form ergänzt oder einzelne Details geändert wahrgenommen werden, um den Gegenstand der Erwartung anzupassen.
An dieser Stelle greifen die Prinzipien der Konstanzphänomene als Teil der visuellen Wahrnehmung.

Beispiel zur Erfahrung in der Wahrnehmungspsychologie:

Perspektivische Zeichnung eines Raums zeigt den Effekt der Erwartung in der Wahrnehmungspsychologie auf.

Die beiden hervorgehobenen vertikalen Linien erscheinen in einer perspektivischen Zeichnung unterschiedlich lang. Das erklärt sich dadurch, dass der Betrachter die wahrgenommene Zeichnung räumlich interpretiert. Um ein ebenso großes Netzhautbild zu erzeugen muss eine weiter entfernte Linie muss dabei, größer als diese sein wie eine nahe Linie. Die linke Linie wird also in der Raumtiefe bei effektiv gleicher Länge als größer interpretiert und wahrgenommen.

Fazit:

Bei der Wahrnehmungspsychologie spielen sowohl angeborene Mechanismen als auch die eigene Erfahrung eine Rolle. Vermutlich sorgt die angeborene Komponente dabei für eine grundlegende Organisation der Wahrnehmung. Auf einer höheren Verarbeitungsebene trägt die Erfahrung dazu bei, komplexe Gebilde zu deuten.

Was ist die subjektive Wahrnehmung?

Beim Sehen findet eine Art Selektion oder Filterung statt: Um Informationen über die Umwelt zu gewinnen, aber nicht von der Fülle an Sinneseindrücken überfordert zu werden. Die Wahrnehmung ist subjektiven Interpretationen ausgesetzt. Das menschliche Gehirn setzt Reize durch Anwendung eigener Ordnungsprinzipien in ein wahrnehmbares Bild um. Im Anschluss daran erfolgt eine individuelle Reaktion auf das Gesehene.

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